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Studie belegt neurale schmerzlindernde Wirkung von Akupunktur

Ann Arbour/ USA – Eine Studie an der University of Michigan (UM) belegt die schmerzlindernde Wirkung traditioneller chinesischer Akupunktur und zeigt, dass die Methode die Langzeitfähigkeit des Gehirns beeinflusst, Schmerzen zu regulieren.

Mittels des bildgebenden Verfahrens der Positronen-Emissions-Tomographie (PET) hat das Team um Dr. Richard E. Harris vom „Chronic Pain and Fatigue Research Center“ der Universität nachgewiesen, dass Akupunktur die Bindefähigkeit von Opioid-Rezeptoren in jenen Hirnregionen verstärkt, die Schmerzsignale verarbeiten oder diese abschwächen. Die Ergebnisse werden die Neuro-Wissenschaftler im Fachmagazin „Journal of Neuroimage“ veröffentlichen.

Schmerzlindernde Opiate, so glauben Neurologen, wirken, indem sie Opioid-Rezeptoren im Hirn und im Rückenmark verbinden, wodurch Akupunktur genau diese Wirkung verstärken würde.

Die Forscher erhoffen sich angesichts der neuen Studie auch Einsichten in die Ergebnisse früherer Untersuchungen, in welchen gezeigt wurde, dass selbst vorgetäuschte Akupunktur (sham acupuncture) ähnliche Effekte erzielt, wie sie eine wirkliche Nadelbehandlung haben kann. „Interessanterweise kann sowohl wirkliche Akupunktur als auch vorgetäuschte Akupunktur klinisch nachweisbare Schmerzen lindern“, erläutert Harris. „Doch die Mechanismen, die zur Schmerzlinderung führen, sind gänzlich unterschiedlich.“

Nationaler Gesundheitsdienst empfiehlt Akkupunktur und chiropraktische Anwendungen

London/ England – Patienten mit Kreuzproblemen sollen, so empfiehlt es der britische National Health Service (NHS) unter anderem Akupunkturbehandlungen und Manuelle Therapie angeboten werden. Es handelt sich dabei um die erste Empfehlung zur Anwendung alternativen Heilmethode durch ein nationales medizinisches Gremium, die somit auch durch den Träger, das Nationale Institut für National Institute for Health and Clinical Excellence (NICE), unterstützt wird.

Laut NICE, dem britischen Vorbild des deutschen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG), liegen Beweise vor, die die Wirksamkeit von Akupunktur zumindest bei Rückenbeschwerden stützen. Zudem sei die Behandlungsmethode kostengünstiger als eine Fortführung bisheriger schulmedizinischer Behandlungen im Falle, dass keine Besserung zu erwarten sei.

„Patienten deren Schmerzen nicht von der Schulmedizin gelindert werden können, sollten Zugang zu einer Auswahl unterschiedlicher Therapieanwendungen bekommen, zu denen neben Sport-Therapie auch Akupunktur und chiropraktische Manuelle Therapie zählen“, erklärte Professor Peter Littlejohns vom NICE gegenüber der BBC.

[Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / med.umich.edu]

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