OrganicAlpha
Startseite > Gesundheit & Umwelt > Giftstoffe > US-Gericht verbietet dem BAYER-Konzern die Bhopalgas-Produktion

US-Gericht verbietet dem BAYER-Konzern die Bhopalgas-Produktion

Methylisocyanat (MIC) – ein von dem Konzern BAYER hergestelltes Gas, erlangte durch die Bhopal-Katastrophe bei der mindestens 15.000 Menschen ums Leben kamen, traurige Berühmtheit.

Die taz berichtet:
Ein US-Bundesrichter hat dem Bayer-Konzern erneut die Herstellung von Methylisocyanat (MIC), besser bekannt als „Bhopalgas“, per einstweiliger Verfügung untersagt. Joseph Goodwin ordnete am Mittwoch an, dass ein externer Gutachter die Fabrik in West Virgina inspizieren soll. Der Richter reagierte damit auf die Klage von 16 AnwohnerInnen. Sie versuchen seit der Katastrophe im indischen Bhopal, bei der im Dezember 1984 mehrere tausend Menschen ums Leben kamen, die Giftproduktion in Institute in West Virginia loszuwerden.

Richter Goodwin begründete seine Entscheidung mit den zahlreichen Verstößen des Konzerns gegen Sicherheitsbestimmungen und den „katastrophalen Risiken der MIC-Produktion“. Goodwin nannte zur Begründung auch die „Falschaussagen von BAYER zu früheren Unfällen im Werk“. William DePaulo, Anwalt der Kläger, hatte dem Gericht eine ausführliche Aufstellung zu Störfällen im Werk Institute übergeben. Außerdem reichte DePaulo eine von BAYER selbst erarbeitete Analyse ein, wonach ein Austritt von MIC bis zu 300.000 Anwohner gefährde.

Weiterlesen auf taz.de und cbgnetwork.org

Sekunden vor dem Unglück – Der Chemie-Supergau von Bhopal

Als die Nacht über der indischen Industriestadt Bhopal heranbrach, ahnte keiner der etwa eine Million Einwohner, welche Katastrophe ihre Heimat wenige Stunden später heimsuchen würde: In einem Werk des US-Chemiekonzerns Union Carbide kam es durch eine Fehlfunktion in den Tanks zur Freisetzung von 40 Tonnen Methylisocyanat – einer hochgiftigen Substanz, die zur Produktion von Schädlingsbekämpfungsmitteln eingesetzt wird. Eine Gaswolke trieb über die angrenzenden Elendsviertel hinweg, der etwa eine halbe Million Menschen ausgesetzt waren.

Videolink: https://youtu.be/7B4BiFeBKuQ

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *