Gesundheitliche Aufklärung

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Babynahrungsindustrie: 1,5 Millionen tote Babys jährlich weltweit!

Es war wie immer: »Spiegel Online« brachte nach Ostern eine Meldung, die wie eine Neuigkeit klang – und zahlreiche Medien wiederholten sie eifrig, ohne nennenswerte zusätzliche Eigenrecherche, als Riesensensation: Stillen könnte vielen Säuglingen das Leben retten, lautete die grammatikalisch etwas verschwurbelte Titelzeile des Artikels. Man beruft sich auf eine Harvard-Studie, die aktuell feststellt, dass in den USA etwa 900 Kinderleben jährlich durch das Stillen gerettet werden, und dass die Kosten des Gesundheitssystems gar im Billionen-Dollar-Bereich jährlich gesenkt werden könnten.

Diese Meldung jedoch ist nicht neu! Als ich vor etwa zehn Jahren mein Buch Vom Glück des Stillens zu recherchieren begann, standen diese Informationen längst alle fest. Fest stand auch, dass es nicht um 900 Säuglinge, sondern um eine weitaus höhere Zahl von toten Babys jährlich geht, die nur deswegen sterben müssen, weil sie nicht gestillt werden: 1,5 Millionen Säuglinge sind es, deren Leben laut WHO-UNICEF jedes Jahr aufs Neue weltweit kurz nach der Geburt schon wieder zu Ende ist, weil ihre Mütter ihnen nicht die von der Natur vorgesehene Ernährung zugestehen. Von den Medien indes erfährt man darüber so gut wie nie etwas! Durch eine seit etwa 50 Jahren gebetsmühlenartige Gehirnwäsche vonseiten der Babynahrungsindustrie, durch ihre zahllosen Werbekampagnen in den Medien, haben sich deren Lügen in den Köpfen der Menschen eingegraben: Flaschenmilch sei genauso gesund wie natürliche Muttermilch. Und: Stillen sei rückständig! Seitdem sinkt die Stillrate weltweit kontinuierlich, die Stillkultur in Deutschland und Europa wurde zerstört!

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Es ist sehr lange – viele Jahre – her, dass in den Mainstream-Medien über die Zahl von früher einer Million und seit den 1990er-Jahren von jährlich 1,5 Millionen Babys berichtet wurde, die weltweit sterben müssen, weil sie nicht gestillt werden. Im Gegenteil, nur ein paar schwammige Erklärungen der Babynahrungsmittelindustrie wurden vor einiger Zeit veröffentlicht, die zu erklären versuchten, dass die jahrzehntelange, immer wiederkehrende und steigende Zahl eigentlich nicht stimme. Doch wer prüft heute schon noch? Wer dies täte, würde aller Wahrscheinlichkeit nach eine noch weitaus höhere Summe errechnen, denn zu keinem Zeitpunkt wurden weniger Babys auf der Welt gestillt als heutzutage.

Schon 1974 veröffentlichte die britische Hilfsorganisation War on want die Studie: The baby killer. Sie enthielt alarmierende Daten: In vielen Teilen der Dritten Welt hatte das Stillen schon damals stark abgenommen. Extremstes Beispiel war Chile: 1950 waren noch 95 Prozent aller Einjährigen mit der Brust ernährt worden. 20 Jahre später wurden schon von den zwei Monate alten Babys nur noch 20 Prozent gestillt. In Jamaika, in der Gegend um Kingston, stellten fast 90 Prozent der Mütter ihr Kind vor Erreichen des sechsten Lebensmonats auf Flaschennahrung um. Nur 13 Prozent gaben das Stillen auf, weil sie arbeiteten; 14 Prozent sagten, die Krankenschwester habe ihnen zur Flasche geraten, und die meisten Frauen (43 Prozent) glaubten, nicht genug Milch zu haben – ein Argument aus der Werbung der Milchmultis (»Wenn sie nicht genügend Milch haben, …«), das auf sie, wie ärztliche Untersuchungen zeigten, überhaupt nicht zutraf.

Es ist wichtig zu wissen, dass die Weltgesundheitsorganisation eine Stilldauer von zwei Jahren (!) empfiehlt, um Kinder möglichst gesund und stabil ins Leben zu bringen. Das bedeutet, sechs Monate voll und die übrige Zeit durch Zufütterung fester Kost. Davon sind die westliche und auch die Dritte Welt aufgrund dauerhafter Falschinformationen inzwischen Lichtjahre entfernt: In Deutschland wie auch in den USA stillen lediglich ca. zehn bis zwölf Prozent der Mütter ihre Kinder sechs Monate lang. Würden jedoch 100 Prozent, also alle Kinder in Deutschland, auch nur sechs Monate lang voll gestillt werden, so würden die Kosten im deutschen Gesundheitswesen jährlich um eine zweistellige Milliardensumme entlastet werden können. In den USA bewegt sich diese Summe laut der aktuellen Harvard-Studie im Billionenbereich! Schöne Grüße an die Damen und Herren Gesundheitsminister!

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  1. Tweets die Babynahrungsindustrie: 1,5 Millionen tote Babys jährlich weltweit! | Gesundheitliche Aufklärung erwähnt -- Topsy.com 12 April, 2010, 10:03

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