Der Alltag – Eine Gesellschaft auf Drogen
25. May 2010 von Gesundheitsapostel | 8 Kommentare
Die Wahrheit ist, dass so gut wie jeder Mensch in den westlichen Industrienationen den ganzen Tag auf Drogen ist.
Drogen sind nämlich sämtliche Substanzen, die Funktionen im Organismus verändern.
Ein Durchschnittsmensch würde natürlich empört aufschreien und weit von sich weisen, in irgendeiner Form drogenabhängig zu sein.
Nennt man ihm dann die Liste alltäglich konsumierter und gesellschaftlich völlig akzeptierter Drogen, die einzig aus dem Grund verwendet werden, vor der Realität zu fliehen und durch einen Kick kurzfristig Abzuschalten oder sich Genuß zu verschaffen, bleibt ihm wohl die Luft weg:
Zucker, Kakao, Glutamat, Koffein, Nikotin, Alkohol, Milch, Fleisch, Getreide, Schmerzmittel und weitere Medikamente, TV, Internet, verschiedene Sportarten (Freisetzung von Endorphinen und Opiaten) und nicht zu vergessen Sex.
Jeder von uns konsumiert bzw. setzt einen Großteil dieser Drogen täglich in seinem Körper frei, ist sich jeoch oftmals nicht bewusst, dass es sich um sehr stark wirksame Substanzen haben, die zusammengefasst vor alleim eins tun: schöne Gefühle von Glück, Geschmack, Entspannung, Wohlbehagen Ekstase, zu erzeugen. Sie wirken über Neurotransmitter im Gehirn hochgradig psychoaktiv.
Meistens werden Endorphine ode Exorphine freigesetzt. Diese docken an die körpereigenen Opioptid-Rezeptoren an und wirken so wie Morphium.
An dieser Stelle soll es jedoch nicht darum gehen, den Einzelnen zu verteufeln, sondern die gesellschaftliche, soziologische Dimension und die Zusammenhänge zwischen Drogenkonsum und dem kollektiven Verhalten unserer „Gemeinschaft“ aufzuzeigen. Jeder hat ein Recht darauf, das zusich zu nehmen, was er will. Ich möchte nur aufzeigen, dass es kein Zufall ist, dass heutzutage gerade Drogen verwendet werden, die uns gefügig machen (Getreide, Milch, Medikamente, TV ) und uns einen kurzfristigen Kick geben (Zucker, Sportarten, Sex).
Unser Körper besitzt ja sogar selbst die Fähigkeit, körpereigene Drogen herzustellen und dies hat auch seinen Sinn. Weniger sinnvoll ist es, wenn der Organismus von außen stimuliert wird, um einen Zustand aushalten zu können, der eigentlich unerwünscht ist.
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1. Andreas Wellkamp
Kommentar vom 25. May 2010 um 20:31
Soso, Milch, Brot, Sport und Sex sind also genau so “Drogen” wie Ecstasy, Kokain und Heroin.
Ich habe nur nicht ganz verstanden, worauf der Autor nun hinauswill:
Will er Ecstasy und Co. in ihrer Gefährlichkeit relativieren, indem er behauptet “alles ist Droge”?
Oder will er aussagen, daß uns Milch, Brot, Sport und Sex “gefügig gegenüber dem System” machen? Und was wäre dann die Alternative? Wasser, Tofu, Rumgammeln und Enthaltsamkeit?
Also entweder ist das pure Drogenapologetik oder lebensfremde “meidet alles”-Ideologie.
In beiden Fällen frage ich mich, was das soll und was das mit “gesundheitlicher Aufklärung” zu tun hat?
Oder trägt hier jeder seine persönliche Verschwörungstheorie zu Markte, wieso das, was die einen als gesund ansehen (Sport, Brot), in Wahrheit des Teufels liebstes Spielzeug ist?
2. Iwax
Kommentar vom 26. May 2010 um 12:00
@Andreas Wellkamp
ich glaube du verstehst den Autor nicht richtig. Er zeigt dir auf wie verschiedene dinge dich abhängig machen OHNE DAS DU ES MERKST.
Z.B. hat man als sportler den drang sich zu bewegen und manche menschen finden es für ihren gesellschaftlichen Wert gut mal einen Hummer oder Austern zu verzehren, während dieser zeit haben sie das “besser sein” Gefühl.
Und das TV hebt diese SUCHT nach dem “besser sein” gefühl extrem hoch.
UND WENN DU SÜCHTIG NACH SPORT,Gesundheit oder Sex bist , dann bist du aufjedenfall nicht gesund sondern SUCHTKRANK!!
du musst das System verstehen, seit den zeiten des Römischen Reiches ist das motto “BROT UND SPIELE”. vom brot/nahrungsmittel sind wir abhängig, da wir sie zum leben brauchen. Sie wollen die Spiele/die Trends in unserem Gehirn etablieren in dem sie unsere natürlichen Menschlichen Gefühle dafür missbrauchen.
BESPIEL:: fast jeder Mensch heutzutage denkt NICHT mehr rational sondern handelt nach dem Gefühl was ihn besser fühlen lässt ! stichwort: Bio-Nahrung
3. Andreas Wellenkamp
Kommentar vom 28. May 2010 um 17:57
Es ist ja eine Tautologie bzw. Binsenweisheit, zu sagen “wenn du süchtig bist, bist du suchtkrank”.
Ist es nicht gerade eine bestimmte Szene, die eher an die Emotion appelliert und nicht mit rationalen Argumenten kommt? Die Hälfte der sogenannten “Esoterik”-Szene basiert doch auf Gefühlen und nicht auf harten Fakten und rational logisch nachvollziehbaren Grundlagen, s. Lichtnahrung und Co.
Den Eindruck habe ich auch, aber nicht beim sogenannten Mainstream.
4. V
Kommentar vom 31. May 2010 um 00:14
“Soso, Milch, Brot, Sport und Sex sind also genau so “Drogen” wie Ecstasy, Kokain und Heroin.”
Ja natürlich, sie setzen Endorphine frei. In ihrer Wirkung sind sie subtiler.
“Will er Ecstasy und Co. in ihrer Gefährlichkeit relativieren, indem er behauptet “alles ist Droge”?”
Okay, ich wusste nicht, dass dieser Aspekt nicht klar ist. Ecstasy und Co sollte keineswegs relativiert werden. Auch wenn ich die Gefährlichkeit bei diesen Substanzen als sehr gering einschätze. (jährlich mehr als 100.000 Alkoholtoten stehen ca 1500 an illegalen Drogen gegenüber in Deutschland)
“Oder will er aussagen, daß uns Milch, Brot, Sport und Sex “gefügig gegenüber dem System” machen? Und was wäre dann die Alternative? Wasser, Tofu, Rumgammeln und Enthaltsamkeit?”
Ja und Nein. Wiegesagt, mir geht es um die gesellschaftliche Dynamik. Ich bin selbst leidenschaftlicher Milchtrinker, esse Brot, Süßigkeiten usw.
Es ist einfach so, dass die Einnahme dieser Substanzen in Wechselwirkung damit steht, wie unserer Gesellschaft funktioniert. Wenn es morgen diese Dinge nicht mehr geben würde, würde das gesamte westliche Gesellschaftssystem zusammenbrechen. Vor allem TV sowie Milch und Getreide schafft erst die Vorraussetzung dafür, dass 99% der Menschen gemütlich auf ihrem Sofa sitzen und es ihnen scheißegal ist, was in der Politik usw. passiert.
“Also entweder ist das pure Drogenapologetik oder lebensfremde “meidet alles”-Ideologie.
In beiden Fällen frage ich mich, was das soll und was das mit “gesundheitlicher Aufklärung” zu tun hat?”
Weder noch. Lesen Sie nochmal genauer, es ging mir nicht um den Einzelnen. Der Aspekt der Gesundheit ist sowieso nochmal ein ganz Anderer.
“Oder trägt hier jeder seine persönliche Verschwörungstheorie zu Markte, wieso das, was die einen als gesund ansehen (Sport, Brot), in Wahrheit des Teufels liebstes Spielzeug ist?”
Okay, jetzt merke ich, dass Sie den Text anscheinend nicht verstehen wollen, zumindest nicht verstanden haben. Es geht in dem Text nicht primär um Gesundheit. Sport und Brot hat auch eine “gesundheitliche” Komponente und ich denke, gutes Brot ist in der Tat gesund.
Aber was hat das mit der Wirkung zu tun? Nichts. Es ging mir nicht um Gesundheit sondern, was Getreide im Menschen auslöst.
Versuchen Sie mal eine Woche ohne Milch, Getreide und Zucker zu leben, Sie werden merken, was ich meine
5. Dennis Schulz
Kommentar vom 22. July 2010 um 22:01
Ich glaube das es zwischen den Begrifflichkeiten Abhängigkeit, Droge, Sucht, Hormone schon eindeutige Unterschiede bestehen. Jedoch muss ich dem Autor des Artikels beipflichten das es bei all diesen Begriffen schwimmende Grenzen gibt. Natürlich ist klar, das gewisse Abhängigkeiten im Leben bestehen z. B. die nach Zucker,Getreide etc. . Auch klar ist das gewisse Dinge im Alltag drogen ähnliche Wirkungen auf uns haben. Ob die Gesellschaft aber auf Droge deswegen ist möchte doch stark bezweifeln, außer man weitet den Begriff Droge so weit aus das ein Überbegriff für die oben genannten Begriffe darstellt. Zumindest bedeutet für mich auf Droge zu sein, das die / der Betroffene seinen Alltag nicht mehr bewältigt bekommt und dadurch einen sozialen Abstieg erfährt…
Nun ja trotzdem interessante Kernaussage ist dem Artikel vorhanden…
Gruß Dennis Schulz
6. Armin Götz
Kommentar vom 27. August 2010 um 18:11
Ich bin der Meinung, dass der Autor diesen Artikel in einer Weise geschrieben hat, die sich GEGEN das derzeitige “System” wehrt, nicht aber FÜR die individuelle “Freiheit” des Individuums ausspricht.
Bewusstseinsverändernden Substanzen zu seinem eigenen Vorteil zu benutzen (zum Beispiel zur Gesundung, Leistungssteigerung oder Entspannung) stellt kein ethisches, noch ein soziales Problem dar.
Einzig und allein die Aufklärung über die Wirkweisen der Substanzen, sollte jedem Menschen zugänglich gemacht werden, sollte Teil der Allgemeinbildung werden.
Nur so ist verantwortungsbewusster Konsum von “Drogen” überhaupt möglich.
Ich finde, Sport und diverse andere “normale” Dinge, als Drogen zu bezeichnen finde ich unfreiwillig komisch.
Bitte nächstes Mal so schreiben, dass auch “normale” Menschen die Message verstehen können und nicht kopfschüttelnd den Browser schließen.
Vielen Dank
Armin Götz
7. Wilhelm Stammen
Kommentar vom 10. January 2012 um 16:05
Der Alltag – Eine Gesellschaft auf Drogen,
bitte nur darum, diesen Artikel weiter lesen zu dürfen bzw. zu können. Habe mich dort angemeldet, finde aber nicht den entsprechenden Bereich!
Versuche das seit einer halben Stunde, ohne Erfolg, werde nicht weiter geleitet oder finde es eben nicht!
Dank und Gruß
8. Gesundheitsapostel
Kommentar vom 10. January 2012 um 16:36
Hallo Wilhelm,
vielen Dank für Deinen Hinweis! Der Weiterlesen-Link war nicht mehr gültig, aber ist nun aktualisiert!