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Bienensterben durch insektizidgebeiztes Saatgut – „Summ‘ mir das Lied vom Tod“

Wenn wir überhaupt mal etwas aus den Mainstream-Medien über das global zunehmende Bienensterben erfahren, werden vor allem der Klimawandel, der Mobilfunk sowie Parasiten wie die Varroa-Milbe verantwortlich gemacht. Über die katastrophalen Auswirkungen der Pestizide und Insektizide wird sich jedoch um Stillschweigen bemüht.

Das hauptsächlich von der Industrie (BASF, Bayer und Syngenta) finanzierte „Bienenmonitoring“ kommt Jahr für Jahr zu dem Ergebnis, dass die in den 70er Jahren eingeschleppte Varroa-Milbe der alleinige Verursacher für das Bienensterben sei. Wie steht es aber mit der von den Chemiekonzernen mit hohen Profiten in der Landwirtschaft eingesetzten Saatgut-Beize?

Die Pestizide die als Hauptversursacher für das Bienensterben im Verdacht stehen, werden von den Konzernen hergestellt, die auch das Bienenmonitoring finanzieren. Die Industrievertreter sitzen im Projektrat, der den Einfluss der Pestizide untersuchen soll und stellen ihre Labore für die Auswertung zur Verfügung.

NABU-Vizepräsident Christian Unselt:

„Das gegenwärtig in der Bundesrepublik durchgeführte Bienenmonitoring ist nicht in der Lage, die wahren Ursachen des Bienensterbens aufzudecken. Zu wenige Bienenvölker wurden für die Untersuchungen ausgewählt, die Anwendung von Pestiziden auf den anliegenden Feldern wird erst gar nicht untersucht und die statistischen Methoden sind wissenschaftlich zweifelhaft. Das ist schlechte Wissenschaft“. [Quelle]

Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND):

„Die bisherigen Erkenntnisse zu den Ursachen des Bienensterbens sind kein Freispruch für Pestizide. Diese tragen eine wesentliche Mitschuld am Tod vieler nützlicher Insekten und anderer Tiere. Unabhängige Forschungsinstitute müssen endlich wirklichkeitsnah untersuchen, welche Faktoren zum flächendeckenden Bienensterben führen“. [Quelle]

Vor 2000 Zuschauern hatte die Dokumentation „Summ mir das Lied vom Tod“ in der Schweiz seine Premiere.

Regisseur und Produzent Frank Höfer erklärt in seinem Vorwort die Beweggründe für diesen Film:


Videolink: http://youtu.be/BZC-uwL_SQs

In den Medien hört man wenig über das zunehmende Sterben der Bienen. Und wenn man darüber berichtet, bekommt man immer wieder zu hören, der Hauptverursacher für das Bienensterben sei die Varroamilbe.

Was steckt wirklich hinter dem Phänomen? NuoViso besuchte Imker vor Ort und produzierte den Film „Summ mir das Lied vom Tod“, welcher hier in voller Länge zu sehen ist:


Videolink: http://youtu.be/n0ySVMcxLac

Quelle/Produktion: www.nuoviso.tv

Unterstützen Sie NuoViso.TV und erwerben Sie diese Dokumentation auf DVD: www.nuovisoshop.de

More Than Honey

More than HoneyEines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln.

Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. „More than Honey“ entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.


 

 

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Ein Kommentar zum Beitrag

  1. das bienensterben ist bereits viel schlimmer als es dargestellt wird.
    ich bin hobby-imker in landwirtschaft-geprägten norddeutschland.
    mein bienenbestand ist in den letzten 5 – 8 jahren auf nur noch 20 % seiner ursprünglichen größe geschrumpft und auch dieses niveau ist kaum noch zu halten.
    an den varroa-milben liegt es nicht, denn die gab es auch vorher schon und der befall mit ihnen hat nicht signifikant zugenommen.
    ich kenne viele imker, die wegen gleichartiger probleme bereits aufgegeben haben.

    die offensichtliche verdrängung der drastischen folgen dieses problems und die tatenlosigkeit unserer politiker ist für mich erschreckend und beängstigend.

    ich bin sehr gespannt, welche lobby sich durchsetzt:
    die der menschen oder die der unersättlichen multinationalen chemiekonzene gepaart mit denen der ebenso profitgeilen landwirte.

    wie einfach wäre es doch, wenn die vielen schlechten und charakterlosen landwirte, die es nun mal leider nachweislich gab und ganz sicher immer wieder geben wird, kapieren würden, dass sie nicht nur uns und unsere natur, sondern auch sich selbst mit hormonen, antibiotika und krebserrregenden zusätzen im viehfutterfutter und mit dem einsatz hocheffektiver und hochwirksamer, aber leider nicht rückstands- und auch nicht nebenwirkungsfreier genkulturen und agrarchemie gezielt krank machen und nachfolgend ganz sicher ausrotten.

    das allergrößte problem kommt aber noch danach:
    wer soll nämlich dann deren so fürchterlich rücksichtslos angehäuften reichtum ausgeben ????????

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