OrganicAlpha
Startseite > Ernährung > Agrar & Nahrungsmittelindustrie > Biopiraterie: Monsanto erhält Patent auf Melonen

Biopiraterie: Monsanto erhält Patent auf Melonen

Das Bündnis Keine Patente auf Saatgut! hat aufgedeckt, dass der US-Konzern Monsanto im Mai 2010 ein europäisches Patent auf Melonen aus konventioneller Pflanzenzucht erhalten hat (EP 1 962 578).

Es handelt sich dabei um Melonen, die eine natürliche Resistenz gegenüber einer bestimmten Viruskrankheit aufweist. Diese Widerstandsfähigkeit wurde zuerst bei Melonen aus Indien festgestellt und mit Hilfe üblicher Züchtungsverfahren auf andere Melonen übertragen. Diese gelten jetzt als Erfindung der Firma Monsanto.

Greenpeace ist der Auffassung, dass nur technische Anwendungen patentierbar sind. Gene, Pflanzen und Tiere können nicht erfunden, sondern nur entdeckt werden. Sie sind eine Erfindung der Natur. Auch rechtlich ist die Vergabe dieses Melonen-Patentes kritisch zu betrachten.

Christoph Then, ein Sprecher des Bündnisses Keine Patente auf Saatgut! und Patentberater für Greenpeace, argumentiert:

Dieser Fall ist ein Missbrauch des Patentrechtes, denn es handelt sich bei der Melone um keine Erfindung. Das Patent steht insbesondere im Widerspruch zum Verbot der Patentierung von konventioneller Züchtung. Zudem handelt es sich um einen Fall von Biopiraterie, bei der ein US-Konzern versucht, ursprünglich indisches Saatgut als sein Eigentum zu beanspruchen.

Weiterlesen auf Greenpeace.de

Ein Kommentar zum Beitrag

  1. Zum Teufel mit diesen MONSANTO-Giftmischern!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *