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Postoperative Lungenembolie: Tötende Technik – Tötende Ärzte

Bisher verschwiegene, ja unterdrückte, wahre Insider-Information


Der folgende Ausschnitt aus meinem medizinischen Thriller „DER TOD AUS ÄRZTEHAND“ (Autor: Robert Kovarik) darf mit dem Hinweis auf die Quelle uneingeschränkt kopiert und überall verbreitet werden.
Dr. Robert Kovarik, Asunción, 30. Januar 2010


„Die Geschichte mit dem vergessenen Präservativ gestern war sehr lustig. Wenn wir aber schon bei den Gynäkologen sind“, blieb Doktor Pohl trübselig, „sollten wir von ihren wirklichen Todesfällen reden. Die sind nicht mehr so lustig. Eher umgekehrt.“

„Was meinst Du?“, fragte Roland.

„Gut. Ich sage es Euch. Ich weiß noch etwas von Palak. Er hat es mir beim Fischen erzählt. Aber ich musste ihm versprechen, dass ich es keinem weitererzählen werde. Also behaltet Ihr es für Euch?

„Warum soviel Geheimniskrämerei?“, wunderte sich Erika.

„Weil auf die Gynäkologen, respektive auf die Palaks Klinik rückwirkend viele Prozesse mit riesigen Schadenersatzsummen und schlechter Presse kommen würden. Dann könnte er seine Klinik sofort schließen. Drum will er das still regeln, bevor es öffentlich bekannt wird, solange er nicht rechtzeitig aufrüstet. Erst dann wird er einen klarer Unschuldnachweis haben und vor allem, es werden weniger Frauen hier sterben.“

„Was ist da los bei den Gynäkologen?“, fragte Helga interessiert.

„Es geht um die postoperative Thromboembolien. Manche enden ja mit einer schweren Behinderung oder gar tödlich.“

„Das wissen wir.“, sagte Roland. „Das kommt immer wieder vor. Es sind richtige Tragödien für die Familien der Frauen. Wie die von Vorgestern. Bei ihr wurde die Gebärmutter entfernt, die Operation verlief gut und am nächsten Tag war sie tot. Die Operation war gelungen und der Patient ist tot. Das passt zu dieser Geschichte. Sie hinterließ mehrere kleine Kinder.“

„War sie nicht heparinisiert?“, zweifelte Frau Werner.

„Das ist das Verrückte daran. Alle werden heparinisiert exakt nach den Richtlinien. Und trotzdem sterben manche von ihnen.“

„Das ist ihr Schicksal. Wenn man in gut durchblutetem, parenchymatösem Gewebe operiert, ist das Thromboserisiko sehr groß. Das ist eine Binsenwahrheit. Die habe ich schon an der Uni gelernt.“, erklärte Roland.

„Nein! Es hat sich eben gezeigt, dass es kein Schicksal ist und dass nicht mal die UNIs Bescheid wissen. Das parenchymatöse Gewebe haben doch alle operierten Frauen, nicht? Diejenigen, die nach der Operation sterben, genauso wie diejenigen, die sie überleben. Und heparinisiert und beingewickelt werden auch alle gleich. Also daran kann es nicht liegen. Das war nur eine willkommene Ausrede, mangels besseren Wissens.“, erwiderte Kurt.

„Nun sag schon!“, forderte ihn Helga auf.

Die Wahrheit ist, dass viele Frauen von den operierenden Frauenärzten regelrecht getötet werden, und keiner wusste das bis jetzt.“, ließ Kurt seine Bombe hochgehen.

„Was?“, fiel Frau Doktor Werner das Kinn herunter.

„Wie so?“, weiteten sich Helgas blauen Augen breit.

„Ihr habt es richtig gehört“, sagte Doktor Pohl. „Die postoperative Thromboembolie ist in vielen Fällen nur ein unnötiger Tod aus der Ärztehand. Und das Schlimme daran ist, dass es die meisten Täter nicht einmal ahnen, obwohl es so logisch und so einleuchtend ist.“

„Und keiner tut etwas dagegen?“, wunderte sich Roland.

„Einer tut was, aber seine Warnung wird ignoriert und es werden ihm Knüppel unter die Füße geworfen.

„Wie hat es der Palak erfahren?“, wollte Erika die Details wissen.

„Von einem jungen, aufmerksamen Assistenten der Gynäkologie, von Doktor Krämer. Er soll es herausgefunden haben.“

„Und das soll ich Dir glauben? Ein junger Assistenzarzt entdeckt das, was die Uniprofessoren mit ihren  Forschungskliniken Jahrhunderte nicht entdeckt haben?“, zweifelte Erika seine Aussage an.

„Ja. Die Weisheit ist nicht an den Professorentitel geknüpft. Aber vielleicht wollten die Entscheidungsträger im Gesundheitswesen die Wahrheit gar nicht herausfinden, eher unterdrücken, weil sie eigene rückwirkende Haftpflichtprozesse fürchten. Wie es damals auch mit der, heute üblichen Desinfektion auch der Fall war. Kollege Semmelweis hat damals entdeckt, dass in den Unikliniken die Frauensterblichkeit an Wöchnerinnenfieber nur deswegen viel höher war, als anderswo, wo Frauen ganz ohne ärztliche Hilfe entbanden, weil die UNI-Ärzte von vorherigen Leichensektionen unmittelbar zu einer Geburt eilten, ohne sich die Hände zu waschen oder ihre vom Blut und Eiter verschmierten Kittel zu wechseln. Aber anstatt, dass seine Erfindung einer Desinfektionslösung von seinen damaligen Kollegen mit Begeisterung aufgenommen wurde und Frauenleben durch einfaches Händewaschen gerettet wurden, haben seine Kollegen ihre rückwirkenden Haftpflichtprozesse gefürchtet, seine Wahrheit boykotiert und ihn bis an das Ende seines Lebens unerbittlich verfolgt. Heute wissen wir, dass Semmelweiß recht hatte.“, trug Roland vor.

„Und heute? Weil die Thromboembolien ebenfalls wie damals gerade an den Unikliniken und in Ausbildungszentren vorkommen, passiert dasselbe. Die Entscheidungsträger haben ihren guten Grund, die eigene Schuld am Sterben der operierten Frauen zu vertuschen, ja unter dem Schutzmantel des vermeintlichen Schicksals sogar weiter zuzulassen. In der Menge der Sterbensfälle in allen Kliniken, die das Sterben Jahr für Jahr als unausweichlich erscheinen lässt, sehen sie ihren eigenen persönlichen Schutz. Ja, sie vertuschen es aus Selbstschutz. Es ist daraus inzwischen ein Teufelskreis geworden, der Keiner durchbrechen wagt.“, sagte Kurt.

„Und deshalb werden wir Frauen weiter getötet? Aus Feigheit oder Dummheit der Verantwortlichen? Wo ist die Ärzteethik?“, fragte Helga.

„Das wissen wir selbst, aus der Schreckenherrschaft der Palak Klinik, was für uns Ärzte selbst mehr zählt. Ob das Wohl unserer Patienten oder unsere eigene Haut. Wir sind auch nur Menschen, die ihre eigenen Ängste und finanziellen Schwierigkeiten haben. Keine Halbgötter. Das ist nur unsere Schutzpose. So sieht uns nur die laienhafte Öffentlichkeit.“, mischte sich in die Diskussion die verbitterte Stimme Erikas.

„Also darüber möchte ich mehr wissen. Wie können Frauenärzte die ihnen anvertrauten Frauen töten, ohne es manchmal überhaupt zu wissen?“, drängte Helga den Pohl zu einer klaren Aussage.

„Palak sagte mir nichts Genaueres. Also suchte ich den Kollegen Krämer auf und wollte es von ihm selbst hören.“

Der Kaffee in den Schalen wurde kalt. Alle warteten wie gebannt auf die Lösung dieser unglaublichen Geschichte.

Doktor Pohl erzählte. „Kollege Krämer wunderte sich schon über die vielen Lungenembolien in der Gynäkologie, bis er einmal ein Schlüsselerlebnis hatte, das ihm die Augen geöffnet hat. Er hatte eine Frau aufgenommen, die riesige Angst vor der Operation hatte. Sie sollte am nächsten Tag operiert werden. Doktor Krämer hatte gerade einen erschöpfenden Nachtdienst hinter sich, mit mehreren Kaiserschnitten und Entbindungen nach einem ebenso anstrengenden Arbeitstag im OP mit Gebärmutterentfernungen, Wertheimen, Eierstockentfernungen und Bauchspiegelungen. Ohne eine Erholungspause wurde er erneut zu einer OP ausgeschrieben, wie es auch bei uns der Regelfall ist, und musste auch am nächsten Arbeitstag voll assistieren. Er tat es nur widerwillig, weil er äußerst müde war. Aber er musste mitoperieren. Es gab auch nicht viel zu tun für ihn, weil er erst kurz in der Ausbildung war, und so sollte er nur Haken oder Fäden halten. Dafür aber stundenlang. Operiert haben die anderen zwei. Alles schien gut zu laufen und korrekt zu sein, auch die Heparinisierung und das Beinwickeln vorher, während der Opereation und auch danach, doch die Frau verstarb wenige Stunden später.“

„Warum?“, hauchten alle fast gleichzeitig.

„Diese Frage hat sich Kollege Krämer auch gestellt. Er dachte schon an ihre Psyche und negative Wirkung der Stresshormone, weil die Frau soviel Angst hatte. Dann ist ihm auch die Esoterik eingefallen, weil die Frau starb, als er sich für ihre Operation geistig negativ belegt fühlte und er vermutete, wissenschaftlich oder unwissenschaftlich, irgendwelche negativen Schwingungen auf sie übertragen zu haben, als er ihre Beine, zwischen welchen er als Assistent stand, berührte.“

„Da bin ich aber gespannt, was Du im Ärmel hast, Kurt“, schmunzelte Frau Werner ironisch.

„Eines schlaflosen Nachts, jahrelang später, als er immer noch mit einem unklaren Schuldgefühl der Mitbeteiligung an den Tod dieser Frau und ihre vier verwaisten Kinder dachte, fiel ihm die Lösung wie von selbst ein. Er war schockiert, weil sie so simpel war, wie auch deren Abhilfe dazu.“

„Ich kann mir den Blödsinn nicht länger anhören, Kurt. Du scherzt! Wenn Du nicht gleich zur Sache kommst, gehe ich meine Runde machen.“, hatte Erika schon genug von seiner künstlichen Spannungserzeugung.

Er hat sie getötet. Er selbst. Ohne dass er es wollte.“, erschlug Kurt alle im Arztzimmer mit dieser ungeheueren Behauptung. “Und vor ihm und nach ihm taten es viele andere auch. Auch die wollten nicht töten, doch sie taten es trotzdem. Und es wird gerade in diesem Augenblick wieder irgendwo getan und es würde auch Morgen eine Frau wieder sterben. Die Hauptschuld liegt an dem, was man vor Jahrhunderten irgendwann einführte, auf was man sich inzwischen gewöhnte und was man ohne Nachzudenken heute noch überall in den Kliniken verwendet. An den Beinhaltern nach Goepel.“

„Das verstehe ich nicht. Die sind doch in Ordnung.“, sagte Helga. „Sie stehen in jeder Frauenarztpraxis und dort passiert nichts!“

„Das haben bisher alle auch gedacht. Aber denkt einfach selber! Es ist ein Unterschied zwischen einer kurzen Untersuchung einer wachen Frau, die ihre Beine bewegt, und einer langen Operation an schlafender Frau, die ihre Muskelpumpe durch tiefe Narkose ausgeschaltet hat. Ihr habt doch die Physiologie studiert, oder habt Ihr damals gepennt? Eigentlich muss jetzt schon, nachdem Ich Euch alles Notwendige sagte, jedem Medizinstudenten klar sein, worum es geht. Und doch gibt es bis heute keine Richtlinie, die an die Gefahr der üblichen Beinhalter nach Goepel aufmerksam macht und vor ihrer Benutzung warnt.“

Frau Doktor Werner kehrte zu ihrem Stuhl zurück. Sie wurde plötzlich wie ausgewechselt aufmerksam. „Ich beginne zu ahnen, worum es geht, Kurt. Das wäre schrecklich!“

„Wie Du sagst, Erika. Es ist schrecklich. Keiner im OP kann es kontrollieren. Nur der Täter selbst weiß, ob er das tut oder nicht. Eigentlich wäre das ein Stoff für einen Kriminalroman mit einem vollkommenen Verbrechen, das keiner entdecken kann und will. Ich sehe schon den Titel: Der Tod aus Ärztehand.“

„Da hast Du Recht, Kurt, wenn es das ist, was ich ahne. Der Operateur und sein erster Assistent können nicht kontrollieren, was der zweite Assistent tut, weil sie nur auf das Operationsfeld konzentriert sind und sie während der Operation höchstens auf ihre eigene Finger achten.“

„Und die Operationsschwester kann es auch nicht sehen, Erika, weil sie nur auf den Instrumententisch blickt und auf jedes Wort und jede Handbewegung der Operateure achten muss. Ihr Blick und ihre Aufmerksamkeit sind tunellartig eingeengt.“

„Und der Anästhesist, der eigentlich als Hauptverantwortlicher auf das Nebengeschehen im OP aufpassen muss, der kann auch nichts sehen, weil er viel zu tief und hinter einer Tuchsperre sitzt um etwas zu merken und sich vor allem auf die Reaktionen der Pupillen der Patientin und seine eigene Instrumentenanzeige konzentriert.“, übertrafen sich Frau Doktor Werner mit Herrn Doktor Pohl gegenseitig.

Andere schauten ihnen nichts ahnend mit offenem Mund zu.

„Und auch wenn es schon eine Richtlinie gäbe und alle es bereits wussten und beobachten wollten, sie könnten es gar nicht merken!“, jubelte Kurt, glücklich, dass er den anderen seine Fachqualitäten zeigen kann.

„Weil alle mit OP-Textil bis zu Unkenntlichkeit vermummt sind. Vor allem der zweite Assistent!“ ergänzte Frau Doktor Werner in seltener Übereinstimmung mit ihrem Feind Doktor Pohl jubelnd, nun wissend, dass sie es richtig herausgefunden hat.

„Und es gibt keinen Drucksensor in der entscheidenden Auflagestelle.“

„Was ist also bei den Gynäkologen im OP los?“, konnte ihre Spannung Frau Doktor Samans nicht länger aushalten.

„Der zweite Assistent steht doch zwischen den angewinkelten Beinen der Frau. Klar, Helga?“, begann der wahrscheinlich künftige Oberarzt Doktor Pohl zu erklären.

„Ja, das weiß ich.“

„Und er ist oft sehr, sehr müde und erschöpft, weil er als Neuling die meisten Nachtdienste und Mehrarbeit schmeißen muss, auch klar?“

„Nichts Neues.“

„Gut. Und er muss stundenlang Haken und Fäden für die andere Operateure auseinander halten. Weißt Du, Helga, was er fühlt?“

„Schmerzen in seinen Schultern, das kennt jeder von uns.“

„Und was sind die auf den Beinhaltern aufgelegten Beine der operierten Patientin einige Zentimeter unter seinen Ellenbögen?“

Krücken!“

„Ja! Die Beinhalter nach Goepel sind nichts anderes als eine Art Krücken, die sich ihm spontan zur Entlastung bieten und den Todesdruck zulassen. Der Arzt braucht dringend eine Entlastung, das kann man ihm nicht verübeln, weil er sonst seine Arme nicht stundenlang in der Luft halten kann. Und was macht er damit?“

„Bewusst?“

„Bewusst oder unbewusst, für die tote Frau macht es keinen Unterschied.“

„Sich abstützen.“

„Na siehst Du. Richtig. Und was macht das?“

„Ja, ich verstehe! Er übt damit einen Todesdruck aus! Das Blut in den Waden und Füßen wird gestaut.

„Und was noch?“

Die Verletzung des Gewebes durch die Schnitte setzt viele Blutgerinnungsaktivatoren ins Blut frei.

„Na siehst Du, Kollegin Samans, wie gut Du logisch denken kannst. Und was macht die narkotisierte Patientin mit ihren Beinen?“

„Nichts doch. Sie schläft und bewegt sie nicht.“

„Ja, es gibt keine Muskelpumpe und die vorgeschriebene Bandagierung der Beine wird durch den Druck des Arztes in der Höhe der weichen Kniekehlen außer Kraft gesetzt.“

„Aha. Das ist klar.“

„Wie lange dauert die Operation, zum Beispiel eine Gebärmutterentfernung oder ein Wertheim?“

„Vierzig Minuten die Gebärmutterentfernung und die Krebsausräumung mehrfach länger.“

„Und was passiert mit dem nicht fließendem, gestauten Blut voll von gerinnungsaktiven Substanzen in beiden Unterschenkeln und Füßen?“

Es gerinnt wie ein Pudding.“

„Und was passiert am Ende der Operation mit der Frau?“

„Sie wird vom OP-Tisch auf ihr Bett verlagert.“

„Richtig. Und wo wird sie dabei gefasst?“

„In den Kniekehlen und an den Unterschenkeln.“

„Ja. Und was bekommt die Frau, wenn ihr, zur Grütze geronnenes Blut aus beiden Unterschenkeln und Füßen in den großen Blutkreislauf auf diese Weise regelrecht herausmassiert wird?“

Eine Lungenembolie!“

„Na siehst du, wie einfach das ist! Du hast es verstanden, Helga. Die Verantwortlichen in deutschem Gesundheitswesen aber immer noch nicht!“

„Wieso? Du hast doch recht! Es ist so logisch! Dass es uns nicht schon früher eingefallen war! Ich selbst habe es am eigenen Leibe erlebt.“, erinnerte sich plötzlich Helga. “Das machen nicht nur die Ärzte, sondern alle, auch die Krankenpfleger, und sogar die von der Anästhesie. Als ich das letzte Jahr meine Ausschabung hatte, wurde ich zeitig auf den OP-Tisch aufgelegt. Das wird mit allen Operierten so gemacht. Sie werden für den Operateur vorbereitet, damit er keine Zeit verliert und nur von einem OP-Tisch zu dem anderen springen kann. Die Operation in Nebenraum verzögerte sich aber länger als alle dachten. Es kamen immer wieder neue Komplikationen. Wir dachten ständig, dass der Operateur gleich käme und so lag ich da, Beine hoch. Es dauerte eine lange Stunde, bis er endlich frei war, Ich lag da die ganze Zeit zugedeckt mit den fast erschlaffenden Beinen schon oben in den Beinhaltern. Die freundlichen Krankenpfleger wollten mir die Zeit wenigstens mit einer Plauderei verkürzen um mir die Angst vor dem Eingriff zu nehmen. Sie standen da, machten ihre Witzen und stützten sich die ganze Zeit auf einem meiner Beine.“

„Das ging bei Dir noch gut, Helga, weil du noch wach warst und konntest ab und zu mit den Beinen bewegen und die Ausschabung dann nur wenige Minuten dauerte. Aber Dein Fall beweist die todbringende Routine in unseren OP´s, von der keine narkotisierter Patient je erfährt und die nur die Insider sehen oder auch nicht sehen und von der auch heute geschwiegen wird.“

„Und jetzt?“

„Jetzt ist das noch wichtig, Helga. Fällt Dir ein, was man dagegen machen kann?“

„Eine neue Richtlinie? Keiner darf die Beine der Patientin berühren. Insbesondere nicht der Assistent, der zwischen den Beinen während der Operation steht.“

„Wie willst Du es ihm in Wirklichkeit verbieten, wenn er so müde ist oder wenn seine Aufmerksamkeit von dem dramatischen OP-Geschehen abgelenkt wird, und wenn ihn ohnehin keiner kontrollieren kann, nicht einmal er sich selbst?“

„Man darf sich auf ihn alleine nicht verlassen. Es wäre fahrlässig die Schuld nur ihm anzulasten. Und es wäre unprofessionel, laienhaft. Mann muss es technisch verhindern. Einen wirksamen Schutz für die Frau machen. Das wäre professionell.“

„Und gerade das ist das, was der Krämer schon entwickelt hat. Ein preiswerter und einfacher Distanzhalter, eigentlich ein umgekehrter Beinhalter nach Goepel, der für jeden OP-Tisch sofort nachgerüstet werden und an jeden System der Beinstützen montiert werden kann. Damit wäre das Problem ein für allemal gelöst. Dann würde sich auch der müde Kollege gefahrlos nach Lust und Laune abstützen können und doch wird er die Beine der operierten Frau niemals berühren und ihr unkontrolliert den Tod bringen. Der elegante Unschuldbeweis für die Kliniken und operierende Ärzte wäre da.“

„Unglaublich. So einfach und preiswert kann man das Leben retten. Es geschieht nicht nur hier, bei uns, sondern in allen anderen Kliniken in Deutschland, was sage ich, in Europa oder in der ganzen Welt!“

„Kennst Du die Zahlen?“

„Krämer hat sie von dem Deutschen Statistischen Amt erfahren. Wir sprechen hier über etwa einen halben Tausend schwerer postoperativen Thromboembolien nur in der Gynäkologie und nur in Deutschland. Dieselben Beinhalter werden aber auch bei uns an der Chirurgie oder Urologie gebraucht und in der Welt.“

„Was war mit Krämers Distanzhalter weiter?“

„Das ganze ist ganz simpel, nicht? Palak hat sie schon bei uns montieren lassen. Er ist nicht dumm. Warum soll er sich auf die unberechenbare Gunst oder Missgunst seines letzten Assistenten verlassen, wenn er das technisch verhindern kann?“

„Logisch! Wenn er den Assistenten auf seiner Abteilung entwürdigen und beleidigen würde, wie er es gerne tut, dann wird dieser sich an ihm vielleicht rächen wollen. Hat er böse Absichten, kann er es unentdeckt tun und somit den Chef elegant loswerden, denn der muss letztendlich seinen Kopf dafür hinhalten. Weil es keinen Drucksensor gibt, der den Druck zwischen dem Ellenbogen des Assistenten und dem Unterschenkel der Frau überwacht, und dieser Bereich für alle anwesenden Personen durch OP-Tücher vollkommen verdeckt ist, bietet es Stoff für einen Kriminalroman. Die Reihe der Thromboembolien würde nur dem Chef angelastet und ihn den Kopf kosten. Jetzt, wo wir darüber sprechen, stirbt mehr als nur eine Frau an dieses Problem täglich. Trotzdem sehen die deutschen Aufsichtsbehörden keinen Grund auf Krämers Meldung endlich entsprechend zu reagieren.“

„Unglaublich!“

„Du sagst es. Krämer hat sogar einen ersten Prototyp auf eigene Kosten herstellen lassen. Er hat es in der zentralen Zeitschrift MTD veröffentlicht.“

„Dann aber haben sich die Kliniken darum gerissen, nicht?“

Nein. Keine einzige Klinik, kein Professor, kein Amt, kein Klinikdirektor, kein Arztdirektor, kein Chefarzt und kein Belegarzt wollte mit dem Kauf dieses simplen Distanzhalters das Töten in seinem Verantwortungsbereich wirksam unterbinden. Sie steckten lieber den Kopf in den Sand in der Hoffnung es auszusitzen, solange sie noch tätig sind. Vielleicht spielte hier ihr schlechtes Gewissen und vielleicht auch etwas Neid, darauf nicht selbst gekommen zu sein, eine gewisse Rolle.“

„Und Palak?“

„Wie ich schon sagte. Der hat es kapiert und für seine Klinik sofort für den preiswerten technischen Unschuldnachweis gesorgt und verhindert damit, dass seine Assistenten aus Unvorsicht seinen Patientinnen schaden können. Denn wenn es mal allgemein bekannt wird und die Hinterbliebenen ihre Schadenersatzförderungen geltend machen werden, würde eine Prozesslawine auf die Kliniken kommen. Unsere Klinik wird dann einen Vorteil haben und einen besseren Ruf bekommen. Das bringt ihm mehr Patienten und den anderen Kliniken, die in Verruf geraten werden, weniger. Ich lese Euch dies vor:“

Doktor Pohl griff in seine Manteltasche, zog ein Stück Papier heraus, öffnete es und zitierte:

„Aus juristischer Sicht tragen nach der Rechtssprechung des BGH die Krankenhausträger und die behandelnden Ärzte die Beweislast dafür, dass der Patient zur Vermeidung von Lagerungsschäden sorgfältig und richtig auf dem Operationstisch gelagert wurde und dass die Operateure dies kontrolliert haben.“

„Die Idee mit dem Distanzhalter zur Vermeidung der postoperativen Thromboembolien ist gut. Die professionell ausgereifte Lösung kann nur eine modernere Technik bieten. Die Frauen wollen am Leben bleiben auch dann, wenn ein müder Arzt sein Verhalten eventuell nicht kontrollieren kann. Was nutzt der betroffenen Frau, dass man die Ärzte der Klinik wegen ihrem vermuteten falschen Verhalten anklagen kann, wenn sie schon tot ist?“

„Hat Herr Dr. Kovarik die Hersteller der Beinstützen nach Goepel informiert und ihnen den Distanzhalter angeboten?“

„Ja. Er hat die Chefs folgender Firmen kontaktiert: BRUMABA, SCHMITZ, MAQUET, TRUMPH, RAMED und ELU-MED-VERTRIEB LUCAS. Alle zeigten kein Interesse etwas an ihren Produkten zu ändern.“

„Es ist nicht klug, die schlechte, veralterte Technik auf Kosten ihrer Anwender zuzulassen, sondern die Frauen mit einer besseren Technik zu retten. Wer das nicht tut, handelt fahrlässig, meine ich.“

„Natürlich. Nur dann kann die Tötung der operierten Frauen durch ihre Ärzte ein für alle Male aufhören, anstatt sich auf ein kaum kontrollierbares Verhalten und Gnade der noch unerfahrenen Assistenten zu verlassen und so die Zwischenfälle billigend in Kauf zu nehmen. Das ist also jedem Medizinstudent nach der Insider-Enthüllung und Entwicklung des Distanzhalters jetzt klar. Nicht so den Verantwortlichen in Deutschland, obwohl ihnen der Erfinder diese Problematik und ihre Lösung bereits auf dem silbernen Tablett serviert hat.“

„Was meinst du damit? Hat Kollege Kovarik die Ärzte und ihre Vorgesetzte informiert?“

„Ja. Trotz vieler seinen Briefen aus Insidersicht, also von Jemanden, der solche gefährlichen Situationen persönlich mitbekommen hat, war es scheinbar nicht einleuchtend für die meisten operierenden Kollegen, nicht für einige betroffenen Klinikchefs, nicht für einige angesprochenen Professoren der Unikliniken, wie zum Beispiel die Sicherheitsbeauftragte Frau Prodekanin der Medizinischen Fakultät der Universität Witten-Herdeke,
die nicht einmal geantwortet hat.“

„Er sollte es an den Präsidenten der Bundesärztekammer schicken.“

„Das hat er getan. Der Präsident der Bundesärztekammer fühlte sich nicht zuständig zu helfen.“

„Dann sollte Kovarik die gynäkologischen Verbände informieren.“

„Auch das hat er getan. Für den Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie stellte sich das Problem überhaupt nicht. Er verlangte nach Studien, als ob er nicht selbständig denken könnte. Mit dem ungesättigten Zauberwort „Studien“ kann man bekanntlich nach belieben Jedermann Mund schließen. Der Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V., hat ebenfalls nicht einmal geantwortet.“

„Das glaube ich nicht! In Deutschland gibt es doch so viele Sicherheitsvorschriften und Institutionen, die über die Sicherheit wachen.“

„Wachen sollten!“

„Es gibt doch Institutionen, die für die medizinische Technik zuständig sind.“

„Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sah keinen Handlungsbedarf hinsichtlich korrektiver Maßnahmen an Medizinprodukten im Sinne der Medizinproduktsicherheitsplanung. DIMDI, Deutsches Institut für Medizinische Dokumentation und Information, IQWG, Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Zentralvereinigung medizinisch – technischer Fachhändler, Hersteller, Dienstleister und Berater e.V., die alle ließ es kalt.“

„Und was wäre, wenn Kovarik den Regierungspräsidenten informieren würde?“

„Der Regierungspräsident Köln hat es an seine zuständige Stelle weitergeleitet. Die Antwort könnt ihr schon denken: Das erhöhte Thromboserisiko bei Operationen ist keinesfalls einem Mangel irgendeines Lagerungsproduktes zuzuschreiben und die Verantwortung für den Tod wird ausschließlich dem OP-Personal angelastet.“

„Wie wäre, wenn er sich direkt an die Krankenkassen wenden würde. Sie haben doch die Kosten für die Behandlung der gesundheitlichen Folgen zu tragen.“

„Nur falls es die Frauen überleben. Bei den toten Patientinnen ist es ihnen anscheinend egal. Der KKH waren die „nur“ zwanzig Fälle pro Jahr bei ihren Versicherten viel zu wenig, als dass sie für die Abhilfe mit dem Finger rühren wollte. TKK, AOK, IKK und BARMER Ersatzkasse haben gar nicht geantwortet.“

„Ich würde mich direkt an das Gesundheitsministerium wenden.“

„Auch das würde dir nicht helfen. Der Erfinder hat es sogar der Bundesministerin für Gesundheit direkt in die Hand gegeben, es war bei der Wellwork-Gründung am Burg Stollberg bei Aachen. Sie versprach eine schnelle Antwort, doch die kam nie.“

„Dann bleibt nur noch die Presse übrig. Die wird sich dieses Skandals sicherlich gerne annehmen.“.

„Du Naiver! Die Presse bringt ihre so genannten objektiven Artikel meist nur im Rahmen der verdeckten, bezahlten PR-Aktionen. Die unbezahlte Wahrheit ist kaum interessant. Insbesondere, wenn sie viel zu brisant ist, wie diese. Stern TV, Aachener Zeitung, Focus-Redaktion, sie alle wurden von dem Erfinder angeschrieben ohne das eine Reaktion von ihnen kam. Die Journalisten haben wahrscheinlich die verantwortlichen Professoren von den UNIS gefragt und es ist klar, welche Antwort sie von ihnen bekamen. Das der Kovarik spinnt. Dabei ist das Problem aber nicht neu. Früher hatte man sich darüber mehr Gedanken gemacht als heute und kannte dieses Problem bereits. Professor Claus Goecke aus Aachen hat die Bedeutung des Distanzhalters unterstützt und erzählte, wie die Beine operierten Frauen früher am Rücken des Assistenten gebunden wurden, nur um die Beinhalter nach Goepel nicht gebrauchen zu müssen. Andere Professoren sollte man zurück an die Schulbank schicken. Sie scheinen das Problem physiologisch überhaupt nicht zu begreifen.“

„Hat überhaupt jemand die Sache kapiert?“

„Ja. Einige Haftpflichtversicherungen, zum Beispiel die Allianz, und patientengeschädigten Verbände haben positiv reagiert.“


Das ganze Buch steht hier zur Verfügung:
Paperback: http://www.lulu.com/content/1127538
E.Book: http://www.lulu.com/product/ebook/der-tod-aus-%c3%84rztehand/6155883
Kontakt zu dem Autor: drkovarik@hotmail.de


Der Betreiber dieser Website ist weder Arzt noch Mediziner und bietet seine Informationen nicht als gesundheitliche Beratung an. Die Informationen stellen keine Beratung des einzelnen Benutzers und keine medizinischen Fachinformationen dar. Die dargestellten Informationen können daher den individuellen Rat oder Behandlung eines Arztes oder Heilpraktikers nicht ersetzen. Es wird dringend davon abgeraten, die angebotenen Informationen als Selbstbehandlungshinweise zu benutzen. Im Erkrankungsfall ist auf alle Fälle ein Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

3 Kommentare

  1. 1. Dr.Robert Kovarik

    Kommentar vom 2. February 2010 um 21:15

    Ich danke für die Veröffentlichung des Buchauszugs. In dem zweiten (Bonus)-Teil wurden die echten Namen und Funktionen genannt.

    Die Bekanntmachung der gefährlichen Problematik und ihre einfache Abhilfe gibt es seit mehr als 5 Jahren auch hier:

    http://www.distanzhalter.com/

  2. 2. Dr.Robert Kovarik

    Kommentar vom 18. February 2010 um 14:39

    Überhaupt keine Diskussion zu den unnötigen postoperativen Thromboembolien und ihrer einfachen Abhilfe dazu? Ein Embolietod nach der OP ist kein Schicksal mehr.
    Es kann ja nicht nur die 500 Frauen jährlich nur in Deutschland, sondern auch Männer bei ihren Prostataoperationen treffen – und das in der ganzen Welt. Es ist erstaunlich, mit welcher Gleichgültigkeit das normalerweise erschreckende Thema der, von mir entdeckten, technisch und ärztlich verursachten Massentötung, sowohl von den Tätern (Frauenärzten) und Verantwortlichen (Aufsichtsbehörden), als auch von den potenziellen Opfern (Ihnen) wie von Schafen wortlos hingenommen wird. Mehr als die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen und etwas provozieren kann ich, ein Insider, auch ein ehemaliger Mittäter, jetzt nicht mehr tun.

  3. 3. Dr.Kovarik

    Kommentar vom 9. October 2011 um 18:36

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