OrganicAlpha
Startseite > Ernährung > Gentechnik / GMO > Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im Dienste der Gentech-Konzerne!

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit im Dienste der Gentech-Konzerne!

Monsanto bekommt Stellungnahme zum Gentech-Mais, die Öffentlichkeit bleibt ohne Informationen.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat dem Gentech-Konzern Monsanto ein wissenschaftliches Schlüssel-Dokument über die Zukunft des Gentech-Mais MON810 zur Verfügung gestellt. Der Öffentlichkeit allerdings werden die Inhalte noch vorenthalten. „Es ist schon ein starkes Stück, dass die Ergebnisse einer angeblich unabhängigen Überprüfung des Monsanto-Mais vorab dem Hersteller mitgeteilt und der Öffentlichkeit vorenthalten werden. Liegt die EFSA schon im Bett mit der Gentech-Indutrie oder fühlt sie sich noch dem Steuerzahler verpflichtet?“, empört sich Jens Karg, Gentechniksprecher von GLOBAL 2000. Nachdem Monsanto die Stellungnahme der EFSA zum Gentech-Mais MON810 schon kommentiert hat, hat GLOBAL 2000 vergeblich versucht, Zugang zu dieser Stellungnahme zu bekommen. „Die Studie wird uns vorenthalten und wir wurden beschwichtigt, dass eine Veröffentlichung für heute geplant sei. Monsanto erfährt offenkundig eine bevorzugte Behandlung“, so Karg.

Die wissenschaftliche Stellungnahme der EFSA betrifft den umstrittenen Gentech-Mais MON810 von Monsanto, der sich einer Wiederzulassung unterziehen muss. Wie bei allen anderen Gentech-Zulassungen hat die EFSA dem Gentech-Mais Unbedenklichkeit attestiert. Dieser Mais ist derzeit die umstrittendste Pflanze in der Europäischen Union. Aufgrund von wissenschaftlichen Bedenken ist ihr Anbau in Österreich, Frankreich, Ungarn, Griechenland, Ungarn und Luxemburg verboten. Der Umgang der europäischen Behörde zeigt eine Offenheit gegenüber der Gentech-Indutrie bei gleichzeitiger Informationssperre für KritikerInnen. „Von solch einer Behörde eine unabhängige Risikobewertung zu erwarten ist naiv. Die Erfüllungsgehilfen der Biotech-Industrie müssen endlich durch unabhängige WissenschaftlerInnen ersetzt werden. Die Gentech-Produkte müssen auf ihre langfristigen Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und auf ihre Umweltgefahren hin von unabhängigen WissenschaftlerInnen geprüft werden“, so Karg abschließend.


Videolink: https://youtu.be/ijkFGuDdr0c

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Gentechniksprecher: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: jens.karg@global2000.at

[Quelle: global 2000.at]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.