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Biotech-Konzern Oxitec setzt Millionen genmanipulierter Moskitos aus

Einfach mal genmanipulierte Insekten auf die Natur loslassen und sehen was passiert… so kann man Forschung natürlich auch betreiben.

Wissenschaftler des britischen Biotechnologie-Giganten Oxitec haben vor Kurzem eine genetisch veränderte Stechmücke entwickelt, die sich nicht erfolgreich fortpflanzen kann, wenn sie nicht ein bestimmtes chemisches Antibiotikum erhält [das heißt durch das Antibiotikum, das in freier Natur nicht vorkommt, wird das Transgen, das zum Absterben der Larven führt, »ausgeschaltet«].

Das Unternehmen hat vor einiger Zeit schon Millionen dieser genmanipulierten Moskitos auf den Kaimaninseln ausgesetzt, um zu sehen, was wohl passiert – allerdings ohne angemessene Genehmigung oder Ankündigung, was bei Experten und auch der Öffentlichkeit Verärgerung auslöste, da die Folgen eines solchen unverantwortlichen Experiments nicht abzuschätzen seien.

Oxitec hatte die Mücken bereits im vergangenen Jahr freigelassen, die Öffentlichkeit aber erst vor Kurzem informiert. Das Unternehmen rechtfertigt seine Entscheidung damit, dass die transgenen Stechmücken dazu beitragen könnten, die Verbreitung von Dengue-Fieber einzudämmen, indem die wildlebenden Mücken verdrängt oder beseitigt werden. Aber niemand weiß wirklich, was geschieht, wenn diese genmanipulierten Mücken Tiere oder Menschen stechen, oder welche Wirkung ihre veränderten Gene in der Wechselwirkung mit ihrer lebenden Umgebung entfalten.

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