OrganicAlpha
Startseite > Ernährung > Gentechnik / GMO > Richter pro Gentech – Gen-Mais WIRD bereits angebaut

Richter pro Gentech – Gen-Mais WIRD bereits angebaut

Imkerverband betürzt: Erneut hat ein Richter geurteilt, Imker müssen selbst dafür sorgen, dass ihr Honig nicht gentechnisch verseucht wird.

Imker R. Gubesch aus Kitzingen wollte verhindern, dass der Agrarkonzern Pioneer in 800 Metern Entfernung seines Bienenstocks Genmais anbaut. Geklagt hatte Herr Gubesch vor dem Verwaltungsgericht Braunschweig. Dort hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, das für die Zulassung gentechnisch veränderter Organismen zuständig ist, seinen Sitz.
Doch das Gericht lehnte die Klage ab: Imker müssten selbst dafür sorgen, dass ihre Bienen keine Genmaispollen in die Stöcke tragen.
Der Präsident des Deutschen Imkerbundes Peter Maske war über die Entscheidung bestürzt und hat sofort Revision angekündigt. Dieses Urteil sei für Imker existenzbedrohend, sagte er. Dem Gericht sei wohl nicht klar, dass Bienenhäuser in der Regel fest installiert seien und nicht einfach an andere Orte gebracht werden könnten.

Kommentar: Also wie jetzt? Auf der einen Seite wird der Gen-Mais-Anbau von MON810 von Monsanto (vorerst) verboten. Auf der anderen Seite wird bereits hier und da schon angebaut – zu Versuchszwecken heißt es. Dies wird von den zuständigen Ämtern einfach so genehmigt.

So lese man hier:

Auch nach dem Verbot der Genmais-Sorte MON 810 werden in Bayern weiter Genpflanzen angebaut. Der US-Konzern Monsanto wird in Düllstadt nach Angaben der Regierung von Unterfranken demnächst auf 3,1 Hektar Genmais für einen Freisetzungsversuch aussäen. Das Münchner Umweltministerium lehnt die Versuche ab, ist aber machtlos. Ministerpräsident Seehofer (CSU)  sagte bei einer Befragung,  ihm sei die Sache nicht bekannt.

Eine Sprecherin des Münchner Umweltministeriums erklärte, die Versuche seien vor zwei Jahren vom Bundessortenamt genehmigt worden. Und da das Bundessortenamt eine Bundesbehörde ist, können die Versuche nicht vom Land Bayern gestoppt werden.

Der Konzern Monsanto führt Freisetzungsversuche in Niedersachsen, Mecklenburg- Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Bayern durch.

Im Kreis Kitzingen baut auch das US-Unternehmen Pioneer Gen-Mais an. Die Versuchsreihen habe Seehofer in seiner Amtszeit als Bundesagrarminister genehmigt. MON 810 war die einzige bisher für den Anbau in Deutschland zugelassene Sorte. Es ist jedoch bei Nutzpflanzen übliches Verfahren, den Anbau neuer Sorten vor der Zulassung auf freiem Feld zu testen.

Das ist eine ungeheure Schweinerei! Und dass die Pollen des Gen-Maises andere Felder infizieren ist ja wohl klar?! Dabei kommen auch die Bienen mit ins Spiel.  Sie tragen nicht nur die verseuchten Pollen in ihre Stöcke, sie sterben auch daran. Das bereits beobachtete Phänomen des Bienensterbens nimmt so weitere erschreckende Ausmaße an.
Und was passiert wenn alle Bienen uns wegsterben? Sie sind für die Bestäubung über 80% für unserer Pflanzen verantwortlich, die wir für unsere Ernährung brauchen.
D.h. wir sterben auch…

Hier sehen sie eine Übersichtskarte des Gen-Mais-Anbaus in Deutschland

Ein Kommentar zum Beitrag

  1. Sofort abbrennen das Zeug!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.