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Das Milliardengeschäft mit unserem Trinkwasser

Sorina lebt mit ihren 6 Kindern in einem Slum in Manila. Die Cholera haben sie nur knapp überlebt. Das verschmutzte Leitungswasser hatte sie infiziert. Mineralwasser in Flaschen kann sich Sorina nicht leisten. Manila, die Metropole der Philippinen, hat die staatliche Wasserversorgung privatisiert und internationale Konzerne übernahmen das Wassergeschäft.

Sie versprachen sauberes, billiges Wasser und neue Anschlüsse – doch stattdessen explodierten die Preise und die Qualität sank.

Nach UNO-Angaben mangelt es weltweit mehr als 1,1 Milliarden Menschen an sauberem Wasser, was zu mehr als drei Millionen Todesfällen im Jahr führt.
[Anmerkung: Vor allem in Afrika. Die Pharmaindustrie macht gerne AIDS für diese Opfer verantwortlich – dabei mangelt es diesen Menschen nur an sauberem Wasser und ausreichenden, gesunden Nahrungsmitteln. Idee: Wie wäre es denn wenn man, anstatt jährlich Milliarden in Pharmaprodukte zu investieren, die diesen Menschen verabreicht werden, einfach mal mit diesen Geldern für sauberes Trinkwasser sorgen und eine richtige Nahrungsmittelversorgung sicherstellen würde. Mit diesem Geld wäre das überhaupt kein Problem! Nachteil dabei: plötzlich würden die Menschen wieder gesunden und die „AIDS-Pandemie“ würde schlagartig verschwinden. Das wäre nicht so gut – für die Industrie.]

Dieses Wasserchaos droht in Deutschland nicht. Aber auch hier verkaufen immer mehr Kommunen ihr Wasser an große private Wasserversorger. Zum Beispiel Berlin, das sich für 1,7 Milliarden Euro die Hälfte seiner Wasserversorgung von den „global player“ RWE und Veolia abkaufen ließ.

Seit 2004 müssen die Berliner 15 Prozent mehr Gebühren zahlen, in diesem Jahr kommen noch mal 5,4 Prozent dazu, denn RWE/Veolia wurde für 29 Jahre eine Rendite von 8 Prozent pro Jahr garantiert.

Auch in Buenos Aires hat die Privatisierung zu exorbitant steigenden Preisen geführt, genauso wie in Teilen Uruguays. Zwar ist dort in der Verfassung festgeschrieben, dass Trink- und Abwassersysteme ausschließlich öffentlich betrieben werden dürfen, doch Präsident Tabaré Vázquez sieht keinen Anlass, den europäischen Wasserkonsortien Aguas de la Costa ( = Suez aus Frankreich) zu kündigen.

Seitdem die Wasserversorgung des Küstenstreifens nördlich von der Touristenhochburg Punta del Este privatisiert wurde, stieg der Preis auf das 7 bis 16-fache des uruguayischen Durchschnitts und kostenlose Wasserstellen wurden abgeschafft.

Dass vor allem die Franzosen eine Vorreiterrolle auf dem Gebiet der privaten Wasserversorgung innehaben, ist kein Zufall: Acht von zehn Franzosen beziehen ihr Wasser von einem privaten Anbieter. Auch in Frankreich ist das nicht unumstritten, denn nur drei Konzerne machen den größten Teil des Geschäftes. Ihr Vorgehen ist oft dubios: mangelnde Transparenz der Vertragsinhalte, saftige Preiserhöhungen und Monopolpraktiken.

Die Gemeinden sind nicht in der Lage, die von den Privatunternehmen erstellten Rechnungen auf sachliche Richtigkeit zu prüfen. Solche Missstände, die seit Jahren durch öffentliche Untersuchungen aufgedeckt wurden, zeigen zweifellos eine Form der strukturellen Korruption. Deswegen wächst in vielen Städten der Widerstand gegen den Ausverkauf des guten Wassers.

Wasser ist zum Top-Thema der Globalisierungsdiskussion geworden. Trinkwasser muss in öffentlicher Kontrolle bleiben, fordern die Privatisierungsgegner. Wasserleitungen sind immer nur Einmal vorhanden, echte Marktwirtschaft könne es nicht geben, so die Kritiker. Deswegen sei hier die Monopolisierung vorprogrammiert. „Wasser ist Lebensgrundlage und nicht fürs Globalisierungmonopoly“.

Doch Multis wie Nestlé oder Danone haben es längst geschafft, Europäer und Amerikaner „an die Flasche“ zu bringen. Mineralwasser ist ein Boomprodukt. Statt billigeres Wasser aus dem Hahn trinken wir Deutschen allein mehr als 120 Liter Evian, Vittel oder etwa Gerolsteiner pro Jahr und bezahlen gerne das Hundertfache dafür.

Flaschenwasser verspricht Jugend, Fitness und ist ein Produkt mit lukrativer Gewinnspanne, vor allem in den Schwellenländern, wo die Wasserversorgung den Menschen kein trinkbares Wasser zu liefern vermag.
[Anmerkung: Einmal deutlich ausgedrückt: Flaschenwasser ist Dreckswasser! Jedes Wasser, abgefüllt in Plastikflaschen ist hochbelastet mit Hormonen, Weichmachern und anderen Giftstoffen. Wasser mit Kohlensäure versetzt übersäuert den Organismus, tut dem Körper absolut nichts Gutes. Fazit: Wasserfilter (z.B. Umkehrosmosefilter) besorgen und nur noch stilles Wasser aus der Leitung trinken. Das ist 100mal besser als jede Brühe aus der Plastikflasche und spart außerdem sehr viel Geld.]

Die Dokumentation beleuchtet das Wasser-Geschäft, fragt nach den Akteuren, den Interessen und den Folgen für die Kunden. Wenn es nach der Welthandelsorganisation ginge, dann würde der Wassermarkt komplett liberalisiert und Wasser wäre eine Ware, vermarktet wie Computer oder Schokoriegel. Ein Film von Tilman Achtnich.


Videolink: https://youtu.be/omF6BEkg5f8

 

3 Kommentare zum Beitrag

  1. Guten Tag,

    zu diesem Thema eine kleine Anmerkung:

    wir haben beruflich mit der Finanzierung von Erfindungen zu tun. Uns liegt seit geraumer Zeit ein Patent/Verfahren zur 100%igen, super billigen Wasserreinigung noch vor der Überleitung in die öffentlichen Leitungen (Be- und Entwässerung = völlig keimfrei – z.B. keine Cholera mehr – überall sauberes Wasser – es ist keine nachträgliche Filterung), wo wir (nach einigen sehr dubiosen Vorfällen !) nicht mehr an eine weltweite Verbreitungsmöglichkeit im Namen der Gesundheit glaube. Hinter jedem Interessenten stand bisher (bei misstrauischer Analyse des jew. Gesprächspartners) doch nur ein Unternehmen, welches doch nur den Kauf „für den firmeninternen Panzerschrank“ plante.

    Wahrscheinlich wird es noch viele Jahre dauern, bis man die Welt damit beglücken kann.

    Unsere bisherigen Erkenntnisse: Politiker glauben einem das nur dann, wenn Ihnen Analytiker von einem großen Konzern dies alles bestätigen und bescheinigen. Daher sollen wir das doch bitte den Konzernen zur Prüfung geben (das werden wir nicht tun – der Diebstahl ist vorprogrammiert und das Testergebnis können wir erahnen). Mediziner haben auch kein Interesse, dies labormäßig nachzuprüfen und das dann öffentlich zu kommentieren (warum eigentlich nicht ?) und Botschafter von Dritte-Welt-Staaten, für die das „das Non plus Ultra“ für die dortigen Wasserprobleme wäre, sind zuerst hochinteressiert, versprechen dann auch viel, wollen dann aber das Verfahren im Vorfeld zu 100% offengelegt haben. Wenn man dann aber alternativ zur Offenlegung des Verfahrens als ersten Schritt „nur“ einen Beweis anbietet („wir beweisen Ihnen die Wirksamkeit – wo wollen Sie es testen und labormäßig prüfen usw.“), ist das Verfahren (wegen mangelnder eigener Verdienstmöglichkeit ?) plötzlich doch nicht mehr so interessant.

    So wird es wohl noch viel mehr geben, was der Menschheit nutzen würde, aber aufgrund spezieller Interessen (oder auch bei anderen = Eigeninteressen) noch nicht bekannt ist. Da die Monopolisierung voranschreitet (siehe Petition „Heilpflanzen“), sehe ich wenig Besserung in Sicht.

    Viel Erfolg weiterhin mit Ihren Aufklärungen

    Gruss

    Bernd Schulz

  2. Guten Morgen,
    ein Gruß zum „Aufwachen“. Wasser ist ein sehr sensibles Wesen, das noch lange nicht alle seiner Geheimnisse preisgegeben hat, wie die Wissenschaft immer wieder feststellt. Aufmerksamkeit was in unserer Mitwelt passiert ist meines Erachtens nicht genug. Es gilt die Wirklichkeit und wahres Wissen den interessierten und begeisterungsfähigen Menschen nahe zu bringen, damit wir unser Leben wieder selbst denkend in Hand nehmen. In diesem Sinn arbeite ich seit 10 Jahren mit einer deutschen Firma zusammen , die 30 Jahre Erfahrung in biologischen Prozessen der Mitwelt hat und weltweit ganzheitliche, ökonomisch-ökologische Lösungen zum Wohl von Menschen, Tieren, Pflanzen und Wasser mit großem Erfolg anbietet und umsetzt. Es liegt an Ihnen Allen an diesem reichen Erfahrungsschatz von vielen tausenden Kunden, die laufend in Fortentwicklung einfließen, teilzuhaben. Bieten Ihnen diese Voraussetzungen einer langen erfolgreichen Umsetzung der Wasserrevitalisierung und -hygienisierung nicht auch eine gewisse Sicherheit, das Richtige für sich und Ihre Mitwelt zu tun?
    „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“
(Dante Alighieri).
    Wir gehören zu denjenigen, die zum Wohlbefinden und zur Freude der Menschen und Tiere beitragend, handeln.
    Wenn Sie mehr erfahren wollen, wie Sie mehr Freude und Wohlbefinden in Ihr und das Leben Ihrer Mitmenschen bringen können, wenden Sie sich bitte an mich.
    Herzlichst Ihr
    Erich Brunner aus München

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