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Betrug bei Vorsorgeuntersuchungen

Überall wird uns geraten, so viele Vorsorgeuntersuchungen wie möglich wahrzunehmen, da sie eine effektive Möglichkeit darstellen, bei der Früherkennung von Krebs und anderen schweren Krankheiten zu helfen. Fast jeder kennt das Gefühl der Sicherheit, wenn man nach einer solchen Untersuchung erleichtert aus der Praxis tritt, weil sich nichts auffälliges ergeben hat. Nur wenigen ist dabei klar, dass ein auffälliges oder bereits sehr negatives Testergebnis, das ein mögliches oder bereits vorhandenes Leiden indiziert, für den Arzt nicht immer eine Veranlassung darstellt, dies seinem Patienten mitzuteilen. Im Gegenteil – man hat sogar gute Chancen, dass mit den Ergebnissen rein gar nicht passiert, egal wie sie ausfallen.

Dies brachte eine neue Studie zutage, die von Dr. Lawrence Casalino vom Weill Cornell Medical College durchgeführt wurde. Zusammenfassend erbrachte die Studie folgende Ergebnisse:

Bis zu maximal eines von vier abnormalen, auffälligen Testergebnissen findet niemals das Gehör des betreffenden Patienten und wird stattdessen von den Ärzten rigoros ignoriert.

Dr. Casalino betonte diesbezüglich:

“Failure to report abnormal tests results can lead to serious, even lethal consequences for the patient”

[dt.: Der Fehler, auffällige Testergebnisse nicht mitzuteilen, kann zu ernsthaften, sogar tödlichen Konsequenzen für den Patienten führen.]

Dr. Casalino und sein Team nahmen eine Analyse von 5434 Patientenakten von 23 praktizierenden Ärzten vor und kamen zu dem Schluss, dass ein großer Prozentsatz der abnormen Testergebnisse gar nicht weiter verfolgt und dokumentiert wurde.

Durchschnittlich wurde eines von 14 abnormalen Ergebnissen komplett ignoriert. Bei vielen Ärzten sogar eines von vier.

Vielleicht denken wir in Zukunft zweimal nach, bevor wir uns in Sicherheit wiegen, wenn wir nach Vorsorgetests die Praxis verlassen. Wieder ein Grund mehr, dem Arzt nicht immer blind zu vertrauen. Wenn Sie ein schlechtes Gefühl haben, was Ihren Körper betrifft, bzw. sich sicher sind, dass irgendetwas nicht stimmt, sollten Sie eine weitere Untersuchung bei einem anderen Arzt veranlassen, oder eine ganzheitliche Untersuchung bei entsprechenden Ärzten beanspruchen.

[Quelle: Archives of Internal Medicine, 2009; 169]

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