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Gerichtsprozess gegen Coca-Cola

Verblüffende Argumente der Anwälte …

Von petrapez via Radio-Utopie.de

In den Vereinigten Staaten von Amerika wird seit einigen Monaten ein Prozess gegen den Konzerngiganten Coca-Cola geführt.

Das Center for Science in the Public Interest klagt mit der Begründung, das Unternehmen würde ungerechtfertigte gesundheitsbezogene Angaben bei seinen vitaminwater-Produkten auf den Etiketten und in der Werbung machen. Das Produkt besteht grundsätzlich aus Zucker und Wasser, denen geringe Mengen synthetischer Vitamine zugesetzt worden sind. Eine Flasche vitaminwater enthält 33 Gramm Zucker. Der Name “vitaminwater” suggeriert, dass das Produkt einfach Wasser mit zugesetzten Nährstoffen ist und verschleiert die Tatsache, dass es eigentlich voller Zucker ist.

Die Huffington Post schreibt dazu, dass das keine Überraschung ist und fragt: “Was meinen Sie, wie sich das Unternehmen dagegen wehrt? Mit einer erstaunlichen Leistung von verdrehter Logik.

Die Anwälte von Coca-Cola entgegneten der Anklage mit der Feststellung:

“Kein Verbraucher würde vernüftigerweisse annehmen, dass er damit in die Irre geleitet wird und denken, dass vitaminwater ein gesundes Getränk wäre.”

Bundesrichter John Gleeson vom US-Bundesgericht für den Eastern District von New York schrieb in sein bisher fünfundfünfzig Seiten umfassendes Urteil:

“At oral arguments, defendants (Coca-Cola) suggested that no consumer could reasonably be misled into thinking vitamin water was a healthy beverage.”

Weiterhin schrieb der Richter, dass der Softdrink-Riese nicht geltend macht, dass die Klage zu Unrecht auf sachlichen Gründen beruht.

“Daher muss ich die Sachverhaltsdarstellung in der Beschwerde als wahr akzeptieren.”

Coca-Cola gibt vor Gericht unverhohlen zu, dass seine Getränke keine gesunden Produkte sind, aber streitet darum, dass die Werbung als solche nicht falsch ist – eine Werbung mit “gesund wie ein Pferd” und “wird zu einem gesunden Zustand des körperlichen und geistigen Wohlbefindens führen” – weil eine so eine lächerliche Behauptung möglicherweise sowieso keiner glauben würde.

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