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Gentechnik im Saatgut: Industrie beschimpft Umweltverbände

Weil gentechnisch verunreinigter Mais der Firma Pioneer auf 2000 ha ausgesät wurde und nun nach Recht und Gesetz untergepflügt werden muss, beschimpfen Gentechnikfirmen wie Monsanto, Pioneer (Dupont), KWS, RAGT, unterstützt von einer Reihe mittelständischer Saatgut-Unternehmen in einer gemeinsamen Presseerklärung nun ausgerechnet «Umweltverbände» als Verbrauchertäuscher. Denn «wer dem Verbraucher 100%ige Reinheiten verspricht, täuscht ihn vorsätzlich». Der Verunreinigungs-Skandal zeige nicht etwa Mängel in ihrer eigenen Qualitätsprüfung oder Schwachstellen bei der behördlichen Aufsicht, sondern beweise «dass Schwellenwerte für Saatgut dringend erforderlich sind».

Die Saatgut-Konzerne schlagen damit einen Ton an, der in seiner Aggressivität neu ist. Ihre Forderung dagegen ist alt. «Ein Bisschen Gentechnik», müsse auch in herkömmlichem Saatgut, selbst in Biosaatgut, geduldet werden. Die betroffenen Landwirte müssten darüber künftig nicht einmal mehr durch Kennzeichnung informiert werden.

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