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Online-Petition: Hebammenhilfe in Deutschland ist in Gefahr!

Stephanie Vaupel war sich schon während ihrer ersten Schwangerschaft sicher, dass sie lieber zu Hause als im Krankenhaus entbinden würde. Beim ersten Mal klappte es leider nicht ganz, doch ihre nächsten beiden Kinder bekam sie in den eigenen vier Wänden.

Warum sie sich dafür entschied, wie die Geburten verliefen und was sie anderen Frauen rät, die ebenfalls eine Hausgeburt anstreben, berichtet sie im Gespräch mit Jumana Mattukat. urbiaTV vom 16. März 2010. Sendung vom 09.12.2009.

Videolink: https://youtu.be/Ed0DOitGVPY

Vielleicht habt ihr schon erfahren, dass die Situation freiberuflicher und angestellter Hebammen nicht rosig ist. Doch die sowieso schon nicht guten Arbeitsbedingungen verschlechtern sich noch einmal radikal, weil ab Juli die Berufshaftpflichtversicherung enorm ansteigt – nicht aufgruund gestiegnener Schadensfälle. Vielmehr werden aufgrund des medizinischen Fortschritts die kosten je Einzelfall immer höher.

1992 musste eine Hebamme umgerecht 179 € Haftpflicht bezahlen, ab 1. Juli werden es fast 3700 € sein. Dies betriff nicht nur Hebammen, die in der außerklinischen Geburtshilfe (Hausgeburten und Geurtshäuser) tätig sind. Vor allem viele kleinere Krankenhäuser, die ihr System komplett auf Beleghebammen umgestellt haben, werden die Enbindungsabteilungen eventuell schließen müssen. Die Beleghebammen machen zwar Dienst nach Plan, rechnen aber selbst jede Geburt mit der Kasse als Beleggeburt ab. Für Dienste ohne Geburt erhalten sie eine geringe Pauschale, die sie dem Krankenhaus in Rechnung stellen.

Die Folge: Kleinere Beleg-Abteilungen schließen, weil die Hebammen nicht mehr genügend verdienen, die Fahrten zur nächsten Klinik mit Geburtsabteilung werden immer weiter: Vor allem im ländlichen Raum können das auch mal 50-100 km werden. Besonders hart trifft es aber außerklinisch arbeitende Hebammen: Sie erhält 448,80 € brutto für eine Hausgeburt.

Da jede Hausgeburt mit einer insgesamt 5wöchigen Rufbereitschaft verbunden ist, kann sie nicht sehr viele Geburten betreuen. Meist sind es weniger als 10 im Jahr. In der (von den gesetzlichen KK in der Regel
nicht bezahlten) Rufbereitschaft muss sie Tag und Nacht erreichbar sein. ACHT (!!) oder mehr Geburten im Jahr müsste eine Hebamme nur zur Bezahlung der Haftpflicht betreuen.

Viele Hebammen bieten daher keine Hausgeburten mehr an. Das Recht auf freie Wahl des Geburtsortes ist damit massiv eingeschränkt. Der Trend geht zu großen Krankenhäusern, eine Hebamme muss dort oft parallel mehrere Geburten betreuen. Medizinische Eingriffe werden weiter ansteigen – schon jetzt liegt die Kaiserschnittrate bei 30 %!

Auch wenn Sie vieleicht selbst keine Kinder mehr bekommen, so möchten Sie doch sicher das Ihre Kinder selbstbestimmt entscheiden können, wo ihre Kinder auf die Welt kommen! Für eine Zukunft mit Hausgeburt, Geburtshausgeburt, Beleggeburt mit der vertrauten Hebamme!

 

Und auch hier lest ihr nähere Informationen:
www.hebammenfuerdeutschland.de
www.hebammen-protest.de

Quelle:
http://www.rabeneltern.org/

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