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Ist Gewalt eine Krankheit? – Aggressive Kinder unter Kontrolle

In der arte-Dokumentation werden Forschungsmodelle in Richtung Jugendkriminalität und Verhaltenstörungen gezeigt.

Amokläufe in Schulen und Gewaltexzesse rücken Verhaltensstörungen und kriminelles Verhalten von Kindern und Jugendlichen immer mehr in den Blick. Die Dokumentation beschäftigt sich mit der Frage, ob Gewalt tatsächlich eine Krankheit ist.

Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen zählen zu den zentralen Problemen der heutigen Gesellschaft. Politiker berufen sich gern auf eine Reihe von wissenschaftlichen Untersuchungen, die auf einen möglichen Zusammenhang zwischen bestimmten Verhaltensmustern und späterem kriminellen Verhalten hinweist.

Teil 1:

Videolink: http://youtu.be/vzhz2gZ3wOo

Teil 2:

Videolink: http://youtu.be/6-VsqDzgrbo

Teil 3:

Videolink: http://youtu.be/_7q_7I7ah5g

Teil 4:

Videolink: http://youtu.be/gsQCTeUFu2k

Teil 5:

Videolink: http://youtu.be/aBIgjPn240A

Teil 6:

Videolink: http://youtu.be/z40_90Rg1Fc

Kommentar:
Kinder tun nichts anderes, als uns die Wahrheit unserer Gesellschaft vor Augen zu führen. Sie sind ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wenn Kinder nicht „normal“ ticken, wenn sie gewalttätig sind oder sonst irgendwelche Verhaltensauffälligkeiten zeigen, müssen wir de Ursache in der Umgebung des Kindes suchen.

Wie wächst ein Kinde heute auf?
Eine Umwelt belastet mit verschiedensten Giftstoffen. Zahlreiche künstliche Zusatzstoffe in den Nahrungsmitteln, Mangelernährung, hormonell belastetes Trinkwasser, Elektrosmog (z.B. Mobilfunk), Pestizide, Abgase, Chemtrails, Gift in Kinderspielzeugen, Gift in den eigenen vier Wänden, Impfungen mit Giftstoffen wie Aluminiumhydroxid und Quecksilber, Medikamente, Fernsehen, keine ausreichende Bewegung, gestörtes Familienleben, Mutterentzug, Liebesentzug, Schulsystem, Leistungsdruck, Gehorsamkeit, Armut, gesellschaftliche Zwänge wie Anpassung an das System um für die Wirtschaft dienlich zu sein, aufwachsen in Städten mit viel Industrie, Stress und Hektik weit weg von der Natur, und und und…

Wie kann ein Kind heute unter solch verheerenden Umständen noch gesund aufwachsen und sich „normal“ entwickeln können? Wie kann ein Kind sich heute noch frei entfalten?

Und jetzt wundert sich noch einer, warum die Kinder heute immer aggressiver werden und immer kränker werden …

Buchtipp:

Aggressive KinderAggressive Kinder?: Systemisch heilpädagogische Lösungen

Kinder beleidigen sich, Kinder schlagen sich: eine Wirklichkeit, die für viele Eltern und pädagogische wie psychologische Fachkräfte zum harten Alltag gehört. Der Autor arbeitet in diesem Alltag und ist selbst schon einige Male von „verhaltensauffälligen“ Kinder verbal und tätlich attackiert worden. Sein systemisches Handlungskonzept ist darum an der harten Erfahrung mit kindlichen Aggressionen gewachsen.

Keine theoretische Besserwisserei begegnet Ihnen in diesem Buch, sondern Anregung zu praktischer Kompetenz. Hergenhan zeigt ganz konkret auf, wie wir mit Kindern, die sich beleidigen und brutal aufeinander losgehen, ins konstruktive Gespräch kommen. Kein Kind ist böse oder aggressiv, weil es daran Spaß hätte! Aggressive Kinder sind gesprächsbereit. In diesem Buch schildert Hergenhan detailliert, wie Gespräche mit Kindern systemisch geführt werden können. Kinder und die systemisch arbeitenden BetreuerInnen kommen darin selbst zu Wort. Sie lesen, was gesprochen wird und was genau zum Frieden führt. Der Autor entwickelt sechs Basalkriterien, Handlungsregeln, die präzise erkennen lassen, woran sich erfolgreiches systemisch therapeutisches Arbeiten orientieren kann.

„Ein Buch, das Mut macht, anregt und Hoffnung verbreitet“ (Jürgen Hargens).

5 Kommentare zum Beitrag

  1. Gewalt ist keine Krankheit, sondern ein Symptom einer Krankheit. Immer mehr unserer Kinder leiden immer häufiger unter psychischen Störungen. Die Ursachen dafür wurden u.a. schön im Artikel aufgelistet.

    Kinder schauen sich das Verhalten von den Eltern, anderen Erwachsenen und Kindern ab. Außerdem kommen heute noch virtuelle Vorbilder hinzu, aus dem Computer oder verschiedenen Medien.

    Für mich ist es kein Wunder, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt. Der Staat mischt noch kräftig mit, indem er immer wieder predigt, wie toll seine staatlichen Bildungseinrichtungen, besonders für die ganz Kleinen sind. Alles wurde schon lange geplant, wie es jetzt immer stärker eingeführt werden soll.

    Leider bringen Diskussionen bei vielen Eltern auch nichts mehr, die wollen nicht zuhören.

    Also hoffe ich, daß sich immer mehr kleine Inseln von Familien bilden, die ganz bewußt ihr Herz und Seele für die Kinder und auch für sich selbst öffnen. Es ist besonders wichtig, daß wir bei jeder Aktion in uns hineinspüren, ob wir uns mit einer Entscheidung wirklich gut und glücklich fühlen.

    Liebe Grüße.

  2. Guter Artikel.
    Das mit der Krankheit ist eine berechtigte Frage. Das ursprüngliche Symtom wird mit der Zeit, wenn es genug Symtomhalter bzw. Trenderscheinungen dafür gibt und eine Eigendynamik hat, wie wir sie von der positiven Rückkoppleung oder des Teufelkreises kennen, selbst zu einer ARt Krankheit.
    Gewalt ist heute noch ein legitimiertes Mittel, zmd. psychische, um Respekt und Ansehen in unserer Gesellschaft zu bekommen. So wirkt z.B. ein Hahnenkampf auf viele Leute stark anregend, auch wenn es sich um Zweibeiner ohne Federn und mit höchstens einem Irokesenkamm handelt.
    Natürlich ist das primitiv, steinzeitlich. So eklig unwürdig unserer Zeit. Hingegen selbst in höchsten Stufen unserer Gesellschaft wie z.B. im Parlament finden wir diese unwürdigen Verhaltensweisen zu Hauf: Kindische Schlammschlachten zwischen Politikern.
    Die Gewalt ist ein tiefverwurzeltes und extrem verwoben verzweigtes Phänomen.
    Sie hat sich subtil schleichend in der anonymisierten modernen Gesellschaft etabliert. In Blicken, in kühlem distanziertem Verhalten, im tabuisierten extrem harten Konkurrenzkampf und und und.
    Die Kinder wachsen mit dem heute z.T. selbstvertänlich auf. Gewalt ist wohl oder übel selbst zur Krankheit geworden.
    Das Phänomen des Egoismus ähnlich, denn auch dieses ist heute nicht nur Symtom, m.E.
    Jedenfalls sehr interessantes Diskussionsthema! Oder wie wärs mit Schaumstoffknüppelwellness und Gummizellenkissenschlachten? :biggrin:
    MFG

  3. Seit Jahrzehnten erzähle ich in meinen Vorträgen, dass man laut Lehrplan in der 1.Klasse im Zahlenraum 1 – 20 rechnet; in der lernbehinderten Schule im Zahlenraum 1-6.
    Was kann man mit den Zahlen 1- 6 oder 1 – 20 rechnen? In 2 Minuten ist es aufgezählt und in 2 Stunden mehrfach gerechnet und wiederholt. Das Schuljahr hat aber 40 Wochen á 5 Mathestunden = 200 Stunden von 1 bis 6 (20) und zurück. Wer hält das aus, ohne nicht mindestens Neurotiker zu werden?
    Wenn ich die Schulräte dieses Regierungsbezirks in einen großen Saal sperrte und zwänge, 200 Stunden mit den Zahlen 1 bis 6 (20) zu rechnen, hätten wir da nicht spätestens nach 100 Stunden die ersten Mord- und Selbstmordversuche? Schon vor 30 Jahren habe ich in meinem Ich-kann-Schule-Vortrag gesagt: „Ich wundere mich, dass bei uns so wenig Lehrer ermordert werden.“ Damals hielt man das noch für Satire.
    Wir lassen mit unseren päd. DRUCK- und Nötigungs- und Vergewaltigungsversuchen doch nichts aus, um genau das hervorzurufen, was uns die Kinder dann in ihrem UNBEWUSST auf uns reagierten Verhalten widerspiegeln.
    Wir erZIEHen und machen DRUCK. Ja, gehört „erziehen“ jetzt zur Wortfamilie „drücken“??? Logischerweise muss man mit Druck das genaue Gegenteil von dem erreichen, was ZUG erreichen würde. Dafür dass wir durch unsere Verwechslung von Gas- und Bremspedal das Problem immer größer machen, weigern wir uns jedoch, unsere eigene Dummheit und Sturheit als Ursache auch nur in Erwägung zu ziehen. Wir behaupten und vermuten einfach immer noch mehr neue Krankheiten, Defekte, Abnormitäten u.ä. und konstruieren ein undurchschaubares, wissenschaftlich verbrämtes Manipulationssystem. Je besser wir es damit machen, umso schlechter ergeht es uns allen dabei. Die Probleme wachsen und wachsen.
    Nun, in der Ich-kann-Schule weiß jedes kleine Kind einfach durch Beobachtung, dass DRUCK nichts LÖST sondern die Probleme nur komprimiert (zusammendrückt); das ist das exakte Gegenteil von Lösung. Jemand, der es verführen will, noch mehr Druck zu machen, würde ein IKS-Schüler einfach sich selbst überlassen.
    SOG löst. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog kann man Kräfte punktgenau lenken. Deshalb spannt der Bauer die Pferde VOR den Wagen – der Lehrer schiebt hinten an.
    Aggressiv sind nur Menschen, die einen vollkommen verkehrten Umgang mit ihren Kräften gelernt haben. Sie machen die Pädagogik nach. Sie machen immer mehr Druck und wenn sie damit alles verkehrt gemacht haben und nicht mehr weiter wissen, sind immer die andern schuld, weil sie nicht richtig mitgemacht haben.
    Als Ich-kann-Schule-Lehrer bekomme ich sofort EINFLUSS auf seine Kräfte, einfach weil ich sie BESSER behandle als er. Was will er dagegen sagen, wenn ich sie ehrlich als das bewundere, was sie sind: „göttliche Talente“?
    Und dies kleine Bisschen Bewunderung bewirkt in einer Sekunde mehr als alle seine kräfteraubenden Selbstquälereien der letzten Jahre. Und bewundern kann er seine göttlichen Gaben doch auch. Mit gleichem Ergebnis. So einfach ist ProblemLÖSUNG.
    Mir ist aufgefallen, dass seine Kräfte HUNGER haben, ich spüre den SOG und bediene ihn. Das ist alles, was dafür nötig ist. Jedes Kind kann es sofort, Erwachsene brauchen etwas länger – weil sie zu gescheit sind. Wir können es ausprobieren. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  4. Vielen Dank Franz Josef Neffe,

    es stimmt absolut, unser Schulsystem hat wohl eher den Sinn, die Kinder zu verdummten Sklaven zu erziehen, als ihre Talente zu fördern. (das ist nur die halbe Wahrheit) Leider kann ich das auch gerade bei meinem Neffen live miterleben. Der Junge hätte viele gute Anlagen, aber da seine Eltern ihn nicht dazu anregen sich mit wirklich interessanten Dingen zu beschäftigen und die Schule sowieso nicht das gelbe vom Ei ist, baut er immer mehr ab.

    Das größte Gewicht in den persönlichen Interessensgebieten liegt immer stärker auf „haben wollen“, Konsum, Action. Natur und versteckte Talente erforschen rückt dagegen immer weiter in den Hintergrund. Dabei ist das Kind erst 9 Jahre alt.

    Früher haben die Deutschen über Völker gelächelt, die angeblich ein schlechtes Bildungssystem hatten. Heute müssen wir aufpassen, daß uns die Welt nicht langsam lauthals auslacht. Wahrscheinlich tut sie es schon längst.

    Traurig ist für mich auch, daß man mit den Eltern über dieses Thema oft gar nicht vernünftig reden kann, weil bei ihnen selbst die Ansichten total verdreht sind.
    Die Kinder können nichts dafür daß sie so sind oder werden in unserer kaputten Welt. Die Kinder müssen es ausbaden, was die Erwachsenen versaut haben.

  5. Nun, wir alle sind Kinder. Und uns allen hat man in der Schule „den Kopf verdreht“. Wir können das jederzeit ändern. Für uns aber auch in unserer Wirkung für andere. Du kannst ganz gezielt denken und fühlen und ausstrahlen, was Dein Neffe für seine Persönlichkeitsentwicklung braucht. Du kannst es ihm zudenken: Selbsterkenntnis, Herausforderung, Interesse an nder eigenen Entwicklung. Das ist keine Frage der Anstrengung sondern der feinen Konzentration und ndamit des Glaubens an sich selbst und seine Wirkung. In der neuen Ich-kann-Schule stehen diese entscheidenden Kräfte im Mittelpunkt.
    In der Du-musst-Schule hat man allen das Hirn an den Panikauslöser konditioniert, wenn sie selber denken. Sie haben die Wahl zwischen Weiterleiden oder den Paniktrick durchschauen und Selbstbefreiung. Ich könnte jeden Tag in eine Schule gehen und Er-Lösungs-Möglichkeiten konkret zeigen, aber ich komme nur wenn ich eingeladen werde. Ich habe durchaus Achtung, wenn jemand für sich den Weg der Reifung durch tiefe, schmerzliche Lebenserfahrung wählt.
    Wir können uns aber jederzeit vom Erleider zum Gestalter wandeln. Ich grüße herzlich.
    Franz Josef Neffe

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