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1. Bioenergiedorf in Bayern – Fast Unabhängig mit Gras und Holz

Gülle auf Atomkraft!

Das erste “Bioenergiedorf” in Bayern: Hier kommt die Energie aus “artenreichem” Gras und aus den unvermeidlichen Hackschnitzeln. Die Verwendung von Gras für die Stromerzeugung ist umweltfreundlicher als die reinen Maisanlagen. In der Tat entfällt bei mit Grünschnitt betriebenen Anlagen der heftige Einsatz der Agrarchemie und das ist klar ein Vorteil.

“Bioenergiedorf Effelter” – Wärme aus Holz und Gras: Die Kritik an Biogas-Anlagen wird immer lauter – wegen der Konkurrenz um Ackerflächen und der Monokultur Mais etwa. Die Effelter aus dem Frankenwald machen es anders. Sie nutzen für Strom und Wärme das, was sowieso reichlich da ist: Holz aus ihren Wäldern und Gras von ihren Wiesen.

Ein Beitrag von Ulrich Detsch 03.08.2009 – Biogas aus Gras
Empfohlen von Videogold.de


Videolink: http://www.youtube.com/watch?v=FccGRAQAw0o


Milchbauer Marcus Appel aus Effelter im Frankenwald betreibt seine Biogas-Anlage nur mit Wiesengras und Rindergülle. Rund 100 Hektar Gras, aus denen er Strom macht. Ein Exot unter den 1.600 Biogas-Anlagen-Betreibern in Bayern.

Andere Landwirte stecken energiereichen Mais und Getreide in ihre Anlagen. Mais-Silage in der Biogasanlage bringt zwar ein paar Prozent mehr Ausbeute, doch für die ökologisch umstrittene Monokultur muss Marcus Appel pflügen, säen, düngen, spritzen. Gras zu verwenden ist dagegen im Frankenwald sogar ökologisch vorteilhaft.

Das bestätigt auch Wolfgang Degelmann vom Bund Naturschutz, Kooperationspartner beim Projekt “Energievision Frankenwald”. Da es immer weniger Milchbauern und Kühe gibt, die das Gras verwerten, kann die Nutzung in der Biogas-Anlage die artenreichen, extensiven Wiesen erhalten. Denn sonst würden die Wiesen wohl entweder verbuschen oder zu intensiv genutztem Ackerland umgebrochen.

Bisher funktioniert diese Gras-Verwertung zur Stromerzeugung einwandfrei: Das Biogas-Blockhheizkraftwerk mit 130 KW-Leistung läuft seit sieben Jahre ohne größere Störungen. Und liefert mehr als genug Strom für das 271-Einwohner-Dorf Effelter. Und bald soll der Bauernhof von Familie Appel sogar Wärme liefern – und zusammen mit einer Hackschnitzel-Heizung zur Energie-Zentrale des ganzen Dorfes werden. Die Bürger von Effelter wollen ihren Ort zum ersten Bioenergiedorf Bayerns machen. Eine Idee, die sie in mehr als 100 Sitzungen über fast zwei Jahre zusammen mit dem Verein “Energievision Frankenwald” entwickelt hatten. 35 Familien sind mit dabei.

Die zentrale Dorfheizung zur Nahwärme-Versorgung würde auch ohne Biogas-Anlage funktionieren. Denn Holz wächst rings um Effelter genug. Aber für jeden einzelnen käme das Heizen teuerer. Von der Biogas-Anlage haben also alle etwas: Die Natur, der Landwirt, der nicht mehr nur vom Milchpreis abhängig ist, und die Effelter, die rings um ihr Dorf auf Wälder und bunte Wiesen statt auf Maisäcker schauen – und dabei noch Geld sparen.”

Weitere Infos unter
www.BioEnergieDorf-Effelter.de
www.Energie-Frankenwald.de



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Nur 1 Kommentar bisher

  1. 1. Ethanol Kamin

    Kommentar vom 12. December 2010 um 20:10

    Da kann man mal wieder sehen, wenn wir es mal schaffen alle zusammen zu halten und zu arbeiten, was sich doch alles auf die Beine stellen lässt.

    Die Zeiten müssen wohl erst noch schlechter werden, damit die Menschen lernen dass man in der Gruppe mehr erreichen kann.

    Grüße

    S.G

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