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Kleinkinder erleiden Lebensmittelvergiftung durch Glutamat

In einer Kindergrippe, die täglich vom Catering-Service das Essen erhält, erlitten ein paar Kleinkinder eine Lebensmittelvergiftung. Der Übeltäter war die Tomatensoße, welche mit dem Geschmacksverstärker Glutamat überdosiert war.

Nach dem sich die Kinder die Mahlzeit schmecken ließen, zeigten sich kurze Zeit später die ersten Symptome bei neun Kindern. Ihre Gesichter wurden rot und schwollen an (typisch für Glutamat).

Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlag (shz.de) schreibt:

Spätzle mit Tomatensoße und Möhren: Der Speiseplan der Kindertagesstätte in der St. Petri-Kirche las sich gestern unauffällig wie immer. Doch noch während es sich die Jungen und Mädchen der Kinderkrippe am Mittag schmecken ließen, zeigten sich bei den sechs Monate bis zweieinhalb Jahre alten Kleinen beunruhigende Symptome. Die Gesichtchen von neun der Kinder wurden rot und schwollen an. Den Betreuerinnen fuhr der Schreck in die Glieder: Vergiftungsalarm!

Warum lässt man zu, dass sogar schon Kleinkinder mit künstlichen Zusatzstoffen vollgestopft werden? Hauptsache den Kindern schmeckt es, aber was in dem Essen drin ist und ob das Essen überhaupt gesund ist, interessiert scheinbar nicht die Bohne?

Von NATÜRLICHEM Essen, d.h. von LEBENSmitteln, die wirklich als solche bezeichnet werden können, erleiden Kinder keine Vergiftung und körperliche Schäden.

Was ist Glutamat und was macht es?


Videolink: https://youtu.be/TqtX8RGYKO8

Kurzgefasst: Glutamat schädigt den Organismus. Es zerstört Gehirnzellen, löst Allergien aus, verursacht Kopfschmerzen und Migräne, Übelkeit, Muskelschmerzen, Konzentrationsschwäche und Verwirrtheit – und andere Unverträglichkeitsreaktionen. Es wirkt wie Rauschgift.

 

Auszug aus einem Interview mit Hans-Ulrich Grimm

foodwatch: Industriell gefertigte Lebensmittel enthalten häufig Geschmacksverstärker wie Glutamat. Was ist das Problem bei diesen Stoffen?

Grimm: Glutamat kann neurotoxisch wirken und Hirnzellen töten. Das ist bereits seit 1969 bekannt. Inzwischen weiß man, dass Glutamat bei Krankheiten wie Alzheimer, Multipler Sklerose oder Parkinson eine unheilvolle Rolle spielt. Die Industrie hat immer dagegen gehalten mit Studien, die das Gegenteil beweisen wollten. Ihr zentrales Argument: Der normale Mensch nähme nur relativ wenig Glutamat zu sich. Tatsächlich hat sich der weltweite Konsum in den letzten Jahrzehnten aber verfünffacht. Und das ist nur der Durchschnittswert. Wer sich häufig von Fertiggerichten ernährt oder gern zu würzigen Snacks greift, ist viel höheren Dosen ausgesetzt. Auch in Salami oder Leberwurst steckt oft Glutamat.

foodwatch: Natürlicher Weise kommt diese Substanz ebenfalls in Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Bohnen, Tomaten oder Käse. Sogar unser Körper enthält beträchtliche Mengen davon. Wo liegt der Unterschied zu industriell zugesetztem Glutamat?

Grimm: Beim Menschen liegt es überwiegend gebunden im Organismus vor. Nur ein paar Gramm sind frei verfügbar. Als Botenstoff erfüllt ein Teil davon wichtige Funktionen, zum Beispiel im Hirn und im Darm. Wer extra zugesetztes Glutamat im Essen hat, kaut schneller, schluckt schneller. Insgesamt isst man hastiger und vor allem mehr. Die Appetitsteuerung gerät aus der Balance. Übergewicht kann also auch auf das Konto dieser Substanz gehen. Von den möglichen, langfristigen Folgen für unser Nervensystem ganz zu schweigen. Außerdem gibt es viele Menschen, die empfindlich auf Glutamat reagieren. Das geht bis zu Lähmungserscheinungen und extremen Kopfschmerzen.

Quelle: Foodwatch.de

 

Verstecktes Glutamat – Wohinter verbirgt sich Glutamat

Hinter den folgenden E-Nummern verbergen sich Glutamate:

E620 – Glutaminsäure
E621 – Mononatriumglutamat (engl. monosodium glutamate)
E622 – Monokaliumglutamat (engl. monopotassium glutamate)
E623 – Calciumglutamat
E624 – Monoammoniumglutamat
E625 – Magnesiumglutamat

Diese Bezeichnungen gelten allerdings nur für Glutamate in „Reinform“ (>99%). Substanzen, die weniger als 99% enthalten, werden unter unzähligen anderen Namen verarbeitet.

Zutaten, die IMMER Glutamat enthalten (ca. 30-80%):

Hefeextrakt
autolysierte Hefe
hydrolysierte (Pflanzen-/Gemüse-) Proteine
hydrolysiertes Hafermehl
Pflanzenproteinextrakt
Natriumkaseinat
Calciumkaseinat
texturierte (Soja-/Gemüse-) Proteine (TVP‘s)

Zutaten, die SEHR OFT Glutamat enthalten (ca. 10-40%):

Malzextrakt
Maltodextrin/Maltodextrose
fermentierter Weizen
(natürliche) Aromen
(pflanzliche/flüssige/Speise-/Fleisch-/Soja-) Würze/Gewürze
gekörnte Brühe
Brühwürfel

Zutaten, die Glutamat enthalten KÖNNEN (bis zu 12%):

Carrageenan
Enzyme
(konzentrierte/isolierte) Weizen-/Sojaproteine
Sojamilch
Pektin
Lecithin

Buchtipp:

Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden

Chemie im Essen»Wer nach Lektüre des Buches seinen Kindern immer noch Limonade und Gummibärchen kauft, dem ist nicht zu helfen; und wer noch an die deutsche Vorreiterrolle bei der Lebensmittelkontrolle glaubt, verdankt seinen Patriotismus einer Augenkrankheit.« Die Zeit

»Dem Autor Hans-Ulrich Grimm kommt das Verdienst zu, die Gefahren von Zusatzstoffen im Essen hartnäckig auszuleuchten. Er dokumentiert eindringlich, wie Verbraucher und besonders Kinder durch den sorglosen Umgang mit Zusatzstoffen und das Wegschauen der Politik gefährdet werden.« Foodwatch

Wie kommt der Geschmack ins Fertiggericht, und was macht Bonbons bunt? Jeder hat schon von Zusatzstoffen wie Glutamat und Aspartam gehört. Aber was hat es damit wirklich auf sich, und was verbirgt sich hinter E 965, E 650 und den anderen kleingedruckten Inhaltsstoffen? Klar ist: Essen macht nicht nur satt, sondern immer häufiger auch krank. Die chemische Wunderwelt ist nicht nur gefährlich für Herz und Hirn, sie kann sogar tödlich sein. Das Standardwerk zur Chemie im Essen umfasst ein Lexikon zu Lebensmittelzusatzstoffen, zu Gefahren und Risikogruppen. Eine äußerst hilfreiche Pflichtlektüre für jeden, der gerne weiß, was er isst.

„Chemie im Essen“ ist die aktualisierte und erweiterte Neuausgabe des Buches „Echt künstlich“.

Weiterführende Links:

 

6 Kommentare zum Beitrag

  1. Langsam ist mir das egal.
    Wenn ich Menschen darauf anspreche, dann ernte ich entweder ein Lächeln oder ein Schulterzucken.
    Es ist ganz einfach: die Leute sollen einfach essen, wovon sie glauben, daß es ihnen schmeckt.

    Wenn sie später krank geworden sind durch den ganzen Dreck, dürfen die Leute gerne in meine Praxis kommen. Schließlich muß ich ja auch von irgend etwas leben.

    Liebe Grüße.
    PS: natürlich wäre es mir lieber, wenn die Menschen vernünftig handeln würden.

  2. Warum lässt man zu, dass sogar schon Kleinkinder mit künstlichen Zusatzstoffen vollgestopft werden? …
    falsch Warum gibt man wissentlich überhaupt Gift!!!
    in die
    Nahrungsmittel. Die Dosis ist sogar noch vorgeschrieben.Man befürwortet offiziell die Giftzugabe in unsere Nahrung.
    Man macht die Weltbevölkerung absichtlich krank und bringt sie auch um.(aus Geldgier
    !!!)
    Durch Informations–manipulierung von Monsanto ……und viele andere geldgierige ….glauben die Leute noch an eine Unschädlichkeit, selbst wenn man es erklärt. Man hört nicht zu, man schaltet ab, man glaubt an die Verbreitung der Lügen durch Werbung und die Medienindustrie. und nicht an die aufklärenden Menschen. Die sind große Verschwörer. Die haben Gift im Gehirn. Es fragt sich noch wer das hat.
    Warum werden die Aufdrucke auf Verpackung nicht eindeutig gekennzeichnet. Warum werden die Bezeichnungen der Gifte!! laufend geändert?
    Auf manche Lebensmittel müsste der Totenschädel aufgedruckt werden. Sowie bei Zigaretten, was auch nur eine Farce ist, man duldet in Deutschland Suchtmittel in den Zigaretten, damit genügend Steuergeld in die Kassen fließt,denn das ist dabei der Großteil des Gewinns. Und die Pharma…. profitiert mit den Kranken auch noch mächtig davon.

  3. Die unendliche Geschichte mit dem Glutamat ist mir schon lange ein Rätsel. Den Begriff „China-Restaurant-Syndrom“ kennt man schließlich nicht erst seit gestern. Und trotzdem wird das Zeug munter weiter verwendet. Mein Stammsupermarkt, der bis vor einiger Zeit wirklich wohlschmeckende Suppenwürfel ausdrücklich OHNE Glutamat im Angebot hatte, hat sie nun aus dem Sortiment genommen. 🙁
    Der generelle Trick dürfte sein: Sieht der Kunde eine Zutatenliste mit Bestandteilen, die er nicht mal richtig aussprechen kann, dann vertraut er darauf, dass alles seine Richtigkeit hat. Schließlich klingt es so, als hätten sich Fachleute darum gekümmert. In Wirklichkeit ist es genau umgekehrt: Kann man die Zutaten nicht mal aussprechen, legt man das Zeug am besten weg …

  4. Liebe Ursula,

    es ist gar nicht schwer, selbst eine Suppe aus eigenen Roh-Zutaten zu zaubern. Zauberei ist das Suppenkochen auch nicht, wozu also Suppenwürfel oder Extrakte verwenden?

    Welche Wertigkeit nimmt Essen und deren Zubereitung in unserem Leben eigentlich ein? Lieben wir unsere Nahrungsmittel? Freuen wir uns auf deren Zubereitung? Genießen wir den Duft, der aus den Töpfen und Schüsseln strömt?
    Freuen wir uns an den Aussehen von hübsch zubereiteten Speisen, die gleich ein leckeres Geschmacks-Feuerwerk in unserem Mund auslösen?
    Freuen wir uns auf das Wohlbefinden, daß sich einstellt, wenn wir gutes selbst gekochtes Essen genossen haben?

    Oft kann man hören, daß durch die Arbeit im Büro nur wenig Zeit zum Kochen übrig bleibt. Was ist uns eigentlich wichtiger, die gierigen Augen der Kapitalisten, die unsere Lebenskraft aussaugen, oder unsere eigene Lebensfreude und Lebenskraft? Wenn wir in den Augen der Bosse nicht mehr genug Leistung bringen, werden wir einfach ausgewechselt, hat sich unser Bücklingsverhalten dann wirklich gelohnt? Nur wenn wir uns um unsere eigene Lebensfreude kümmern (bzw. eine Lebensfreude zusammen mit den Menschen, die uns begleiten), erfahren wir genug Glück und Freude um lange gesund und fröhlich zu sein.
    Meiner Meinung nach gehört dazu auch die Freude an unseren Lebensmitteln. Ich persönlich habe mich noch nie so richtig über ein Fertiggericht gefreut. Es freut mich jedes Mal unglaublich, wenn mir eine Malzeit geschmacklich und optisch gut gelungen ist.
    Und immer weiß ich, was im Essen drin ist und wie es zubereitet wurde. Das ist für mich Genuß und Freude pur.

    Das bedeutet einfach: Ärgern wir uns nicht über die Industrie und deren Methoden. Deren Methoden lassen sich aus unserer Perspektive nur schwer oder gar nicht ändern. Abwarten auf Besserung lohnt nicht wirklich. Darum ist es doch viel einfacher, sich damit gar nicht zu beschäftigen, sondern einfach unbearbeitete Roh-Lebensmittel zu kaufen, und selbst zu verarbeiten.
    Das hat mehrere Vorteile: Wir haben uns nicht geärgert. Wir haben was Gesundes im Bauch. Wir haben uns um unsere eigene Lebensenergie gekümmert. Und wir hatten mehrfache Glücksgefühle.

    Liebe Grüße.

  5. Lieber HW, danke für die ausführliche Antwort. Ja, das ist absolut richtig: die Lebensmittel sollten so unverändert wie möglich gekauft und dann weiter verarbeitet werden, dann entgeht man schon mal einem Großteil der Chemiekeule, die uns als Nahrung angedient wird. Dennoch gebe ich gerne zu, dass ich nicht übermäßig viel Zeit in die Zubereitung von Nahrung investiere. Nicht der gierigen Augen der Kapitalisten wegen, sondern weil ich meine Arbeit wirklich liebe, und sie mir viel mehr Spaß macht, als stundenlang in der Küche zu stehen. Nein, Kochen ist nicht so wirklich mein Ding. Aber kein Problem: Die Suppenwürfel hol ich jetzt im Bio-Laden, da liest sich schon mal die Zutatenliste komplett anders … 🙂

  6. Der Text ist leider widersprüchlich/unklar formuliert:

    „Diese Bezeichnungen gelten allerdings nur für Glutamate in „Reinform“ (>99%). Substanzen, die weniger als 99% enthalten, werden unter unzähligen anderen Namen verarbeitet.

    Zutaten, die SEHR OFT Glutamat enthalten (ca. 10-40%):
    Malzextrakt“

    Müsste das dann nicht heissen „Zutaten, die VIEL (ca. 10-40%) Glutamat enthalten:“?
    D.h., Malzextrakt besteht zu 10-40% aus MSG? (Während E621 zu 100% aus MSG besteht.)

    Oder heisst das „SEHR OFT“, dass sich hinter dem Namen Malzextrakt in 10-40% der Fälle MSG verbirgt und in den anderen 90-60% der Fälle kein MSG?

    Anders gefragt: Wenn ich MSG völlig meiden will, muss ich dann ALLE Produkte mit Malzextrakt meiden, oder nur 10-40%?

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