OrganicAlpha
Startseite > Ernährung > Landwirtschaft > Blühende Landschaften mit fruchtbarer Schwarzerde (Terra Preta)

Blühende Landschaften mit fruchtbarer Schwarzerde (Terra Preta)

Betrachten wir unsere heutige Landwirtschaft sehen wir ein großes Problem: Wir bauen in Monokulturen an, wir haben einen gewaltigen Einsatz an Chemikalien (Pestiziden), wir zerstören die Fruchtbarkeit der Böden, wir holzen Wälder ab um fruchtbare Anbauflächen zu erhalten, …

Unsere Altvorderen waren hier viel klüger. Sie wussten wie man den Boden fruchtbar macht und fruchtbar hält. Die Indios nutzten schon vor 7.000 Jahren die Fruchtbarkeit von Schwarzerde.

In den 1980er Jahren entdeckten Archäologen, dass zehn Prozent der Fläche Amazoniens mit teils meterdicken Schichten der Schwarzerde bedeckt war. Das erstaunlichste daran: Die Bodenform war nicht natürlich, sondern von Menschenhand erschaffen worden. Indios verwandelten die nährstoffarmen Böden des Regenwaldes in fruchtbarste Erde, indem sie ihre Siedlungsabfälle unter Luftabschluss einige Monate fermentieren ließen und mit Holzkohle vermischten.

2006 ist es einem Forscherteam um den Bodenexperten Joachim Böttcher gelungen, das Verfahren nachzuahmen; seither verbreitet sich die uralte Kulturtechnik in Mitteleuropa. Im Vergleich zur üblichen Abfallverrottung spart Schwarzerde 95 Prozent Treibhausgase. Zudem könnte Schwarzerde bedrohte Bauern vor der Abhängigkeit von Agrarkonzernen retten. Sie belebt selbst trockene Böden, wie erste Experimente in der Sahara belegen und lässt die Pflanzen grösser, resistenter und ertragreicher wachsen als Kunstdünger.

Weiterlesen auf taz.de über die besonderen Potenziale der Terra Preta

Terra Preta: Die Schwarze Erde – Marko Heckel und Dr. Haiko Pieplow

Die Menschheit steht vor einem Ressourcenproblem: Während die Weltbevölkerung rasant wächst, schrumpfen auf Grund jahrzehntelanger Fehlbewirtschaftung und Ausbeutung unserer Böden die noch brauchbaren Ackerflächen dramatisch. Mit Terra Preta scheint eine Lösung gefunden zu sein, und das nicht nur für das Ernährungsproblem.

Katrine Eichberger im Gespräch mit Marko Heckel und Dr. Haiko Pieplow über das unglaubliche Potential der Terra Preta als nachhaltiges Landnutzungssystem.


Videolink: https://youtu.be/Zeiv_Fix5rs

Terra Preta

Terra PretaDie schwarze Revolution aus dem Regenwald: Mit Klimagärtnern die Welt retten und gesunde Lebensmittel produzieren

Terra Preta do Indio lautet der portugiesische Name für einen Stoff, dem man wundersame Eigenschaften zuschreibt. Die Presse überschlägt sich mit Berichten über das ‚Schwarze Gold‘, die Wissenschaft glaubt mit der Schwarzerde aus dem Regenwald zwei der größten Menschheitsprobleme lösen zu können – den Klimawandel und die Hungerkrise.

Das Gute daran: Jede(r) kann mithelfen, denn seit 2005 ist das Geheimnis um die Herstellung der Wundererde gelüftet – ein Geheimnis, welches mit dem Niedergang der einstmals blühenden Indianerkulturen Amazoniens verloren zu gehen schien. Die Rezeptur mutet dabei erstaunlich einfach an, denn mehr als Küchen- oder Gartenabfälle, Holzkohle und Regenwürmer sind nicht nötig – Terra Preta ist somit auf jedem Balkon und in jedem Kleingarten herstellbar.

Das Autorentrio Scheub, Pieplow und Schmidt hat sich auf Schatzsuche begeben und das Wissen um die fruchtbarste Erde der Welt in einem kundigen Führer zusammengetragen. Neben einer fundierten Gebrauchsanweisung zur Herstellung von Terra Preta und Biokohle (biochar) informiert das Handbuch über die Grundprinzipien von Klimafarming und Kreislaufwirtschaft. Es ist ein flammendes Plädoyer gegen Kunstdünger und Gentechnik und ein unerlässlicher Ratgeber für alle, denen gesunde Lebensmittel am Herzen liegen.

Schwarzerde selbst herstellen um seinen eigenen Garten in ein kleines blühendes Paradies zu verwandeln:
www.triaterra.de

Ein Kommentar zum Beitrag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *