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Glaubensmuster verändern das Blutbild

Das Blutbild bringt es an den Tag
Die Auflösung alter Glaubensmuster verändert sogar das Blut

Von: Eric Dowsett via zeitpunkt.ch

Anstatt sich selber zu sein, identifizieren sich die meisten Menschen im Verlaufe ihres Lebens mit der Rolle, in die sie hineingeboren werden.. Der daraus entstehende Stress und seine Auflösung manifestieren sich sogar im Körper und in unserer Umwelt.

Wir alle werden in bestimmte Rollen hineingeboren, beeinflusst von unseren Eltern und der Welt, in die wir gelangen. Das Glaubensmuster der menschlichen Erfahrung beinhaltet, dass wir diese Rolle nicht nur spielen, sondern zu dieser Rolle werden.
Die starke Identifikation mit den Gedanken und Gefühlen verstärkt unseren Glauben an die Rolle, die wir spielen. Eine Gefühl erwacht im Körper, wir glauben, es sei unseres und als Folge davon werden wir auf einer körperlichen Ebene zu diesem Gefühl. Dasselbe passiert mit den Gedanken. So kreieren wir eine Persönlichkeit, die aufgrund der vielfältigen und komplexen Erfahrungen erwartet, dass sich die Welt ihnen auf eine ganz bestimmte Art darstellt. Das Leben allzu persönlich zu nehmen kann problematisch sein…

Ein Beispiel:
Ein junger Mann, mit dem ich vor vielen Jahren arbeitete, erzählte mir, er begegne überall kämpfenden Menschen. Ich antwortete, er müsse ein spannendes Leben führen, ich würde nie kämpfende Menschen antreffen. «Aber das musst Du doch auch», unterbrach er mich, «die sind überall». «Überall in Deiner Realität, aber nicht in meiner», antwortete ich. Weil dieser junge Mann viel Wut und Gewalt mit sich trug, zweifellos als Ergebnis seiner Vergangenheit und wahrscheinlich auch der von Vorfahren, erwartete er, dass sich die Welt auf eine bestimmte Art präsentiert. Da er die Welt als einen gewaltbereiten, wütenden Ort erwartete, sah er sie auch so. Wie innen, so aussen!
Das tun wir alle. Vielleicht nicht mit überall kämpfenden Leuten, aber wir sehen die Welt, wie wir sie erwarten zu sehen. Wahrscheinlich hat dieser junge Mann nicht bewusst eine gewalttätige Welt ausgewählt, aber seine Schatten, die tief im Unbewussten vergrabenen Teile, haben seine manifestierte Realität geprägt. Und versteckte oder verleugnete Schatten kreieren oft gerade die unbequemen Aspekte. Wir beschuldigen die Anderen, das Wetter, den Job, die Politiker, irgendjemanden oder irgendetwas, nur nicht uns selbst.

Die fortlaufende Auslagerung der eigenen Probleme enthält keine Lösung.
Sie fördert höchstens unsere Schwierigkeiten, indem sie Gefühle und Gedanken weiter polarisiert und auflädt. Es entstehen Widerstände gegen Situationen oder Personen. Aber auch Andere, mit einem anderen Hintergrund, werden von der Welt erwarten, sich auf ihre Art zu präsentieren. So entsteht der ewige Stolperstein, der Streit um Standpunkte. Jeder glaubt, er sei im Recht.
So lange wir überzeugt sind, wie die Dinge sein sollten, um uns sicher und geborgen zu fühlen, begegnen wir dem Gegenteil. Im Grunde genommen ist das ein Ausdruck des inneren Ungleichgewichts. Je mehr wir andere oder uns selber bewerten, desto mehr inneres Chaos kreieren wir. Je mehr inneres Chaos wir erschaffen, umso mehr wird sich das äusserlich manifestieren. Vielleicht kreiert das innere Chaos Unwohlsein oder Krankheit, physisch, emotional oder psychisch. Die Zellen des Körpers können sich wegen der andauernden Bemühungen, den Schatten vergraben zu belassen, nicht mehr gesund fortpflanzen. Die Beschuldigung Anderer und das Verleugnen der eigenen Vergangenheit verursachen auf der Zellebene die Überlegenheit bestimmter Rezeptoren, wie der amerikanische Zellbiologe Bruce Lipton, Autor des preisgekrönten Buches «The Biology of Belief» (2006, dt. «Intelligente Zellen») festgestellt hat. Diese entsprechen bestimmten, in der Vergangenheit geförderten Verhaltensmustern. Wenn eine Art von Rezeptoren die Zellwände dominiert, werden andere, vielleicht nützlichere Rezeptoren ausgemustert. Setzt sich ein solches Ungleichgewicht unbemerkt fort, kann die Zelle keine weiteren gesunden Zellen mehr produzieren. Das Immunsystem gerät in Stress und versucht dauernd, den gesunden Zustand wiederherzustellen, während das Unbewusste ein immer grösseres Chaos verursacht und sich im Aussen immer mehr Probleme manifestieren.
Die Versuchung ist gross, sich gegen den Stress anderer Standpunkte zu schützen. Dieses Bedürfnis entsteht allerdings nur aufgrund dessen, was wir zu sein glauben. Wenn sich das Glaubensmuster verändert, entfällt das Schutzbedürfnis.

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3 Kommentare zum Beitrag

  1. Ein hochinteressanter Artikel!

    Ich habe mir erlaubt, ihn mir für meinen Newsletter „auszuleihen“.

  2. Das Unwort des Jahres: „WIR“

    Wenn Sie beschuldigen, lieber Gesundheitsapostel, schreiben Sie einfach „Ich“, und ersparen Sie uns das pastorale „WIR“-Unwort.

    „Wir beschuldigen die Anderen, das Wetter, den Job …“

    Falsch.

  3. Dieses ´Wir´bezieht sich in diesem Falle, auf eine unsere menschliche Grundeigenschaft und nicht auf Personen. Von daher richtig. Aber das ist hier nicht das Thema 🙂

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