Die Cholesterin-Theorie der Herzkrankheit ist Unsinn
10. January 2010 von Gesundheitsapostel | 2 Kommentare
Seit Jahren versuche ich die Leute davon zu überzeugen, dass das vorherrschende Paradigma gegen Cholesterin und gesättigte Fettsäuren nicht nur Unsinn, sondern sogar gefährlich ist. Meine Einstellung ist durch zwei neue Studien bestätigt worden, doch deren Ergebnisse werden – ganz im Gegensatz zu denen der mit großem Medienaufwand begleiteten Forschung, die in Cholesterin den Hauptfeind sieht – von den Mainstream-Medien in der Berichterstattung über Gesundheitsfragen ignoriert.
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Der Betreiber dieser Website ist weder Arzt noch Mediziner und bietet seine Informationen nicht als gesundheitliche Beratung an. Die Informationen stellen keine Beratung des einzelnen Benutzers und keine medizinischen Fachinformationen dar. Die dargestellten Informationen können daher den individuellen Rat oder Behandlung eines Arztes oder Heilpraktikers nicht ersetzen. Es wird dringend davon abgeraten, die angebotenen Informationen als Selbstbehandlungshinweise zu benutzen. Im Erkrankungsfall ist auf alle Fälle ein Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.














































1. Rumpelstilzchen
Kommentar vom 18. June 2010 um 14:07
Die Cholesterin-Theorie bei der Genese von Schlaganfall/KHK/Herzinfarkz & Co ist so, wie sie mainstreamartig verbreitet wird, so nicht ganz richtig. Es wäre ja auch zu schön: ein paar Tabletten, gesättigte Fette meiden und das Problem ist beseitigt. In Wahrheit haben sich weite Teile der etablierten Forschung hier in etwas verrannt, nach dem Motto: einfache Lösung für hochkomplexe Abläufe. Es bedarf einfach noch weiterführender unabhängiger!!! Forschung! Fest steht jedenfalls: Die Hauptursache für og.Krankheiten besteht in konstitutionellen (genetischen) Ursachen und Fehlern in der Lebensgestaltung. Der Cholesterin-Spiegel zeigt dann bestenfalls an, daß eben diese Lebensgestaltung zu verbessern wäre. Aber das Problem dadurch zu beseitigen, daß man den Cholesterinspiegel senkt (auch unter Berücksichtigung von HDL/LDL, ist in etwa so sinnvoll, wie den Tachometer im Auto anders zu eichen, da doch Unfälle bei steigender Geschwindigkeit an Häufigkeit und Folgen zunehmen! Die allein lipid-zentrierte Denkweise ist eine unzulässige Vereinfachung der Problematik! Ein Blick in die Patientenkartei (z.B.)eines Hausarztes bestätigt immer wieder:
Häufig genug haben Schlaganfall-Patienten niedrige Fettwerte, wohingegen auffallend viele mit hohen Lipidwerten sehr alt werden, und dabei auch noch recht gesund sind!!! Und das liegt nicht nur daran, daß die Cholesterinwerte mit zunehmendem Alter weiter ansteigen! M.E. hat man sich hier in etwas verrannt, was dann zu einem Milliardengeschäft wurde! Bedauerlich ist, wie unkritisch das einfach so hingenommen wird!
2. Rumpelstilzchen
Kommentar vom 16. July 2010 um 00:29
und nun setzt Euch alle brav hin, bevor Ihr fokgendes lest…:
Wissen um überaus gefährliche Risiken vorsätzlich durch Hersteller unterdrückt!
Der damalige für die Arzneimittel-Richtlinien verantwortliche Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen hatte in seiner Sitzung im Mai 2001 den Therapiehinweis nach Ziffer 14 Arzneimittel-Richtlinien für Thiazolidindione (“Glitazone”) beschlossen, der zum Beispiel für die Wirkstoffe Pioglitazon und Rosiglitazon gilt. Der Wirkstoff wurde u.a. in den Mitteln Actos und Avandia der Arzneimittelunternehmen Takeda und GlaxoSmithKline (GSK) galt.
Zu den Risiken heißt es unter anderem:
• “Über die Sicherheit der Thiazolidindion-Medikation wird erst eine Langzeitanwendung Aufschluss geben.”
• Und: “Eine Herzinsuffizienz kann durch Thiazolidindione ausgelöst bzw. eine bestehende Herzinsuffizienz verschlechtert werden. Thiazolidindione sind daher bei allen Graden der Herzinsuffizienz kontraindiziert. Eine erhöhte Inzidenz von Herzinsuffizienz wurde im Rahmen klinischer Studien, bei denen Rosiglitazon in Kombination mit Insulin verwendet wurde, beobachtet.
Die Kombination von Rosiglitazon mit Insulin ist deshalb kontraindiziert.”
• Außerdem: “Entsprechend der Zulassung und im Hinblick auf die Nebenwirkungen kommt Thiazolidindionen derzeit nur ein limitierter Einsatzbereich zu; es handelt sich um eine Untergruppe von Diabetespatienten, für die das therapeutische Potential von Metformin bzw. Sulfonylharnstoffen ausgeschöpft ist und die kein Insulin brauchen. Die langfristigen Vorteile einer Therapie mit Thiazolidindionen wurden nicht nachgewiesen. Das gilt insbesondere für die bei Diabetes gefürchteten Spätfolgen Mikro-/Makroangiopathie (Folgeschäden an den Arterien) oder kardiovaskuläre (Herz) bzw. Gesamt-Sterblichkeit”.
Am 17. Juni 2010 beschloss der G-BA (gemeinsamer Bundesausschuß), die Wirkstoffklasse der Glitazone aus der Erstattungsfähigkeit durch die GKV wegen des seit Jahren durch mehrere Studien nachgewiesenen Überwiegens des möglichen gesundheitlichen Schadens – durch Herzprobleme bis zum Tode (sowie auch noch das Risiko von Knochenbrüchen) gegenüber dem nachweisbaren Nutzen herauszunehmen und damit Arzneimittel wie Avandia von GSK vom Markt verschwinden zu lassen. Dass GSK dies angesichts des weltweit mit diesem Mittel erzielten Umsatzes von jährlich 1,2 Milliarden US-Dollar als “nicht gerechtfertigt” und “stark fehlerbehaftet” bewertet, und eine entgültige Entscheidung verhindern will, verwundert nicht.
Ein Großteil der derzeitigen öffentlichen Debatte pro und contra der GKV-Erstattungsfähigkeit und eines sogar gerechtfertigten Verbots der Wirkstoffe stützt sich auf die seit 2007 in aller Breite in den USA geführte Debatte. Die “Federal Drug Administration (FDA)” der USA schätzte bereits im Juli 2007 auf der Basis mehrerer Studien (darunter der Studie von Nissen und Wolski im “New England Journal of Medicine” aus dem Jahr 2007), dass Rosiglitazone, also letztlich Avandia seit seiner Zulassung 83.000 zusätzliche Herzinfarkte allein in den USA verursacht hat. Trotzdem dieses gesicherten Beitrags zur Herz-Kreislauf-Morbidität und -Mortalität passierte weder in den USA noch in Europa nichts.
Für den Umgang mancher (selbstverständlich bei weitem nicht aller) Pharmahersteller mit erkannten Gesundheitsrisiken ihrer Produkte ist aber interessant, dass die Herz-Kreislauf-Risiken von Avandia bereits seit 1999 bekannt waren. Wie der auch bereits im “forum-gesundheitspolitik” vorgestellte Bericht eines US-Senatsausschusses im Januar 2010 dokumentierte, sprach GSK selber damals bereits von “increased risk of ischemic events, ranging from 30 % to 43 %” aus fremden aber auch eigenen Studien.
Noch direkter offenbart aber ein am 12. Juli 2010 in der “New York Times” veröffentlichter Vorgang, die Bereitschaft von GSK, vorsätzlich kritische Erkenntnisse zu unterdrücken. Hier sieht man nicht nur die “rauchenden Colts”, sondern auch das “Laden der Waffen”.
Als Ergebnis einer eigenen Studie, welche Avandia mit Actos verglich, stand fest, dass Actos einen höheren Nutzen hatte und dass die Einnahme von Avandia mit erhöhten Herz-Kreislaufrisiken verbunden war. Das erschreckend Neue des Artikels der NYT ist der Beleg, dass dieses Ergebnis von GSK vorsätzlich unveröffentlicht blieb.
Und wenig später antwortet ein GSK-Manager am 20 Juli 2001 einer Mitarbeiterin auf die Frage, ob die ebenfalls nicht vorteilhaften Ergebnisse eines weiteren Vergleichs von Rosiglitazone veröffentlicht werden sollten, so: “Rhona — Not a chance. These put Avandia in quite a negative light when folks look at the response of the RSG monotherapy arm … It is a difficult story to tell and we would hope that these do not see the light of day.”
Man fragt sich schon, warum all das so lange dauert, und warum die Medikamente erst ab dem 01.01.2011 verboten sind. Und warum haben sich die Selbsthilfegruppen so heftig gegen die Herausnahme aus der Kassenerstattung gewehrt. Ich glaube, damals im Geographieunterricht nicht aufgepasst zu haben, dachte ich doch bis vor kurzem noch, Bananenrepubliken gäbe es in Lateinamerika und Afrika…