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Uran im Wasser: Gesundheitsminister ignoriert Stand der Wissenschaft

2011 trat endlich ein Uran-Grenzwert für Trinkwasser in Kraft, für den foodwatch jahrelang gekämpft hatte.

Die festgesetzte Höchstgrenze von 10 Mikrogramm Uran pro Liter ist zwar sicher für Erwachsene, bietet aber Säuglingen und kleinen Kindern keinen ausreichenden Schutz. Und Mineralwasser darf sogar weiterhin beliebig hoch belastet sein.

Mehr als 27.000 Verbraucher haben sich über unsere E-Mail-Aktion bereits an das Bundesverbraucher- und das Bundesgesundheitsministerium gewandt und sichere Grenzwerte gefordert. Doch die Politik stellte sich bislang taub. Gesundheitsminister Daniel Bahr ließ jetzt in einem Schreiben an foodwatch den Unterzeichnern unserer Protestaktion antworten – mit ernüchterndem Ergebnis:

Auf zwei Seiten leugnet das Ministerium jedes Risiko. Der Vorwurf, der Grenzwert biete kleinen Kindern keinen ausreichenden Schutz, sei „unbegründet und entspricht nicht dem tatsächlichen Sachverhalt“. Dabei geht selbst aus dem eigens aus Deutschland angeforderten Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde EFSA, auf das sich auch das Bahr-Ministerium beruft, das Gegenteil hervor! Wegen der chemischen Giftigkeit des Schwermetalls Uran sind bei den zugelassenen Mengen Nierenschädigungen bei kleinen Kindern nicht ausgeschlossen.

Noch unverantwortlicher als ihr Kollege verhält sich Verbraucherministerin Ilse Aigner. In ihren Verantwortungsbereich fallen die Vorgaben für in Flaschen abgefülltes Mineralwasser. Doch die Ministerin hält es nicht für nötig, hier überhaupt einen Grenzwert für Uran zu erlassen – Frau Aigner hat auch eine Antwort auf unsere E-Mail-Aktion bislang abgelehnt.

Wir lassen nicht locker, bis auch die Gesundheit kleiner Kinder wirksam geschützt wird. Helfen Sie mit: Unterstützen Sie unsere Forderung nach sicheren Grenzwerten – jetzt erst recht:
www.foodwatch.de/uran-aktion

Quelle: foodwatch.de

Videolink: https://youtu.be/bhjpKKPx6jY

Ein Kommentar zum Beitrag

  1. Das soll wohl ein Witz sein. Es gibt keinen zulässigen Grenzwert für radioaktives Material im Trinkwasser. Der „Grenzwert“ liegt bei 0,00.

    Es handelt sich hierbei schließlich nicht um ein normales Gift, sondern um Strahlung, also dem unversellen und ultimativen Todesprinzip der Natur. Wer mehr wissen möchte, empfehle ich das Buch Radioaktivität von Walter Russel. Dann blickt man eigentlich erst so richtig durch, was Radioaktivität bedeutet und welchen natürlichen Zweck die Natur damit verfolgt.

    Bleibt zu hoffen, dass durch die Einführung von „Grenzwerten“ dann wenigstens regelmäßig informiert wird, welches Wasser man auf gar keinen Fall trinken darf. Nur das kann ich mir irgendwie nicht so recht vorstellen, dass DAS passieren würde. Also besser selber bald was organisieren.

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