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EU gibt grünes Licht für Gentechnik – Trotz massiven öffentlichen Widerstands

Trotz des massiven Widerstands der Öffentlichkeit und der Regierungen mehrerer Mitgliedsstaaten hat die EU-Kommission in Brüssel die Zulassung für sechs neue gentechnisch veränderte Maissorten erteilt. Gleichzeitig wurden neue Richtlinien vorgestellt, wonach in der EU zum ersten Mal einer weitreichenden Kontamination durch GVO-Pflanzen und entsprechende Unkrautvernichtungsmittel Tür und Tor geöffnet werden. Die jüngste Entscheidung hat möglicherweise weitreichende Folgen für Sicherheit und Gesundheit der Bürger in der EU – und nicht nur dort.

Aufgrund des Sommerlochs ist es fast unbemerkt geblieben, dass die EU-Kommission in Brüssel am 13. Juli neue Richtlinien über die Einführung von GVO-Saatgut vorgelegt hat, um »die Blockade« des Anbaus von GVO in den Mitgliedsländern der Europäischen Union »zu lösen«. Wegen des starken Widerstands gegen den GVO-Anbau wurde bisher lediglich in zwei Fällen eine Zulassung erteilt, nämlich für Amflora, die BASF-Genkartoffel mit einer besonderen Stärkezusammensetzung, und den Genmais MON810 von Monsato. Noch im vergangenen Jahr hatte die deutsche Regierung angesichts der vehementen Proteste von Landwirtschaftsverbänden und Verbraucherorganisationen Monsantos Antrag auf Genehmigung der Aussaat von MON810-Mais in Deutschland abgelehnt. Doch jetzt können die großen Agribusiness-Konzerne einen großen Erfolg verbuchen – erzielt durch klammheimliche und bürokratische Machenschaften, für die keine Zustimmung auch nur eines einzigen Wählers erforderlich war. »Was kümmert uns die Demokratie« – so scheint man in Brüssel zu denken.

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