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Pharmakonzern BAYER: Heroin-Anzeigen in spanischen Zeitungen aus dem Jahre 1912

Coordination gegen BAYER-Gefahren – Presse Info vom 8. November 2011:

Heroin-Anzeigen in spanischen Zeitungen

Werbe-Motive von BAYER aus dem Jahr 1912 aufgetaucht

Im Frühjahr 1912 startete die Firma BAYER eine Heroin-Werbekampagne in spanischen Zeitungen. Mehrere der Anzeigenmotive wurden nun wiedergefunden. Das Unternehmen hatte das „gut verträgliche Hustenmittel“ im Jahr 1898 zusammen mit dem Schmerzmittel Aspirin auf den Markt gebracht.

Die wiederentdeckten Anzeigen sind aus mehreren Gründen interessant: Bereits kurz nach der Markteinführung zur Jahrhundertwende hatten Ärzte auf das Suchtpotential des neuen Präparats hingewiesen. Zum Zeitpunkt der Werbekampagne im Jahr 1912 war hierüber in Fachkreisen ausführlich diskutiert worden. Dennoch gab BAYER Anzeigen in Auftrag, in denen vornehmlich Kinder gezeigt werden und in denen die Einnahme von Heroin selbst bei wenig dramatischen Symptomen wie Reizungen (irritación) oder Husten (tos) empfohlen wird. (Klick auf Bild für Vergrößerung)

  

BAYER hatte im Jahr 1900 einen bis dahin nie dagewesenen Werbefeldzug gestartet. Auf dem ganzen Globus lobten Anzeigen das Mittel in den höchsten Tönen. Kaum eine Anwendung, bei der das neue „Zaubermittel“ nicht empfohlen wurde: Multiple Sklerose, Asthma, Magenkrebs, Epilepsie, Schizophrenie und vieles mehr. Sogar bei Darmkoliken von Säuglingen sei Heroin wirksam. Erstmals wurden auch Tausende von Gratisproben an Ärzte versandt.

Als Kritiker die Sicherheit des Tausendsassas in Frage stellten, ordnete der damalige BAYER-Prokurist Carl Duisberg rigoros an, seine Untergebenen sollten die Querulanten „mundtot schlagen“.

„Wir dürfen nicht dulden, dass in der Welt behauptet wird, wir hätten unvorsichtigerweise Präparate poussiert, die nicht sorgfältig probiert sind“, so der spätere Generaldirektor weiter.

Der Verkaufserfolg von Heroin und Aspirin legte den Grundstein für den Aufstieg der einstigen Farbenfabrik BAYER zu einem Weltkonzern.

Jan Pehrke vom Vorstand der Coordination gegen BAYER-Gefahren kommentiert:

„BAYERs Heroin-Kampagne zeigt, wie weit die Tradition der Pharma-Multis zurückreicht, wider besseren Wissens und trotz eindringlicher Warnungen gefährliche Mittel in Umlauf zu bringen, nur um damit Profit zu machen.“

  

„Ein Bayer auf Drogen“


Videolink: https://youtu.be/BWUKg4k7tt0

Weitere Informationen zum Thema Heroin:

 

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2 Kommentare zum Beitrag

  1. Genau wie heute!

    :angry:

  2. Das ist so typische für die Pharmaindustrie. Alles nur auf profit aus. Da ist ein Menschleben überhaupt nichts wert. Heute ist es genauso. Die Medikamente werden gar nicht so geprüft bwz. die werden gleich auf den Markt gebracht und an den Patienten geprüft. Ist somit dann auch billiger. Typisch Pharma!
    Dein Blog finde ich übrigens sehr lesenswert. Hab ich in mein Lesezeichen abgespeichert.
    Gruß

    Christine

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