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BVL genehmigt genmanipulierte Zuckerrüben von Monsanto

Wie das Umweltinstitut München berichtet, hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) entgegen aller Proteste ein Freilandexperiment mit genmanipulierten Zuckerrüben von Monsanto in Ostdeutschland genehmigt.

Das Umweltinstitut München schreibt:

Monsanto darf die transgenen Pflanzen nun in Nienburg/Saale (Sachsen-Anhalt) und weiteren Standorten anbauen. Kritiker stufen den Anbau genmanipulierter Zuckerrüben als besonders gefährlich ein.

Gegen den Versuch hatten das Umweltinstitut München und etwa 20.000 Verbraucher bei Landwirtschaftsministerin Aigner protestiert.

Für besonders fragwürdig hält das Umweltinstitut München, dass der Versuch offensichtlich nicht der Wissenschaft, sondern der Durchsetzung einer kommerziellen Anwendung dienen soll. Ein entsprechender Antrag wurde von der KWS und Monsanto schon vor mehreren Jahren eingereicht. Bereits seit 1999 werden Freisetzungsversuche mit dieser Zuckerrübe durchgeführt.

Anja Sobczak, Referentin für Gentechnik beim Umweltinstitut München:

„Ein weiterer Freilandversuch ist absolut überflüssig. Die erneute Zulassung der Genrüben-Freisetzung stellt die Interessen der Industrie wieder mal vor den Verbraucherschutz“.

Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstitut München, übt scharfe Kritik an der Bundeslandwirtschaftsministerin:

„Ilse Aigner hat ein weiteres Mal bewiesen, dass der Gentechnikausstieg der CSU eine Mogelpackung ist. Immer wenn es drauf ankommt, wird pro Gentechnik entschieden.“

In den USA war der Anbau der Gen-Rübe aufgrund von nicht ausreichenden Sicherheitsprüfungen zunächst verboten, wurde dann jedoch auf Druck der Gen-Lobby wieder zugelassen. Die lieben Monsanto-Freunde sitzen in der Regierung.

Ergebnisse von Sicherheitsprüfungen liegen also keine vor, sehr wohl aber Studien die die Gefährlichkeit von Monsantos Unkrautvernichtungsmittel Roundup belegen. Monsanto hat in seine Zuckerrüben ein Resistenz-Gen gegen sein Totalherbizid mit dem Wirkstoff Glyphosat eingebaut.

Quelle und weitere Infos: http://umweltinstitut.org/

Da die Biochemie-Konzerne keine Chance haben ihre Gentechnik direkt auf den Markt und unter die Menschen zu bringen, erreichen sie ihr Ziel mit der Masche der zahlreichen Testfelder. Durch die Testfelder werden andere Pflanzen kontaminiert. Die Genmanipulation breitet sich aus und wenn dann irgendwann sowieso die Natur voll von Gentechnik ist, steht auch der Zulassung nichts mehr im Wege.

Ein Kommentar zum Beitrag

  1. Die Gen-Lobby ist allmächtig. Da sie überall in der Regierung sitzt.
    Aber niemand geht da auf die Strasse und fordert ein weltweites Verbot von Monsanto.

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