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TV-Tipp: “Super Size Me” – und “Aufgetischt und abserviert”

Am Sonntag den 28.11. werden im 3sat gleich zwei interessante Sendungen gezeigt:

Um 20:15 Uhr läuft die Dokumentation “Super Size Me” von Morgan Spurlock.


Am Anfang steht eine einfache Frage:
Warum sind US-Amerikaner so dick? Immerhin zwei Drittel der Erwachsenen im Land der unbegrenzten Ernährungsmöglichkeiten sind übergewichtig, seit 1980 hat sich ihre Zahl sogar verdoppelt. Jeder ahnt, dass Fast Food eine der Ursachen ist. Nicht umsonst investieren die großen Konzerne wie McDonalds extreme Summen in Kampagnen, die das positive Image des Fast Food fest im Bewusstsein des Durchschnittsamerikaners verankern sollen.

Der New Yorker Dokumentarfilmer Morgan Spurlock drehte in seinem ersten Kinoprojekt “Super Size Me” den Spieß einfach um: Gemäß dem amerikanischen Prinzip, nach dem der Verursacher für den Schaden aufkommen muss, sollen Fast-Food-Vertriebe dingfest gemacht werden. Spurlock erlegte sich auf, einen ganzen Monat lang dreimal täglich ein Menü von McDonalds zu essen.

Vor Beginn des Selbstversuchs ließ er sich gründlich medizinisch durchchecken – und war kerngesund. Der gesamte Essmarathon stand unter strenger Aufsicht dreier Fachärzte, die das Experiment mit wachsender Besorgnis beobachteten. Bereits nach zwölf Tagen hatte Spurlock acht Kilo zugenommen, und schon bald riet der Internist zum Abbruch. Spurlock klagte über Niedergeschlagenheit und nächtliches Herzrasen. Durch eine intelligent montierte Mischung von Hintergrundgesprächen mit Wissenschaftlern sowie Bildern von Operationen fettleibiger Patienten hält Spurlock in seinem Film geschickt die Balance zwischen Realsatire und Infotainment.

“Super Size Me” wurde 2004 beim Sundance-Festival mit dem Regiepreis ausgezeichnet und 2005 für den Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert. (Quelle: ARD)


Direkt danach, um 21:50 Uhr wird “Aufgetischt und abserviert – die Tricks der Lebensmittelindustrie” gezeigt.


Ein Film von Britta Buchholz und Kai Dietrich.
Jedes Jahr werden Hunderte neuer Lebensmittel “erfunden”, darunter sind Kreationen wie “Formschinken” oder “Analogkäse”. Oftmals ist solch ein Lebensmittelschwindel ganz legal. Da gibt es den Physalis-Tee, der ganz ohne Physalis auskommt, dafür mit Aromastoffen versehen ist. Oder die Fertigsauce, die mit “verbesserter Rezeptur” wirbt, obwohl die Zutaten minderwertiger geworden sind.

Es gibt ganze Produktpaletten, die vom Vorgaukeln falscher Tatsachen leben, wie beispielsweise das Etikett “Light”: Die Werbung spiegelt vor, man könnte schlank werden dank solcher Produkte. Doch weniger Fett bedeutet mehr Zucker – und umgekehrt. Professor Michael Hermanussen geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt: “Das Problem ist die Regulation des Appetits. Wir selbst müssen uns sagen, wir sind satt, wir sind nicht satt. Dieses Gefühl hat uns die Industrie abtrainiert.” Ein Inhaltsstoff ist dafür mitverantwortlich: der Geschmacksverstärker Glutamat. Er gilt als “Dickmacher”. Oft wird er durch glutamathaltigen Hefeextrakt ersetzt – denn der muss nicht als Geschmacksverstärker deklariert werden.

Der Film beschäftigt sich mit Ernährungsfragen und spürt auf, wo in Deutschland mehr getan werden müsste, um den Interessen von Verbrauchern entgegenzukommen.

[Quelle: www.3sat.de]


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