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Grippemittel Tamiflu hilft Roche

Der Schweizer Pharmakonzern Roche hat sein Wachstum im dritten Quartal dieses Jahres weiter beschleunigt, vor allem dank eines Umsatzschubes beim Grippemittel Tamiflu. Der Konzern meldete am Donnerstag einen Umsatz von 36,4 Mrd. Franken für die ersten neun Monate. Das sind neun Prozent mehr als in der Vorjahresperiode.

HB BASEL. Der Pharmakonzern Roche hat trotz Krise den Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres deutlich gesteigert. Das Wachstum im dritten Quartal konnte vor allem dank eines unerwarteten Umsatzschubs beim Schweinegrippemittel Tamiflu beschleunigt werden. Die Erwartungen für das Gesamtjahresergebnis wurden dadurch erhöht.

Der Schweizer Branchenführer meldete am Donnerstag einen Umsatz von 36,4 Mrd. Franken für die ersten drei Quartale. Das sind neun Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. In Lokalwährungen machte die Verkaufszunahme sogar elf Prozent aus. Damit wuchsen die beiden Roche-Divisionen Pharma und Diagnostics deutlich stärker als der Markt.

In der Pharmadivision wurde der Umsatz um elf Prozent gesteigert, was laut Roche gegenüber dem Weltmarkt einem doppelt so schnellen Wachstum entspricht. Unter Ausklammerung der Tamiflu-Verkäufe, die stark zunahmen und im Gesamtjahr 2009 voraussichtlich 2,7 Mrd. Franken betragen werden, machte die Umsatzzunahme sechs Prozent und damit gleich viel wie der Weltmarkt aus.

Für 2010 rechnet Roche mit Tamiflu-Verkäufen in der Höhe von 700 Mio. statt den bisher angenommenen 400 Mio. Franken. Ein deutlich schnelleres Wachstum gegenüber dem Weltmarkt sieht der Pharmakonzern auch bei den um vier Prozent gestiegenen Verkäufen der Diagnostics-Division.

Meistverkauftes Medikament war das Krebsmittel Avastin mit 4,7 Mrd. Franken Umsatz. Das waren 26 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Daneben erzielten die Medikamente MabThera/Rituxan und Herceptin zusammen über 8,5 Milliarden Franken Umsatz. Die Tamiflu-Verkäufe schnellten um 362 Prozent auf 2,0 Milliarden Franken hinauf.

Konzernchef Severin Schwan stellte der Mitteilung zufolge ein sehr gutes Gesamtjahresergebnis in Aussicht. Beim Gewinn wird dieses und nächstes Jahr ein zweistelliges Kerngewinnwachstum pro Titel als Ziel gesetzt. Sehr erfreut zeigte sich Schwan über die Integration von Genentech.

Kommentar: Herzlichen Glückwunsch! Wir sollten uns doch alle für die Pharmakonzerne freuen, dass sie so gut die Krise überstehen mögen. Weiterhin satte Milliardengewinne auf kosten unserer Gesundheit.


[Quelle: handelsblatt.com]



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PharmaindustrieSchweinegrippeTamiflu

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3 Kommentare zum Artikel

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  1. LukeB
    LukeB 16 Oktober, 2009, 12:07

    Find ich ziemlich nebensächlich wie viel Gewinn Roche macht.
    Es wird immer unnötiges Zeug geben das wir kaufen können. Schalt mal den Shoppingkanal ein. Im endeffekt enttscheidet trotzdem der Konsument ob er ein Produkt kaufen will oder nicht.
    Die Frage ist viel mehr warum der Staat so versessen darauf ist dieses Produkt in solchen riesigen Mengen einzukaufen.

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  2. Bananenjoe
    Bananenjoe 16 Oktober, 2009, 20:11

    Der Konsument denkt dass er entscheidet sowie er denkt, er habe eine eigene Meinung. Trifft das auf den Großteil unserer Bevölkerung zu?
    Die Pharmakonzerne sind die mächtigsten Unternehmen auf diesem Planeten. Sie und andere wenige geben den Ton an.
    So lange wir unterhalten, beschäftigt und verblödet werden, sind wir gar nicht in der Lage irgendetwas zu entscheiden, geschweige denn wirklich eine eigene Meinung zu haben.
    Bzw. wir lassen uns verblöden und es ist schwer da herauszukommen da wir es gar nicht anders kennen.
    Würden alle wissen, was wirklich los ist, hätten wir eine ganz andere Welt.

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  3. Uwe
    Uwe 17 Oktober, 2009, 11:38

    Da muß ich Bananenjoe Recht geben!
    Ich wette, die Impfung wird bald wie jeder andere Scheiß mit halb-/ nackten Frauen beworben…

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