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Allensbach-Studie belegt: Deutsche vertrauen zunehmend Homöopathie

Bonn/ Deutschland – Eine aktuelle Studie des renommierten Instituts für Demoskopie Allensbach hat sich der „Bekanntheit, Verwendung und dem Image homöopathischer Arzneimittel“ gewidmet und belegt, wie sehr sich die Alternativmedizin innerhalb von 40 Jahren in der deutschen Gesellschaft positiv etabliert hat – ein Trend, der weiterhin andauert.

Die repräsentative Bevölkerungsstudie wurde von der Arbeitsgemeinschaft von Herstellern homöopathischer Arzneimittel innerhalb des „Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller e.V“ (BAH, bah-bonn.de) in Auftrag gegeben.

Fast 92 Prozent der Deutschen weiß demnach heutzutage etwas mit dem Begriff Homöopathie anzufangen, darunter ein überdurchschnittlich hoher Anteil Frauen sowie Personen aus den westlichen Bundesländern (94 Prozent). In den 1970er Jahren war dies noch anders, als erst 76 Prozent der bundesdeutschen Bevölkerung schon von homöopathischen Heilmitteln gehört hatte.

Auch das Wissen um die Besonderheiten homöopathischer Präparate hat laut der Umfrage in Deutschland langfristig zugenommen.

„Heute charakterisiert rund jeder sechste Bürger homöopathische Arzneien spontan, ohne dass ihm dazu Vorgaben gemacht werden, direkt oder indirekt über das Verdünnungs- oder das Ähnlichkeitsprinzip“, so das Institut (ifd-allensbach.de).

Stärker noch als die Bekanntheit ist demnach der Verwenderkreis gewachsen:

„Hatte 1970 erst knapp jeder vierte Westdeutsche (25 Prozent) schon einmal bewusst selbst homöopathische Mittel genommen, sind es heute mit 57 Prozent deutlich mehr als doppelt so viele und auch in Gesamtdeutschland verwendet heute die Mehrheit der Bevölkerung homöopathische Arzneimittel (53 Prozent). Erneut zeichnet sich hier mit 64 Prozent ein überdurchschnittlicher Frauenanteil ab.“

Insgesamt ein Viertel der Bevölkerung seien „überzeugte Verwender“ homöopathischer Arzneimittel, nutzen also homöopathische Präparate und sind ohne Einschränkung von deren Wirksamkeit überzeugt (25 Prozent). Weitere 26 Prozent sind laut Studie als sogenannte „pragmatische Verwender“ einzustufen, d.h., sie nutzen diese Medikamente, enthalten sich aber eines eindeutigen Urteils über deren tatsächliche Wirkung. Hingegen halten lediglich zwei Prozent der Bevölkerung homöopathische Mittel trotz eigener Erfahrungen generell für unwirksam. Als „potentielle Verwender“ bezeichnet die Studie hingegen die überwiegende Mehrheit der bisherigen Nichtverwender homöopathischer Präparate, die sich jedoch ausdrücklich vorstellen kann, zukünftig homöopathische Mittel zu nehmen. Hier finden sich nun mit rund einem Drittel überdurchschnittlich häufig junge Männer, Personen aus Haushalten mit niedrigem Hauptverdienereinkommen sowie ausschließlich gesetzlich Versicherte.

„Nur 14 Prozent der Bevölkerung lehnen es – ohne allerdings über eigene Erfahrungen zu verfügen – ausdrücklich ab, homöopathische Arzneimittel zu verwenden.“

Der Weg zu homöopathischen Arzneimitteln führt, das zeigen die Umfrageergebnisse ebenfalls, „vor allem über persönliche Empfehlungen von guten Bekannten (54 Prozent) oder einem Arzt bzw. Apotheker (37 Prozent bzw. 31 Prozent). Daneben spielen die ausdrückliche Verschreibung durch den Arzt (22 Prozent), aber auch die Medienberichterstattung eine Rolle (21 Prozent).“ Informationen aus dem Internet fallen hierbei mit nur vier Prozent kaum ins Gewicht.

Der Umstand, dass mittlerweile auch gesetzliche Krankenkassen Wahltarife anbieten, bei denen homöopathische Arzneimittel erstattet werden, ist in der allgemeinen Bevölkerung allerdings kaum bekannt. Nur 11 Prozent zeigten sich über dieses Angebot informiert und selbst unter Verwendern homöopathischer Mittel 15 Prozent war es mit nur 15 Prozent kaum bekannt.

„Die Nutzer homöopathischer Mittel berichten von der erfolgreichen Anwendung vor allem bei Erkältungen und grippalen Infekten (60 Prozent). Daneben werden homöopathische Arzneien von vielen auch erfolgreich gegen ein breites Spektrum verschiedener Krankheitsbilder eingesetzt: von Magen- und Verdauungsbeschwerden, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit über Nervosität, Hautkrankheiten und Kreislaufstörungen bis hin zu Bronchitis, der Stärkung in der Rekonvaleszenz und der Behandlung von Sportverletzungen. Zwei Drittel der Bevölkerung bescheinigen homöopathischen Arzneimitteln, kaum Nebenwirkungen zu haben (65 Prozent), gut die Hälfte hält sie ausdrücklich für gut verträglich (52 Prozent). Unerwünschte Kombinationseffekte bei der Einnahme zusammen mit anderen Medikamenten werden kaum befürchtet (10 Prozent), und auch nur eine Minderheit erachtet eine Verschreibung durch den Arzt oder Heilpraktiker für notwendig (26 Prozent). „

Die Medienberichterstattung über homöopathische Arzneimittel wird von großen
Teilen der Bevölkerung (37 Prozent) als ausgewogen empfunden. Dort wo hingegen eine Tendenz wahrgenommen wird, werde diese von 25 Prozent eher positiv als negativ (9 Prozent) bewertet.

Zukünftig, so glaubt mit 45 Prozent der Befragten ein Großteil der Bevölkerung, werde sich an der Rolle, die homöopathische Heilmittel in Deutschland spielen, nicht viel ändern. 20 Prozent enthielten sich angesichts dieser Frage eines Urteils. Immerhin jeder dritte Bürger (32 Prozent) nimmt jedoch an, dass Homöopathika in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnen werden. An einen zukünftigen Bedeutungsverlust glaubt hingegen mit nur drei Prozent nahezu keiner der Befragten Bundesbürger.

Auch durch die positiven Umfrage-Ergebnisse bestätigt, werden am 13. September 2009 mehrere Unternehmen unter dem gemeinsamen Motto „Homöopathie entdecken“ verschiedene Veranstaltungen zur homöopathischen Therapierichtung anbieten. Das Angebot an Journalisten, interessiertes Laienpublikum und Fachleute umfasst beispielsweise Führungen durch die Produktionsanlagen und Kräutergärten wie auch Fachvorträge zur Homöopathie. Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

[Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.blogspot.com]

Kommentar: Das nenne ich eine gute Entwicklung – ein Schritt in die richtige Richtung. Früher oder später bricht die Wahrheit immer durch…

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