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Gesundheitssystem: Wer zu teuer ist, wird nicht mehr behandelt

Die Kosten im Gesundheitswesen explodieren. Die Menschen werden kränker, d.h. Volkskrankheiten nehmen zu, – Behandlungen und Medikamente werden teurer, – die Krankenkassen erhöhen die Beiträge, kürzen dafür aber die Leistungen, – die Pharmakonzerne scheffeln Geld und das mehr als je zuvor.

Unser Gesundheitssystem ist ein wirtschaftliches System wie jedes andere auch; sprich es ist ganz einfach ein Industriezweig, wo eben Geld gemacht werden muss. Rösler und Merkel betonen schließlich auch immer wieder gerne den großen Wert unserer deutschen Gesundheitswirtschaft. Eine Wirtschaft muss rentabel sein, es müssen Arbeitsplätze geschaffen werden oder zumindest erhalten bleiben, – und das aller wichtigste, es muss Geld verdient werden. Schließlich ist jede Wirtschaft auf Wachstum ausgelegt.

(Das Problem ist nur, dass in einem endlichen System kein Platz für unendliches Wachstum und Profitgier ist und schlussendlich alles in sich zusammenfällt. Man kann unser Gesundheitswesen gut mit einem asozial wuchernden Krebsgeschwür vergleichen.)

Wie nun derder KOPP-Verlag berichtet, wurde vom obersten Gericht in Lausanne/Schweiz gerade erst bestätigt, dass jemand, der eine kostspielige Krankheit hat, nicht mehr unter allen Umständen behandelt werden muss. Dies bedeutet, dass die Krankenkasse (für die man ja beachtliche Beiträge einzahlt) nicht mehr für ärztliche Leistungen/Behandlungen oder für teure Medikamente aufkommen muss, wenn diese feststellt, dass es sich nicht lohnt – also wirtschaftlich rentiert.

KOPP-Verlag:

Die Entscheidung des Schweizer Bundesgerichts hat bei den Bürgern einen Sturm der Entrüstung hervorgerufen. Die Schweizer Grundversicherung muss Behandlungen künftig nur noch dann bezahlen, wenn diese »wirtschaftlich« sind. Ein Missverhältnis zwischen Heilerfolg und wirtschaftlichem Aufwand könne sich der Schweizer Staat nicht mehr leisten, so die Richter. Und deshalb müsse künftig im Einzelfall genau geprüft werden, ob die medizinische Errettung eines Menschenlebens auch wirtschaftlich sinnvoll sei. Der Kostenfaktor Patient und dessen Behandlung wird in Lebensjahren abgerechnet und bezahlt.

Wer meint, dies bleibe nur in der Schweiz so, der wird sich irren. In Deutschland müssen die Krankenkassen einsparen wo es nur geht. Die Bundesregierung hat angeblich einem Institut den Auftrag erteilt, eine Liste von Krankheiten zu erarbeiten, die nicht mehr unter allen Umständen behandelt werden müssen.

Man stellt sich die Frage, ob eine Finanzierung von teuren Behandlungen zur Lebensverlängerung von schwer erkrankten Patienten noch sinnvoll sei. Das kann man leicht beantworten: Rein wirtschaftlich betrachtet, ist es eben nicht sinnvoll und Ethik und Moral haben in unserem heutigen System keinen Platz mehr.

Dazu passend mal wieder ein paar Videos und Links:

Pharmaindustrie macht aus gesunden Menschen lukrative Patienten:
Immer niedrigere Grenzwerte und neue Definitionen von Krankheitsbildern machen uns kränker als wir sind. Der Nutzen ist gering, der Schaden groß. Ressourcen und Gelder für wirklich Kranke schwinden, Ängste wachsen aber die Profiteure im Gesundheitswesen verschaffen sich so fleißig Marktanteile. Pharmaindustrie macht aus gesunden Menschen lukrative Patienten, ein Bericht von Report München.

Videolink: https://youtu.be/HDZjJuaOf3w

Pharmaindustrie verschweigt massive Nebenwirkungen:
Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker — schön und gut. Aber was, wenn die Hersteller die Ärzte nur mangelhaft über Risiken ihrer Medikamente informieren? KONTRASTE deckt skrupellose Methoden der Pharmakonzerne auf und zeigt: Das System der Arzneimittelüberwachung funktioniert nicht.

Videolink: https://youtu.be/wULed_xhxl8

Tödliche Medikamente: Studien verheimlicht (SF Kassensturz)
Pharmakonzerne halten negative Studienergebnisse zurück. Dadurch kommen gefährliche Medikamente auf den Markt. Die Hersteller verschweigen die Nebenwirkungen gegenüber Ärzten und Patienten. «Kassensturz» zeigt Fälle, in denen Firmen die Patientensicherheit ihrem Profitstreben opfern.

Videolink: https://youtu.be/81heuD1Gvs4

Weiterführende Links:

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