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Schadstoffe an Schulen und öffentlichen Gebäuden (Ebook)

Toxikologie, chronische Krankheiten – und wie Behörden und Gutachterdamit umgehen

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren hat heute das Buch „Schadstoffe an Schulen und öffentlichen Gebäuden“ veröffentlicht. Autor ist der Biologe und Fachtoxikologe Dr. Hans-Ulrich Hill. Das Manuskript ist ab sofort online verfügbar.

Das Buch gibt einen Überblick zur Belastung öffentlicher Gebäude mit Gefahrstoffen wie Flammschutzmitteln, Pestiziden, Asbest, Lösungsmitteln und Polychlorierten Biphenylen (PCB). Auf 400 Seiten werden die Risiken für die Gesundheit – insbesondere von Kindern und Jugendlichen – dargelegt.

Auch das Kartell von Behörden, Industrie und firmen-abhängigen Gutachtern, welches die Gefahren meist verharmlost und wirksame Sanierungen verhindert, wird untersucht. Abschließend beschreibt das Buch praktische Maßnahmen zum Gesundheitsschutz und zur Sanierung von Gebäuden.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren:

„Die Untersuchung von Dr Hans-Ulrich Hill gibt einen wertvollen Überblick zur – oftmals wissentlich erfolgten – Kontamination öffentlicher Gebäude und zum schäbigen Umgang mit den Betroffenen. Aus den massenhaften Vergiftungen müssen dringend Konsequenzen gezogen werden: Wir benötigen industrie-unabhängige Toxikologen und Gutachter zur umfassenden Untersuchung aller Schäden. Zudem müssen Firmen, die wissentlich Gefahrstoffe verkauft haben, nach dem Verursacherprinzip haften. Auch müssen strafrechtliche Konsequenzen gezogen werden.“

Untersuchungen in den 90er Jahren zeigten, dass allein 15.000 Schulen mit hochgiftigen PCB belastet waren. PCB sind krebserregend, können Hormon- und Immunsystem schädigen und Schilddrüsen, Leber und Nieren angreifen. Die Sanierung der belasteten Gebäude dauert bis heute an und verschlingt Milliarden; die Kosten bleiben zum größten Teil an Ländern und Kommunen hängen.

Die PCB-Hersteller, in erster Linie die Firmen MONSANTO und BAYER, hatten die Gefahren zwar frühzeitig gekannt. Dennoch mussten sich die Unternehmen an den horrenden Kosten nicht beteiligen und wurden auch nicht juristisch belangt.

Dr. Hans-Ulrich Hill arbeitet als Fachjournalist und Gesundheitsberater in den Bereichen Umweltchemikalien und Umweltmedizin. Zuvor erschienene Bücher von ihm sind „Chronisch krank durch Chemikalien“ (3. Auflage 2012), „Umweltschadstoffe und Neurodegenerative Erkrankungen des Gehirns“ (4. Auflage 2014) und „Multiple Chemikalien-Sensitivität (MCS) – Ein Krankheitsbild der chronischen Multisystemerkrankungen“ (3. Auflage 2010).

weitere Informationen zum Thema PCB: www.cbgnetwork.org/5402.html

6 Kommentare zum Beitrag

  1. Recht herzlichen Dank an Dr. Hill und die Mitglieder der Kooperation gegen Bayer Gefahren für die Veröffentlichung dieses umfangreichen, sehr informativen Buchs.
    Auf dieses Buch haben Betroffene an „Schadstoffschulen“ schon lange gewartet.

  2. Ich werde das Buch ganz lesen und es als Nachschlagwerk benutzen!

  3. Habe beim googlen mehrere Beiträge zur Problematik:
    „Schadstoffe in Kita Kornelimünster“ entdeckt.
    Wenn man diese Beiträge liest, findet man viele Parallelen zu den Informationen im Buch von Dr. Hill

  4. Erschreckend ist nach Meinung vieler Betroffener die Arbeitsweise der Gesundheitsämter, deren Mantra bei Schadstoffbelastungen in Schulgebäuden häufig lautet: „Es liegt keine Gesundheitsgefährdung vor“.
    Priorität scheint nicht die Gesundheit zu haben, sondern eine Unterstützung der Verharmlosungsstrategien der Verantwortlichen, deren Ziel wohl darin besteht, Geld zu sparen.

  5. Ich bin auf so eine Schule gegangen. Ich wette, das Gebäude ist bis heute nicht saniert worden. Ende 2003, also 20 Jahre nach Schulende, bin ich dann schwer erkrankt. Kein Arzt konnte mir helfen. Wie so oft und weil es so schön einfach ist, wurde ich in die Psycho-Schublade gesteckt. Keiner hat sich die Mühe gemacht und nach der Ursache geforscht. Da hieß es „Schlafen Sie mal mehr“ und ich könne die mich stark belastenden Parfümgerüche wohl nicht filtern und alles so ein Blödsinn, der die ganze Hilflosigkeit und Ignoranz zeigt.

    Nach einer jahrelangen Ärzte- und Heilpraktikerodyssee fand ich endlich jemand, der mir helfen konnte und eine PCB- und Dioxin-Belastung bei mir diagnostizierte. Zu diesem Zeitpunkt war ich so krank, dass ich mich kaum noch auf den Beinen halten konnte und nur noch alles wie im Nebel erlebte. Von den Ärzten wurde ich nur mit Beruhigungsmitteln und psychosomatischen Rehas abgespeist, was alles nicht im geringsten half, obwohl ich mir das mit der Psyche schon selbst eingeredet hatte. Ich nenne es ein Riesenglück, dass ich nach langer Suche eine Heilpraktikerin fand, die mir sagen konnte, was die Ursache ist und mir half, PCB und Dioxin, aber auch Quecksilber auszuleiten und die durch die Schadstoffe verursachten Entgiftungsblockaden und Unverträglichkeiten zu lindern, so dass ich nach drei Jahren permantem Ausleiten langsam wieder am normalen Alltag teilnehmen konnte. Und ich bin heute immer noch dabei, weiterhin zu entgiften. Mein Körper wurde mein Leben lang zugemüllt mit Lindan (Elternhaus), Pestiziden (Landleben inmitten Feldern) und dem jahrelangen Aufenthalt in einem PCB-belasteten Schulgebäude sowie durch Amalgamfüllungen. Das dauert, bis das aus den Zellen und dem Gewebe raus ist.

    Es ist wie ein 6er im Lotto, jemand zu finden, der sich mit den Zusammenhängen von Umweltgiften auskennt, welche gesundheitlichen Schäden sie anrichten und wie man sie aus dem Körper ausleitet. Für mich war das wirklich ein großes Glück, das viele andere nicht haben, wenn man sich die ständig steigenden Zahlen an Krebskranken und immer mehr neuen Krankheiten wie MS, ALS etc. ansieht. Angeblich weiß man bis heute nicht die Ursachen. Wer’s glaubt…

    Wenn man weiß, dass Vieles durch Umweltgifte und schlechte bzw. belastete Ernährung verursacht wird, kann man sich vorstellen, was passiert, wenn man in diese hochgradig belasteten Kranken noch mehr Chemie reintut. Das sagt einem schon der logische Menschenverstand, dass es nicht funktionieren kann, Gifte mit noch mehr künstlicher Chemie zu bekämpfen. Da werden nicht Leben verlängert. Da wird nur das Leid verlängert.

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