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Des Pfizers neue Kleider

Aus Pressemitteilungen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWiG vom 24.11.2009 aus Anlass der Bewertung dreier Antidepressiva:

Nutzen des Antidepressivums Reboxetin ist nicht belegt

„In seinem Anfang Juni 2009 veröffentlichten Vorbericht hatte das IQWiG lediglich die Bewertungsergebnisse von Bupropion XL uneingeschränkt präsentieren können. Für Mirtazapin hatte es die Aussagen unter einen Vorbehalt stellen müssen, weil nicht auszuschließen war, dass Studiendaten, die der Hersteller Essex Pharma nicht zur Verfügung gestellt hatte, das Ergebnis maßgeblich beeinflussen könnten. Bei Reboxetin verzichtete das IQWiG völlig auf eine Auswertung der bis dahin öffentlich zugänglichen Studiendaten. Denn es war offenkundig, dass der Hersteller, die Firma Pfizer, knapp zwei Drittel aller bislang in Studien erhobenen Daten unter Verschluss hielt und eine Auswertung der verfügbaren Daten allein ein verzerrtes Bild ergeben hätte. Trotz mehrfacher Anfragen hatte sich Pfizer bis dahin geweigert, dem IQWiG eine Liste aller publizierten und unpublizierten Daten zur Verfügung zu stellen.“


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Dazu passt auch folgende Meldung vom Ärzteblatt:

Antidepressiva erhöhen Schlaganfallrisiko

Die Einnahme von Antidepressiva war in einer prospektiven Beobachtungsstudie in den Archives of Internal Medicine (2009; 169: 2128-2139) mit einer erhöhten Rate von Schlaganfällen und einer erhöhten Gesamtsterblichkeit assoziiert. Für Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wurde ein erhöhtes Risiko von hämorrhagischen Insulten gefunden.

Seit den 90er-Jahren haben sich in den USA die Verordnungen von Antidepressiva verfünffacht. Immer häufiger werden auch Patienten mit leichteren Depressionen behandelt, darunter sind viele postmenopausale Frauen.
Quelle: aerzteblatt.de

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