OrganicAlpha
Startseite > Gesundheit & Umwelt > Giftstoffe > Beispiel Finnland: Mehr Industrie bedeutet mehr Krebs und Unfruchtbarkeit

Beispiel Finnland: Mehr Industrie bedeutet mehr Krebs und Unfruchtbarkeit

Am Beispiel von Finnland können wir deutlich erkennen, wie eine steigende Industrialisierung und die damit einhergehende Vergiftung der Umwelt zu mehr Unfruchtbarkeit und Krebs führen kann.

Finnland war im Vergleich zu anderen EU-Staaten immer sehr arm an Industrie und zählte bis weit ins 20. Jahrhundert zu den ärmsten Ländern Europas. Dafür war Finnland immer reich an großartiger Natur. Bis nach beiden Weltkriegen hat in Finnland hauptsächlich die Holz- und Papierindustrie dominiert.

Seit Mitte der 70er Jahre hat sich dies bis heute rasant geändert. Die Metall- und Elektronikindustrie haben die Holz- und Papierindustrie überholt und die Textilindustrie, chemische Industrie und Biotechnologie nahmen auch sehr stark zu.

Grafische Darstellung des Anstieges von Hodenkrebs in Finnland
Bildquelle: International Journal of Andrology

Mit dieser industriellen Entwicklung ist die Bevölkerung einer steigenden Zahl an verschiedenen Chemikalien ausgesetzt. Eine Studie im International Journal of Andrology stellte einen Rückgang der Spermien im Ejakulat finnischer Männer fest. Gleichzeitig sind die Erkrankungen an Hodenkrebs deutlich gestiegen.

Im Vergleich zu anderen Ländern Europas, waren Krebserkrankungen am Hoden immer deutlich weniger. Das hat sich durch den rasanten Anstieg der Industrie und Umweltverschmutzung jetzt schnell geändert.

Auch der Bund hat etwas zum Thema Umweltgifte und Unfruchtbarkeit des Mannes geschrieben:

Umweltgifte schaden nicht nur der gegenwärtigen Gesundheit; sie beeinträchtigen wahrscheinlich auch das Leben der Zukunft: Männer mit geringer Spermienkonzentration haben mehr Umweltgifte im Urin. Das belegen die Zwischenresultate einer nationalen Studie zur Fruchtbarkeit angehender Rekruten. Ein gesunder Mann ejakuliert laut der Weltgesundheitsorganisation mindestens 20 Millionen Spermien pro Milliliter Samenflüssigkeit, besser wären 60 Millionen. Der Durchschnitt der jungen Schweizer Männer liegt bei 47 Millionen, wobei Romands deutlich besser abschneiden als Deutschschweizer. Über die Ursache dafür rätseln die Wissenschaftler; zur Debatte stehen unterschiedliche Umweltbelastungen und Lebensstile der Männer oder ihrer Mütter während der Schwangerschaft. [Quelle: Der Bund, Freitag, 04. März 2011]

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Krebs, Unfruchtbarkeit, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, … das ist alles von Mensch gemacht.

Weiterführende Links:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *