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Atomklo Gorleben, Castor und Polizeigewalt – Willkommen im Rechtsstaat 2.0

Seit Jahrzehnten produzieren deutsche Kernkraftwerke Strahlenmüll. Wohin damit?
Noch immer gibt es kein Endlager für den Atommüll. Die Politik will dafür derzeit allein den niedersächsischen Standort Gorleben erkunden. Dabei wird die Eignung von Gorleben zur Lagerung von radioaktivem Müll längst von zahlreichen Experten bestritten. Alternative Bohrungen, zum Beispiel auch in Süddeutschland, werden verweigert. Erfahrungen aus Lagern für schwach radioaktiven Müll, die jetzt schon “abzusaufen” drohen, werden offenbar ignoriert. Und so droht der Norden zum “Atomklo der Republik” zu werden.

Kundgebung zum Castor-Transport und zur Atomkraft (06.11.2010)

Videolink: https://youtu.be/jg5JOlArbcg

Gorleben: Bürger fordern Aufklärung zu gefährlichen Gasvorkommen
Von Bürgerbeteiligung wie in Stuttgart können die Menschen im Wendland nur träumen. Bei der Erkundung des Salzstocks Gorleben bleibt die Öffentlichkeit seit Jahrzehnten außen vor. Dabei hatte Umweltminister Röttgen neuerdings Teilhabe versprochen. Doch vor Ort spüren die Menschen davon nichts.

Videolink: https://youtu.be/kpEeX6eo_rU

Der diesjährige Transport von 11 Castoren von La Hague nach Gorleben hat letzlich nur ein Ziel, die Zementierung eines Endlagerstandortes in einem völlig ungeeignetem Terrain. Sei es der dubiose politische Entscheidungsprozess, der Gorleben als Endlager fokussierte oder die nachgewiesenen Gasvorkommen im fraglichen Gebiet. Es ist schlicht und ergreifend gefährlich und fahrlässig Gorleben weiterhin als mögliches Atommüllendlager zu forcieren. Und auch ein weiterer selten erwähnter Aspekt spricht klar gegen Gorleben: Nur 18 Meter über dem Meeresspiegel und in unmittelbarer Nähe der Elbe liegend ist es in Zeiten steigender Meeresspiegel geradezu sinnbefreit in Gorleben hochradioaktive Substanzen zu lagern.

Gleisbesetzungen, Traktorblockaden, Schlagstockeinsatz und Massenproteste: Der Castor-Atommülltransport quer durch Deutschland in das Zwischenlager Gorleben ist am Wochenende auf massiven Widerstand gestoßen. Am Sonntag sind die Proteste in gewaltsame Zusammenstöße umgeschlagen. Als tausende Atomkraftgegner in einem Waldgebiet nahe Hitzacker die Schienen stürmen wollten, setzte die Polizei Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Demonstranten zündeten nach Angaben von Augenzeugen ein panzerähnliches Räumfahrzeug der Polizei an der Castor-Transportstrecke an.

Elf Stunden Verspätung

Am Sonntagnachmittag setzte der Transport seine Fahrt fort. Kurz vor 16 Uhr erreichte er Lüneburg mit rund elf Stunden Verstpätung. Der Zug mit elf Castor-Behältern mit hochradioaktivem Atommüll sollte von dort auf dem letzten 54 Kilometer langen Gleisabschnitt zur Umladestation Dannenberg weiterfahren. Dort versuchten am Nachmittag nach Polizeischätzung mehr als 5000 Demonstranten, die Gleise zu erreichen.

“Es beteiligen sich deutlich mehr Menschen, als wir gedacht haben”, sagte ein Sprecher des Lagezentrums der Polizei in Lüneburg. Die Gesamtlage vor Ort sei “aggressiver als wir uns das erhofft haben”. Es habe am Nachmittag erneut Ausschreitungen gegeben aber nicht in dem Ausmaß wie am Morgen, sagte der Sprecher weiter.

Am Sonntagvormittag war der Transport ins Stocken gekommen. Wenige Kilometer vor der Umladestation hatten laut Polizei rund 250 Menschen begonnen, auf einer Strecke von sechs Metern die Steine aus dem Gleisbett zu entfernen, um die Strecke unpassierbar zu machen. 3000 bis 4000 Demonstranten standen der Polizei gegenüber, die massiv Pfefferspray und Schlagstöcke einsetzt, um die Demonstranten von den Gleisen fernzuhalten. Die Aktivisten hätten ihrerseits die Polizeibeamten mit Signalmunition und Pyrotechnik angegriffen.

Ein Räumfahrzeug sei mit Teer übergossen und angezündet worden, möglicherweise mit Molotowcocktails, berichtete ein dpa-Fotograf. Der Polizei lagen hierzu am Sonntagmorgen auf Anfrage zunächst keine Angaben vor. “Die Situation ist noch nicht unter Kontrolle”, sagte ein Polizeisprecher. Die Atomkraftgegner sprachen von mehreren Verletzten. Die Polizei soll auch Wasserwerfer eingesetzt haben, aber nicht gezielt auf Demonstranten gerichtet.

Traktor-Blockade aufgelöst

Sicherheitskräfte lösten außerdem eine Traktor-Blockade von Bauern auf der möglichen Castor-Strecke auf. Die vier in Dannenberg-Splietau ineinander verkeilten Traktoren seien sichergestellt worden, sagte ein Polizeisprecher. Zudem sollten 50 Traktoren, die an der Straße standen, entfernt werden.

Die elf Container mit mit je 154 Tonnen hoch radioaktiven Atommülls sollen im Laufe des Sonntags im niedersächsischen Dannenberg eintreffen, um dann die letzten 20 Kilometer auf der Straße ins Zwischenlager Gorleben transportiert zu werden. Dort wird der Transport nicht vor Montagvormittag eintreffen. Der Zug, der am Freitag in Nordfrankreich gestartet war, hatte am Sonntagvormittag etwa acht Stunden Verspätung.

Größter Protest bisher

Die Fahrt war unter anderem in Hessen von Atomkraftgegnern südlich von Kassel verzögert worden. Zwei Castor-Gegner hatten sich dort von einer rund 75 Meter hohen Fuldatalbrücke über den Gleisen abgeseilt. Im Wendland nahe dem Atommülllager demonstrierten am Samstag Zehntausende Kernkraftgegner (50.000 laut Organisatoren, 25.000 laut Polizei). Der bisher größte Anti-Atom-Protest in der Region fand 1997 mit rund 20.000 Teilnehmern statt.


Videolink: https://youtu.be/HzpY21QHwN4

Wieder einmal ganz wichtige eindrucksvolle Bilder unseres sogenannten „Rechtsstaats“ die jeder anschauen und weiterleiten sollte! Wo ist sie denn, die Demokratie? Wer es immer noch nicht weiß: Wir leben in einer Ochlokratie – das ist die Herrschaft des Pöbels.

Polizeigewalt im Wendland | Einsatzkräfte verlieren die Nerven

Der von der Polizei malträtierte und blutende Aktivist, hat für diese Aufnahme sein ok gegeben. Mehrere tausend Menschen besetzten am 7. Nov. 2010, ab ca. 11.00 Uhr, bis zum Abend den Schienenstrang bei Harlingen, im Wendland. Der Castor Transport hatte um 18.00 Uhr durch vielfältige Blockaden schon über 11 Stunden Verspätung. Mehr auch auf der Webseite: http://linksunten.indymedia.org/de/node/27039

Videolink: https://youtu.be/db2iVsM4C14


Videolink: https://youtu.be/ZXNdvdBi5Ys

Castor 2010 | Die Polizei setzt Interessen der Atomindustrie durch

Castor? Schottern! Video von graswurzel.tv

Videolink: https://youtu.be/1jhCVH2rtXQ

Jochen Stay im Interview


Videolink: https://youtu.be/Js7_dEPtIao

Wie Wiederaufbereitungs-Anlagen unsere Umwelt verschmutzten
Hier mal am Beispiel von La Hague in Frankreich, welches unsere Umwelt mengenmäßig mit “33 Millionen Fäßern radioaktivem Abwasser pro Jahr” verschmutzt! Richtig Paradox ist! Die Einleitung von radioaktivem Abwasser ins Meer ist seit 1993 verboten, aber nur in Form vom Fässern und nicht etwa wenn es einfach “direkt” eingeleitet wird! Wahnsinn! Wie Wiederaufbereitungs-Anlagen unsere Umwelt verschmutzten!


Videolink: https://youtu.be/D3YlQ1YjtSw

Weiterführende Links:

3 Kommentare zum Beitrag

  1. Jetzt wird es spassig. Ich bin mal auf die Bilder im TV gespannt. Ganze Herden von Schafen und Ziegen haben eine Straße nahe dem Zwischenlager blockiert. Am Nachmittag seien rund 2000 Schafe sowie 50 Ziegen auf die Landstraße zwischen Gorleben und Laase gelangt. Wenn die Polizisten die Schafe wegtragen, das wird sicher ein Erlebnis für uns als Zuschauer.

  2. Wussten Sie eigentlich:
    dass die Castoren seit Jahren einfach in einer Halle stehen – nix Salzstock!

    http://www.zeit.de/2003/48/Gorleben

  3. Ich meine, bis es ein Endlager gibt, soll der Müll da bleiben wo er ist. Aber ein Endlager muss da aufgebaut werden wo sich eine Erdplatte unter eine andere schiebt. So kommt der Atommühl in das Innere der Erde und nicht zu uns nach Oben.Haben Sie Meinungen dazu, wo man den Atommühl lagern soll?

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