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Der „grüne“ Ölkonzern BP färbt Meere schwarz

Wenn Kapitalismus über Umweltschutz geht. Dann ist die ein oder andere ökologische Katastrophe nicht mehr so wichtig.

Im Golf von Mexiko gab es am 20. April auf der Ölbohrinsel Deepwater Horizon vom englischen Ölkonzern BP eine Explosion. Dabei verloren elf Arbeiter das Leben und es gelangten mehrere millionen Liter Öl – täglich 800 Tonnen –  ins Meer. Um eine Ausbreitung der Ölpest zu verhindern, werden außerdem hunderte Tonnen an Chemikalien eingesetzt.

Solch eine Tragödie ist leider kein Einzelfall. Innerhalb von nur 10 Jahren gab es allein auf Ölförderanlagen im Golf von Mexiko 69 Todesopfer, 1.349 Verletzte und 858 Brände oder Explosionen!

Würden die Ölkonzerne mehr auf die Sicherheit achten und sich für Umweltschutz interessieren, hätte ein Großteil dieser Unfälle verhindert werden können. Doch Sicherheitskontrollen werden gerne umgangen und falsche Gutachten werden erstellt, Politiker erhalten großzügige Spenden (sprich: werden bestochen) und viele Millionen werden außerdem in die Werbung gesteckt, um das angekratzte Image hin und wieder etwas aufzupollieren.

Und was sagt der Chef von BP dazu?

“The Gulf of Mexico is a very big ocean. The amount of volume of oil and dispersant we are putting into it is tiny in relation to the total water volume”. („Der Golf von Mexiko ist ein sehr großer Ozean. Die Menge des Ölvolumens, das wir hineingeben, ist winzig in Relation zu dem gesamten Wasservolumen“.) Quelle: mediaite

Was ist das für eine Aussage? Der Golf von Mexiko ist ein sehr großer Ozean? Wie intelligent muss man sein, um Chef von BP werden zu können … ?

Als umweltfreundlich wollte der Ölkonzern gelten, dafür investierte BP Millionen in PR-Kampagnen. Viel mehr als in umweltfreundliche Technologien. Das rächt sich nun. Sendung vom 12.05.2010, 23.05 Uhr, NDR Zapp www.ndr.de/zapp. Greenwash: Wie BP jahrelang ein grünes Image vortäuschte.

[Video leider nicht mehr vorhanden :-(]

Weiterführende Links:
Die BP-Ölkatastrophe und der amerikanische Kapitalismus
Ölpest: Fälschen von Sicherheitstests „üblich“
Ölindustrie lässt sich nicht aufhalten

Siehe auch

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4 Kommentare zum Beitrag

  1. Man muss sich mal vorstellen, wie das mit der Ölpest im Meer weitergehen soll. Offenbar sind angesichts der Rückschläge und des Ausmaßes der Ölpest nun auch die Verantwortlichen bei BP – immerhin einer der größten und damit einflussreichsten Konzerne der Welt – verzweifelt. Der Geschäftsführer des Unternehmens, Bob Dudley, räumte am Sonntag ein, dass die Ölpest „katastrophal“ sei. Die Frage ist einfach, wann hört das auf und die Frage, die meines Erachtens nie gestellt wird ist, welche Konsequenzen zieht man daraus????????

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