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Qualitätssiegel für Dioxin-Skandalbetrieb

Wie wertvoll sind Qualitätssiegel, die dem Konsumenten Sicherheit und Qualität suggerieren sollen? Das Unternehmen Harles und Jentzsch, welches zu den Dioxin-Skandalbetrieben gehört, erhielt ein solches Qualitätssiegel.

T-Online:

Die Grünen-Fraktionsvize Bärbel Höhn hat die Vergabe des QS-Prüfzeichens an das im Dioxin-Skandal verwickelte Unternehmen Harles und Jentzsch kritisiert.
Sie möchte wissen, warum das Unternehmen das Siegel erhielt. Es könne nicht angehen, dass eine Firma, die im Herbst ein QS-Zeichen bekommen habe, massiv gegen Verbraucherinteressen verstoße.

Was ein QS-Prüfzeichen bedeuten soll, lesen wir auf Wikipedia:

Das QS-Prüfzeichen kennzeichnet frische Lebensmittel wie Fleisch, Wurst, Obst, Gemüse und Kartoffeln. Voraussetzung ist die stufenübergreifende Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen, sowie in Teilen auch darüber hinausgehende Kriterien. Vergeben wird es von der QS Qualität und Sicherheit GmbH. Das Unternehmen gehört insgesamt sechs Verbänden der Ernährungswirtschaft.

An dieser Stelle frage ich mich, was so ein Kontrollbetrieb in Form einer „Qualität und Sicherheit GmbH“ mit seinem „Qualitäts-Siegel“ eigentlich taugen soll?

Foodwatch sagt dazu:

QS hilft den Verbrauchern nicht, mehr über die Herkunft und Verarbeitungsweise von Produkten zu erfahren und sich ein realistisches Bild von der Produktqualität zu machen. Das Siegel dokumentiert kaum mehr, als dass die gültigen Gesetze eingehalten werden. Die Lebensmittelwirtschaft versucht durch QS, das Vertrauen der Verbraucher für ihre innerhalb hochgradig rationalisierter und industrialisierter Strukturen hergestellten Produkte (zurück) zu gewinnen. QS ist also lediglich ein Versuch der Lebensmittel, herkömmliche Massenware durch ein Qualitätssiegel zu adeln.

Das Problem liegt bei unserer Industrie-freundlichen Gesetzgebung  und unserer Ethik- und Moral-losen Wirtschaft.


Videolink: https://youtu.be/stE2DrHwAgc

Wer Grenzwerte für Gifte in Nahrungsmittel als Gesetzgeber zulässt stimmt damit der systematischen Vergiftung der Bevölkerung zu. Ethik in der Wirtschaft bedeutet als – “langsames Vergiften”, damit der Verursacher nicht ausgemacht werden kann.

Wer Dioxin – auch in Grenzwerten – in den Nahrungsmittel zulässt ist inhuman und fördert damit Wirtschaftskriminalität, die mit eigens dafür gegründeten Aufsichtsbehörden wieder eingedämmt werden muss. Der Dioxinskandal ist nur ein Beispiel unserer irrsinnigen Auffassung von Marktwirtschaft, Wertschöpfung und Rechtsstaat. Grundsätzlich muss man fragen, ob ein Rechtsstaat diese Art von Gesetzen überhaupt befürworten darf.

Leiharbeit und Dumpinglöhne sind ethisch korrekt, aber wenn der Mensch mit geringem Einkommen billig einkauft handelt er ethisch und moralisch verwerflich. In diesem Zwiespalt der Ethik und der Moral lebt die Menschheit seit Erfindung dieser Wertegesellschaft.

Weiterführende Links:

3 Kommentare zum Beitrag

  1. AntiDioxinAktionsPlan!“
    Radiomod: „Man guckt sich seine Einer Jetzt schon genauer an“!
    LG

  2. Gegner der Monokultur

    Ich habe heut Morgen dieses sehr gute Video gesehen:
    Der dumme Vegetarier!
    http://www.youtube.com/watch?v=skkk7s16ZLY

    Go Vegan!!!
    LG

  3. Danke…! Das überzeugenste Video das wir zu diesem Thema je gesehen haben!

    Artaperma – Teamworker bei http://www.rumoro.de
    5855043 – Im jetzigen Tun gestalte ich den Morgen!

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