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Vaginale Moorbehandlung bei Kinderwunsch und Sterilität – Die sanfte Geburt

Nach den Teilen 1 bis 14 der Artikelserie zur vaginalen Moorbehandlung bei Kinderwunsch und Sterilität, nun der letzte Teil!

Wenn Sie bis jetzt alles richtig gemacht haben und schwanger geworden sind, so erwartet Sie jetzt die Geburt. Der folgende Tipp ist sowohl für die Geburtsklinik als auch für Ihre Entbindung zu Hause empfehlenswert:

Die sanfte Geburt

Überblick zu den einzelnen Teilen dieser Artikelserie:

Einführung in die Methode der naturheilkundlichen vaginalen Moorbehandlung
Teil 1: “Die Geschichte der vaginalen Moorbehandlung
Teil 2: ”Die Bedingungen für eine Schwangerschaft
Teile 3-6 (zusammengefasst): “Schlechte Spermaqualität, Spermiopathie
Teil 7: “Die Lokale Neurovegetative Ursache
Teil 8: “Die Zervikale Ursache
Teil 9: “Die Uterus Ursache
Teil 10-11 (zusammengefasst): “Die Tubare Ursache
Teil 12: ”Die Hormonale Ursache, sekundäre Amenorrhoe, Anovulation
Teil 13: “Die Hypothalamo-Hypophysäre-Ursache
Teil 14: „Die Ovarielle Ursache

 

Der handliche Moortampon läst Sie nicht einmal während der Geburt Ihres „Moorlings“ im Stich.

Hier wird er allerdings nicht vaginal, sondern als eine äußere Moorpackung angewandt: Zwei heiße Moortuben auf eine dicke wasserundurchlässige Stoffunterlage ausdrücken und das alles direkt auf die Haut im Kreuzbereich anbringen. Die notwendige Fixierung kann das übliche CTG-Netz erledigen.

Das therapeutische Ziel ist: Schmerzlinderung, leichteres Öffnen des Geburtskanals, kürzere Eröffnungs- und Austreibungsperiode.

In akademischen Lehrkrankenhaus Luisenhospital Aachen haben wir 1986-1991 verblüffende Effekte mit solchen heißen Moorpackungen während der Geburt gesehen. Wir waren von ihrer Wirkung überrascht, auch wenn wir zuvor tägliche Erfahrungen mit warmen Wasserflaschen und Wannenbädern hatten.

Auffallend war, dass die Moorwärme eine bessere, entspannende Wirkung auf die Kreisende hatte. Sie erlebte die Eröffnungsphase praktisch schmerzfrei. Ihr Muttermund öffnete sich leichter, was zu einem schnelleren Geburtsvortschritt führte. Es gab keine Beeinträchtigung der Gebärmutterkontraktionen oder der kindlichen Herztöne.

Zwischen den Wehen schliefen die Kreisenden meistens kurz ein, bei der nächsten Wehe ausgeruht und koordiniert mit voller Kraft zu pressen Die Geburt ging immer sehr schnell voran. Keine Schmerzmittel oder Lumbalanästhesie waren nötig.

Das weiche Moor störte die Kreisende weder in der Rückenlage noch in sonstigen Lagen. Die auffällige Schmerzlinderung und Verkürzung der Austreibungsperiode wurde durch die cutiviszeral bedingte Relaxation des Muttermundes bewirkt.

Was bedeutet cutiviszeral?

Es ist ein Terminus technicus für die funktionelle Verbindung zwischen der Hautoberfläche und den inneren Organen, die aus der gleichen segmentalen Höhe nerval versorgt werden.

Was bedeutet segmentale Höhe?

Es ist ein Querschnitt des Körperbezirks, der von den Nervenaustritten im Bereich eines einzigen Wirbelkörpers innerviert wird. Wir können uns sich den Menschen wie auf den Händen und Beinen stehend vorstellen und dann im Bereich jedes Wirbelkörpers einen senkrechten gedanklichen Schnitt zu machen um Scheiben zu bekommen. So viele Segmente gibt es:

Wir haben 7 Halswirbel, 12 Brustwirbel, 5 Lendenwirbel und 5 zusammengewachsene Kreuzwirbel, hinzukommen die variablen, unbedeutenden Steißbeinwirbel. Die Kreuzwirbel sind für uns die wichtigsten, weil ausgerechnet die Nervenaustritte zwischen ihnen das innere Genitale steuern.

Die Wärme im Kreuzbereich beeinflusst nicht nur die Rückenmuskulatur, sondern alle Organe in demselben Querschnitt des Körpers. So wirkt die äußerliche Wärme auf der Haut auch direkt auf die glatte Muskulatur tief im Bauch, in unserem Falle auf den Muttermund der Gebärmutter. Dies geschieht durch die nervalen Impulse.

Warum wirkt die Moorpackung besser als die heiße Wärmflasche am Kreuz oder ein übliches warmes Bad vorher?

Ich meine, es hängt von der guten Formbarkeit des Moores ab, der direkt an der Haut gut haftet, und von dem relativ geringen Gewicht solcher Moorpackung aus nur zwei Moortampontuben, was trotzdem eine kontinuierliche, ausreichende und lange Wärmewirkung ohne Unterbrechungen ermöglicht.

Im Gegensatz dazu verpufft die Wärme nach einem zeitlich begrenzten Wasserbad recht schnell. Die übliche Wasserflasche aus Gummi ist so schwer und unflexibel, dass sie bei jeder kleinsten Körperdrehung von der Haut abspringt, die dann durch die Luft gekühlt wird, weil sie feucht ist. Die Feuchtigkeit verdunstet und entzieht dem Körper Wärme. Das bewirkt einen ungünstigen Kälte-Zwischenreiz.

Nicht so bei der Moorpackung. Sie bleibt die ganze Zeit über direkt an der Haut haften, auch wenn sich die Kreisende dreht oder sogar umherläuft. So leitet die Moorpackung ungestörte und langfristige Wärmesignale an das Rückenmark, das dann für die eindeutige entspannende Wirkung nicht nur in dem betreffenden nervalen Segment, sondern auch durch die afferenten Rückkoppelungen über das Gehirn, entspannende Impulse auf den gesamten Körper gibt.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Fachbuch “Vaginale Moorbehandlung“ von Dr. Robert Kovarik. Damit mehr betroffene Frauen auf diese natürliche und sehr einfache Selbst-Behandlung aufmerksam gemacht werden können, darf dieser Artikel unter Angabe der Quelle mit Hinweis auf das Buch uneingeschränkt kopiert und verbreitet werden.

Die vaginale Moorbehandlung ist für Frauen mit Kinderwunsch und anderen Beschwerden ein echtes Geschenk aus der Natur!

5 Kommentare zum Beitrag

  1. ich hab da jetzt schön des Öfteren was darüber gelesen, aber hat auch jemand Erfahrungen gemacht? Ich informiere mich sonst immer auf http://www.kinderwunsch-aktuell.de/massnahmen_und_methoden/alternative-methoden vielleicht könnte man diese Methode hier mal etwas mehr verbreiten? Bin nämlich ein großer Fan von Alternativen Methoden. LG

  2. Ich hatte bisher von dieser Methode auch noch nichts gehört. Gibt es irgendwo weitere Informationen darüber? Ich würde mich auch sehr für Erfahrungen von Müttern, die auf diese Weise ihr Kind zur Welt gebracht haben, interessieren.

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