. . Log in | Register

Schuhabsätze als Ursache für viele Erkrankungen?

Gesundheitsmaßgebliche Überlegungen von Hansjörg Klopper.

Die Erhöhung der Ferse, wie es durch den Schuhabsatz geschieht, ist oftmals die Ursache für viele Zivilisations-Erkrankungen !

Seit langer Zeit schon machte ich mir Gedanken über Schmerzursachen und deren Auswirkung. Immer wieder stellte sich mir die Frage, warum bei der „Klassischen Massagetherapie“ unterhalb des Brustkorbes bis hin zu den Füßen die Durchblutung nur sehr schwer zu erreichen ist. Immer wiederkehrende Erkenntnisse aus der „Fuß- Reflexzonen-Therapie“ (FRZ) nach Marquardt sowie den Gesetzen des Lebens-Energiekreislaufes im menschlichen Körper aus der „Akupunkt-Massage“ (APM) nach Penzel, ließen mich ungeahnte Zusammenhänge erkennen.

Naturgesetzliche Überlegungen


Sehr verständlich ist, dass das Fersenbein in seiner Stabilität hauptsächlich für das Tragen des Körpergewichtes vorgesehen ist. Der Vorfuß unterstützt den Fuß in der eleganten, harmonischen Abfolge des Vorwärtsschreitens. Je nach der Höhe des Schuhabsatzes verlagert sich aber das Körpergewicht auf die vordere Fußhälfte, welche in den Fußreflexzonen den Oberkörper darstellt. Durch die übermäßige Belastung des Vorfußes wird der Oberkörper unnatürlich überlastet. Aus diesem Grunde verliert der Unterkörper übermäßig an Lebensenergie (Wärme).

Ebenso ist es verständlich, dass hier durch die überhöhte Fersenstellung, wie beim Weglaufen aus Angst, ein vermehrter Adrenalinausstoß produziert wird. Dieses lässt sich so begründen, dass durch die entstandenen kalten Füße die Yang-Energie im Rücken nicht abfließen kann. Yang-Energie ist Aktivität, durch diese vermehrt Adrenalin ausgeschüttet wird. (APM – Energiekreislauf )

Bei den Chinesen weiß man, dass ein Ungleichgewicht der Lebensenergie (Yin-Yang) im Körper krankheitsbegünstigend wirkt. Ein zuviel an Energie erzeugt oft Entzündungen, ein Mangel dagegen Verschleiß und Abbau. Der Oberkörper bekommt somit, durch den Schuhabsatz begünstigt, zu viel Energie (Fülle-Zustand, Hitze.) Die Folge davon ist eine Schulter- Nacken – Verspannung.

Dadurch können Fehlstellungen dieses Wirbelsäulenabschnittes entstehen, mit Auswirkung auf die Schulter -, Arm-, und Hand- (finger) Gelenke; und deren Erkrankungen wie „Tennisarm“, Karpal-tunnel-Syndrom, Fehlempfindungen usw. Brustwirbelfehlstellungen können eine Schwäche der inneren Organe wie Herz, Lunge, Magen, Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Darm zur Folge haben

Therapeutische Überlegungen

Damit obige Beschwerdebilder nicht akut werden, muss baldmöglichst der Fuß in die Null-Absatz-Stellung umgewöhnt werden. Unterstützend wirken hierbei ansteigende „Schiele-Fußbäder“ und Bein-Massagen in Energieflussrichtung (Yin-Yang). Yin ist Beininnenseite nach oben, Yang ist Beinaußen- und -rückseite nach unten. Durch den Energiemangel im Becken wird auch das Kreuz-Darmbein-Gelenk (KDG) starr.

Das Becken beinhaltet ein dreiachsiges Gelenk:

  • Wirbelsäule – Kreuzbein
  • Kreuzbein – Darmbein (KDG)
  • Darmbein – Oberschenkel (Hüfte)

Normalerweise wird dadurch eine Überlastung der Gelenke beim Gehen und Tragen verhindert. Ist aber ein Gelenk (KDG) blockiert, so werden die beiden anderen übermäßig belastet und es kommt vermehrt zu Hüftgelenks-Arthrose und Bandscheibenvorfällen.

Je höher der Schuhabsatz, um so mehr können diese Degenerationserscheinungen verstärkt auftreten.

Durch diese Energie-Unterversorgung des Beckens kommt es schneller zu folgenden Beschwerden, wie:
Gleitwirbel, Hohlkreuz sowie eine Unterleibsschwäche, verbunden mit Beschwerden an Blase, Gebärmutter, Nieren, Eierstöcken, Darm (Verdauung), Hämorrhoiden, Divertikel usw.

Die kalten Füße, die durch diesen Energiemangel entstehen, begünstigen Krampfadern, Hüft- und Kniegelenksabnutzung, Fersensporn sowie Beschwerden im Sprunggelenk und die bekannte Großzehenballenreizung (Hallux valgus), verbunden mit Spreizfüßen.

Die besten Erfolge in der Beckenmobilisierung sind, nach meiner Erfahrung, in der Akupunkt-Massage nach Penzel zu verzeichnen.

Hiermit wird der Energiekreislauf im menschlichen Körper wieder zum Fließen gebracht. Ist ausreichend Energie im Becken und Bein vorhanden, können die Kreuz-Darmbein-Gelenke leichter gelöst (funktionstüchtig gemacht) werden. Mit gezielten Übungen bleibt dann die Beweglichkeit erhalten.
Der Therapieverlauf wird begünstigt indem auf gut erwärmte Füße geachtet wird. Viele „Kaltfüßler“ bezeugen immer warme Füße, obwohl sie kalt sind. Dieses lässt sich so erklären, dass die Informationsübertragung über die Nerven durch die Kälte gemindert wird.
Um der Mode gerecht zu werden, tragen die meisten Frauen seit Generationen die höheren Absätze und die engeren Schuhe. Es wäre doch besser, wenn der Schuh nach der Fußform gestaltet und nicht der Fuß in den „Modeschuh“ gezwängt würde.

Immer wieder kommen Migräne-Patientinnen zu mir zur Behandlung.
Alle leiden an kalten Füßen, durch den Schuhabsatz begünstigt.

Nachdem die Halswirbelsäulenfehlstellung, die aus der entstandenen Schulterverspannung resultiert, korrigiert und der Energiemangel im Unterkörper ausgeglichen ist, sind in den meisten Fällen die Kopfschmerzen behoben.

Wie bereits bekannt, bewirkt zuwenig Lebensenergie den Abbau von Lebensfunktionen. Durch diesen Mangel degeneriert auch die Becken-Gelenksfunktion. Diese entstandene Fixierung geschieht meist in Rückschrittstellung des Beckens. Dadurch kann dann auch das scheinbar kürzere Bein entstehen, z.B. rechts beim Rechtshänder, Standbein, einseitige Belastung.

Fallbeispiele:

Eine junge Patientin hatte ein 2 cm „kürzeres“ Bein, welches durch eine Absatzerhöhung ausgeglichen war.
Meine Therapie: Nach dem ich den Unterkörper, vor allem das Becken, mit Energie angereichert (APM) und das Kreuz-Darmbein-Gelenk wieder mobilisiert und korrigiert hatte, waren die Beine wieder gleich lang.

Ein weiterer Fall:
Eine andere Patientin hatte unerträgliche Schmerzen im Großzehenballen (Hallux valgus). Der Arzt wollte das Gelenk versteifen. Mit APM und Beckenmobilisierung ließen die Schmerzen etwas nach. Anschließend besorgte sie sich einen fußgerechten, absatzlosen Schuh. Warme Fußbäder und Socken im Bett unterstützten den Heilungsprozeß.
Mit der Mobilisierung und Korrektur des Kreuz-Darmbein-Gelenkes konnten in vielen Fällen „ Fersensporne“ behoben sowie eine Sprunggelenks-Versteifung verhindert werden.

Gedanken zum Fußbett

Bekanntlich weiß man, dass alles was stützt gleichzeitig auch schwächt. Dasselbe gilt auch beim Fußbett. Der nächste Schritt wäre also: weg vom Fußbett.
Wenn z.B. das Fußgewölbe abgestützt wird, degeneriert die dazugehörige Muskulatur. Wir sprechen hier von einer „Muskelkette“, denn es besteht eine muskuläre Verbindung vom Fußgewölbe bis hin zum Unterleib, bzw. Becken. Die daraus folgende Schwächung zeigt sich am deutlichsten in den Schließmuskeln (Blase und Anus) und begünstigt auch eine Gebärmuttersenkung und Prostatavergrößerung.
Aus diesen Erkenntnissen ist es mit großem Vorbehalt zu sehen, wenn Kleinkinder schon „ Fußbett“-Schuhe bekommen. Wie kann sich dadurch Fuß und Fußmuskulatur zur naturgegebenen Form entwickeln?

Bedenken wir doch, das die Naturgesetze immer richtig sind und wir wieder lernen müssen, uns darnach zu richten!


Warum die Klassische-Massage-Therapie (KMT) ihren gesundheitlichen Wert hat – und keine Wellness- Massage ist.

Vielfach ist unter den Ärzten die Meinung verbreitet, daß die “Klassische-Massage-Therapie” (KMT) mit der Wellness-Massage zu vergleichen ist. Dem möchte ich energisch widersprechen! Eigentlich sollten nachfolgende Fakten den Ärzten längst bekannt sein!

Fakt 1
Mit einer KMT wird das Körpergewebe vermehrt durchblutet, welches eine Loslösung von Schlacken und Giftstoffen begünstigt. Hierzu sollte möglichst ausreichend getrunken werden. “Heilen heisst Reinigen”.

Fakt 2
Alle Organe werden mit Lebensimpulsen versorgt durch die jeweils dazugehörigen Spinal-Nerven. Durch den Massage-Reiz können über die “Headschen Zonen” die Organe aktiviert werden, welches sie schneller gesund werden lässt.

Fakt 3
Wirbelfehlstellungen können über die Nervenleitbahnen Schmerzen auslösen, wie z.B. Ischialgien, Tennisarm, Schulter-Arm-Syndrom usw. Diese Fehlstellungen haben ihre Ursache oft in einer unnatürlichen Körperstatik, mangelhaftem Muskeltonus wie auch chronische Organerkrankungen. Mit speziellen Massagetechniken können diese Fehlstellungen wieder korrigiert (Trigger-Punkte, Reflexzonen usw) und der Muskeltonus gestärkt werden.

Fakt 4
Die KMT ist, aus Erfahrung, noch wirksamer wenn die Massagerichtung von oben nach unten ausgeführt wird. Dies lässt sich in der über 4000 Jahre alten Chinesischen Akupunkturlehre begründen. Somit wird auch der, ohnehin energiearme, Lumbal-Beckenbereich besser durchblutet. Es wird hiermit einer Beckenblockade entgegengewirkt. Nach diesen Erkenntnissen ist es erfolgreicher, wenn auch die Beine angemessen mit massiert werden. Dadurch werden diese besser duchblutet und wärmer. Eine alte Volksweisheit: “Den Kopf halt kühl, die Füsse warm, das macht den reichsten Doktor arm.”

Fakt 5
Heissluft – Fango
Heissluft wirkt nur auf die Hautoberfläche erwärmend. Mit Fango wird mehr Wärme in die Gewebetiefe gebracht. Diese bewirkt eine Mehrdurchblutung und dadurch eine bessere Entschlackung von Gewebe und Organe.

Fakt 6
Übungsbehandlungen.
Ist nun der Körper erwärmt und mehrdurchblutet wird durch gezielte Übungsbehandlungen der Patient mobilisiert. Mit diesen Bewegungsübungen bekommen die Gelenke mehr “Gelenkschmiere” welche einer fortschreitenden Arthrose entgegenwirkt. Ausgewählte Übungstechniken bewirken z.B., dass ein blockierter Beckenschiefstand wieder gelöst, ausgeglichen und die Beine gleichlang werden. Es erübrigt sich dadurch, eine Absatzerhöhung für das kürzere Bein. Öfters konnte ich beobachten, dass z.B. 25 KG alleine, nicht den Erfolg brachten wie wenn ich mit gezielten segmental- korrigierenden Massagetechniken und Übungsbehandlungen mit Beckenkorrektur wieder das volle Bewegungsausmaß erreicht habe.

Fazit
Mit einer “Klassischen Massage Therapie” sowie Fango und gezielten Übungsbehandlungen haben wir die Grundlagen geschaffen womit der Patient in vielen Fällen eine körperliche Schmerzfreiheit erreichen kann. Aus diesen Erkenntnissen ist es medizinisch empfehlenswert und kostensparend wenn von den Krankenkassen wieder vermehrt KMT mit Fango und, wenn nötig, Übungsbehandlungen genehmigt werden.


„Krankheit ist eine Aufforderung,
deren Ursache zu erkennen und
abzustellen.“

(Hansjörg Klopper)

Anschrift des Autors:

Hansjörg Klopper
Mühlbachstr. 33
D – 87742 Dirlewang
Tel.: 08267/1333
Fax : 08267/960235
www.physikal-therap-klopper.de
info@physikal-therap-klopper.de



Der Betreiber dieser Website ist weder Arzt noch Mediziner und bietet seine Informationen nicht als gesundheitliche Beratung an. Die Informationen stellen keine Beratung des einzelnen Benutzers und keine medizinischen Fachinformationen dar. Die dargestellten Informationen können daher den individuellen Rat oder Behandlung eines Arztes oder Heilpraktikers nicht ersetzen. Es wird dringend davon abgeraten, die angebotenen Informationen als Selbstbehandlungshinweise zu benutzen. Im Erkrankungsfall ist auf alle Fälle ein Arzt oder Heilpraktiker aufzusuchen.

Schreiben Sie einen Kommentar zum Artikel:

- Kommentare werden einzeln vom Moderator freigeschaltet.
- Kommerzielle Werbelinks sind nicht gestattet.
- Bitte gültige Emailadresse verwenden.

Antispam Bee hat diesen Blog bisher vor 344,960 Spam-Kommentaren bewahrt.