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BASF erhält in Brasilien Genehmigung zum Anbau von Gen-Soja

„Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung des im DAX30 notierten Konzerns hervorgeht, erhielten die gemeinsam von BASF und Embrapa entwickelten herbizidtoleranten Cultivance-Sojabohnen am 10. Dezember grünes Licht von der brasilianischen Kommission für Biosicherheit CTNBio für den kommerziellen Anbau. Die Behörde erklärte, dass die gentechnisch veränderten Sojabohnen „den Vorgaben und Gesetzen zur Biosicherheit für Umwelt und Landwirtschaft entsprechen und für die Gesundheit von Mensch und Tier unbedenklich sind.“ [Quelle: ariva.de]

Gesetze und Vorgaben werden ja auch so angelegt, wie man sie braucht. Das ist der gegenwärtige Trend. Und weil die Gentechnik in der Landwirtschaft so unbedenklich und sicher ist, verarmen auch die Bauen, werden die Menschen krank, sterben Tiere, wird die Natur geschädigt.

Aber das ist alles nicht so wichtig. Hauptsache die Aktien steigen.

Toxin-verseuchte Nahrungs- und Futtermittel – Gentechnik, der Weg zur Grünen Hölle

Artikel von petrapez | 6.Februar 2010 via radio-utopie.de

Gentechnisch veränderte Pflanzen mit dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis und ihre gefährlichen Folgen

In Indien wurde heute ein grosses Polizeiaufgebot eingesetzt, um die Gegner der Einführung gentechnisch veränderter Auberginen (Bt Brinjal) unter Kontrolle zu bringen.

Hunderte Menschen hatten sich versammelt, um die kommerzielle Zulassung des Anbaus zu verhindern. Landwirte und Mitglieder der verschiedenen Organisationen verurteilten die Zulassung zur Einführung gentechnisch veränderter Auberginen und trugen Plakate mit Slogans wie “Wir brauchen nicht Bt Brinjal.” (1)

Die Aubergine gilt in Indien als “König des Gemüses” und wird weltweit aus dem Subkontinent eingeführt.

Der indische Bundesumweltminister Jairam Ramesh begann heute mit der siebten nationalen Konsultation die letzte öffentliche, der eine ganze Reihe schon voraus ging und auf denen Bauern, NGOs und Technologen ihre Meinung äusserten.

Ramesh hatte bereits erklärt, dass eine endgültige Entscheidung über die kommerzielle Genehmigung der Zulassung von Bt-Brinjal bis zum 10. Februar getroffen werden wird.

Nach Angaben von Augenzeugen der Anhörung argumentierten die aufgebrachten Bauern, dass die Einführung von Bt-Brinjal nicht sicher ist.
Die Forschung, die auf diesem Gebiet durchgeführt wurde, sei immer noch unzureichend. Die Eigentümer der Saat würden am Ende nicht die Landwirte, sondern multinationale Unternehmen sein, sagten sie.

In der dreieinhalbstündigen Debatte begann der Minister einen kühlen Kopf zu verlieren, als er von einem der Teilnehmer vorgeworfen bekam, dass er ein “Agent” der Biotech-Firma Monsanto sei.

“Ich bin kein Monsanto-Agent” hätte ein fahlgewordener Ramesh erwidert “Sie brauchen Hilfe.” sagte er, wobei er offenbar darauf hinwiess, dass der Teilnehmer geistig ungesund wäre. “Ich will keine wilden Behauptungen dulden.”

Beide Seiten versuchten ihre Argumente darzulegen, im Laufe der Debatte hätte sich die Auseinandersetzung zu ohrenbetäubenden Lärm gesteigert. (2)

Die kommerzielle Einführung der Bt Brinjal muss verhindert werden. Ausser der finanziellen Abhängigkeit der Bauern von den Gentechnik-Konzernen spielt noch ein anderes unheilvolles Detail für die Gesundheit für Menschen und Tiere eine grosse Rolle, das nicht mehr rückgängig zu machen ist, wenn die Pflanzen dieses Merkmal in den Naturkreislauf übertragen.

In die gentechnisch veränderte Aubergine wurde das Gen [Cry 1Ac] aus dem Bodenbakterium Bacillus thuringiensis eingeschleust. Dieses soll die Widerstandskraft der Pflanzen gegen Schadinsekten erhöhen. Es bildet ein Toxin, das dafür sorgt, dass das Insekt bei dessen Aufnahme in seinen Verdauungstrakt getötet wird.

Dieses Toxin scheint erhalten zu bleiben und sich nicht kurzfristig trotz gegenteiliger Beteuerungen der Gentechnik-Industrie abzubauen. Es überträgt sich mit der Nahrungsaufnahme auf das Verdauungssystem der Säugetiere und den Menschen, wo es auch von den Darmbakterien in ihr Genpool übernommen werden kann.

Die Folgen können eine Immunantwort des Körpers, die sich in allergischen Reaktionen darstellt und verstärktes Zellwachstum sein, wie aktuelle Studien zeigen. (3)

Diese Allergien können sogar dann auftreten, wenn die Pflanzen nicht verzehrt werden, sondern Berührungskontakt mit den toxinhaltigen Blättern über die Haut hergestellt wird. In Madhya Pradesh in Indien wurde von negativen gesundheitlichen Folgen der landwirtschaftlichen und Fabrikarbeiter berichtet, die gentechnisch veränderte Baumwolle anbauten und verarbeiteten.

Chiemgau-online veröffentlichte am 20.Januar 2010 einen Bericht über den hessischen Landwirtschaftsmeister Gottfried Glöckner, der seine Kühe mit dem gentechnisch veränderten BtMais der Firma Syngenta gefüttert hatte, der vom Robert-Koch-Institut nicht beanstandet wurde. (4)

Diese Maissorte wurde ebenfalls mit dem Bacillus thuringensis (Bt) modifiziert, die so ständig ein Gift, das gegen den Maiszünzler-Schädling wirksam sein soll, produziert.

Glöckner hatte alle Tiere verloren, und als der den Ursachen nachgehen wollte, fand er bei den Behörden keine Unterstützung. Die Zeitung stellte seinen Fall kurz vor, der von Bestechungsversuchen bis zu Gefängnishaft und Verlust seines Grund und Bodens führte und hier nachzulesen ist.

Mit dem angstschürenden Argument der Überbevölkerung der Erde und Hungersnöte durch Klimawandel sollen Technologien eingeführt werden, die ausschliesslich den Interessen zur Monopolsicherung des Marktes der Konzerne dienen.

Quellen:
(1) http://www.business-standard.com/india/news/farmers-ngos-raise-slogans-as-ramesh-starts-talksbt-brinjal/16/16/85123/on
(2) http://www.business-standard.com/india/news/ramesh-loses-cool-as-bt-brinjal-generates-heat/85133/on
(3) http://en.wikipedia.org/wiki/BT_Brinjal
(4) http://www.chiemgau-online.de/portal/lokales/trostberg-traunreut_Landwirt-hat-alles-verloren-_arid,125370.html

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