Röslers Kassenschlacht und Kampf gegen die Beitragszahler
25. August 2010 von Gesundheitsapostel | Noch keine Kommentare
Wo führt sie uns hin, Röslers “Reform” im Gesundheitswesen? Bitte gut anschnallen, denn es geht volle Fahrt voraus. Ein Tunnel ohne Ausgang, eine Fahrt voll gegen die Wand. Der Aufprall ist tödlich.
www.deutschland-debatte.de:
Die SPD hat nur leider vergessen zu berücksichtigen, dass Kassenleistungen auch immer geprüft werden müssen. Immer wieder liest man heute in den Zeitungen, dass Ärzte wegen krimineller Rechnungslegung angeklagt werden ( man liest übrigens wenig über Verurteilungen ); aber genau hier ist eines der Probleme unseres ach so toll konstruierten Gesundheitssystems! Es lässt jeden Spielraum für Betrügereien oder dafür, dass Unternehmen Gesetzeslücken, beziehungsweise falsch konstruierte Gesetze, ausnutzen.
So wird immer intensiver in die Presse lanciert, dass die Patienten gefälligst ihre Rechnungen nach Arztbesuchen kontrollieren sollen, damit dieser Teil den Krankenkassen abgenommen wurde. Dass damit aber ein Rattenschwanz an weiteren Regelungen oder Aufklärungen erforderlich ist, welcher Patient ist auch gleichzeitig Fachmann für Medizin, welcher Patient hat eine Leistungs- Kostentabelle, welcher Patient kann prüfen, ob eine bestimmte ärztliche Leistung erforderlich war oder nicht, dass damit letztlich überhaupt keine Lösung angezeigt wird, dürfte klar sein, zumal diese Strategie der Politik das Gesundheitssystem durch Rechnungsschreiben für den Patienten verteuert.
Strafgebühr für Verweigerer des Zusatzbeitrages:
Zahlreiche Krankenkassen erheben Zusatzbeiträge, die viele Versicherte nicht zahlen wollen. Sie weigern sich. “Gesundheits”minister Rösler gefällt das gar nicht und will gegen diese Zahlungs-Verweigerer nun vorgehen. Das geht ganz einfach: Einen neuen Passus im Gesetzesentwurf seiner Gesundheitsreform einfügen. So soll der Arbeitgeber für die verweigerte Zusatzzahlung “einspringen” und einfach einen höheren Beitragssatz vom Bruttogehalt für die Krankenkasse abziehen.
Rösler meint auch, wer die Zusatzbeiträge nicht zahlen will, soll auch keinen Sozialausgleich mehr in Anspruch nehmen dürfen. Aber ein Sozialausgleich wird es erstmal ohnehin nicht geben, da der Automatismus noch nicht läuft – d.h. entsprechende Computersysteme müssen erst noch umgestellt werden. Was kostet so ein Automatismus eigentlich? Und ist der fehlerfrei? Wir, die Beitragszahler, müssen also auch darauf schauen, dass da ja alles stimmt.
Außerdem wird der allgemeine Versichertenbeitrag im nächsten Jahr 2011 von 14,9 auf 15,5 Prozent angehoben.
Fazit: Auf eines dürfen wir uns immer wieder freuen, und das ist die weiterhin steigende Abzocke für… für was eigentlich?
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält diese geplante Bestrafung für eine „beispiellose Unverschämtheit“.
„Dafür, dass die Arbeitgeber künftig nicht mehr an den Kostensteigerungen im Gesundheitswesen beteiligt werden, zahlen sie nun den Judaslohn, indem sie als Zwangsvollstrecker für Krankenkassen dienen“. Ein solches Vorgehen sei „eine Ohrfeige für jeden Arbeitnehmer“, sagt Lauterbach. [aerzteblatt.de]
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