Wie die Gentechnik unsere Umwelt und unsere Gesundheit ruiniert
16. Dezember 2009 von Healthman | 3 Kommentare | 230 mal gelesen
Eine Sammlung weiterer Artikel zum Gentechnik-Thema:
»Monsanto« und Patente auf Schweine
Wer meint, »Monsanto« und die anderen Großunternehmen des GVO-Agrobusiness würden bei ihren Geschäften von Wohltätigkeit und dem Willen zur Bekämpfung des Welthungers getrieben, der wäre vielleicht gut beraten, sich einmal genauer anzusehen, wie der »Monsanto«-Konzern sich bestimmte Zuchtschweine und deren Ferkel patentieren lassen will. Das GVO-Unternehmen (GVO steht für gentechnisch veränderte Organismen) will die Kontrolle über die gesamte weltweite Versorgung mit Grundnahrungsmitteln erreichen und die Nahrungskette monopolisieren. Wir sollten uns ernsthaft fragen, ob wir so etwas zulassen sollten.
Weltweit immer mehr Gentechnik-Lobbyisten in entscheidenden Positionen
Besorgt zeigt sich der freiheitliche Umweltspcher NAbg. Norbert Hofer bezüglich der Gentechnikfreiheit Österreichs. Schwarz-Gelb in Berlin wird die bisherige deutsche Haltung zur Agrogentechnik, die Österreich bei Ministerräten manchen Abstimmungserfolg beschert hat, in eine reine pro-Gentechnik-Linie verwandeln. Das reduziert unsere Aussichten auf langfristigen Erhalt unserer Gentechnik-Anbauverbote erheblich, erläutert Hofer. Auch die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die Entscheidung der Fraktionen von CSU und FDP für Klonfleisch.
Zuchterfolge ohne Gentechnik
Erstmals lassen sich Super-Kartoffeln, herzhafte Tomaten und ungezieferfreies Getreide erzeugen – auch ohne Gentechnik. Mit einer neuen Zuchttechnik helfen Forscher der Evolution auf die Sprünge.
Siegel für gentechnikfreie Nahrung im Handel kaum zu finden
Die Einführung des einheitlichen Siegels “Ohne Gentechnik” für Lebensmittel kommt nur schleppend voran. Die Umsetzung der Kennzeichnung scheine sich “länger hinzuziehen”, bislang hätten rund 30 Firmen sie für ihre Produkte beantragt, erklärte das Bundeslandwirtschaftsministerium.
Gentechnik erhöht Pestizidverbrauch um 145.000 Tonnen
Verheißungsvoll waren die Versprechen der “Grünen Gentechnologie”, kaum mehr Pestizide verwenden zu müssen. Nun zeichnet ein neuer Bericht allerdings ein völlig anderes Bild. Seit dem Beginn des kommerziellen Anbaus von Gentech-Pflanzen wurden in den USA rund 145 Mio. Kilogramm mehr Pestizide ausgebracht als zuvor.
Der Bluff der US-Agrarindustrie
Argentinien und Brasilien ernten weniger Soja – und die USA fallen als Lieferant aus, weil sie Gen-Varianten verwenden, die in Deutschland verboten sind. Müssen wir also unsere Vorgaben lockern? Bloß nicht, warnen Umweltverbände.
Millionenklage: Bayer muß für Gentechnik-Reis zahlen
Bayer Crop-Science muss den durch seinen Gentechnikreis LL-601 entstandenen Schaden ersetzen: Die gentechnische Verunreinigung von Reis-Saatgut im Süden der USA, die vor zwei Jahren um die ganze Welt ging, hat noch immer ihr gerichtliches Nachspiel. Den ersten beiden amerikanischen Reisbauern aus Missouri, die gegen Bayer klagten, sprach jetzt ein Gericht in St.Louis zusammen 2 Millionen US$ Entschädigung zu. 3000 weitere Klagen sind anhängig.
Studie bestätigt Gesundheitsbedenken bei Gen-Mais
Eine Studie von französischen Wissenschaftlern der Universitäten Caen und Rouen zeigt deutliche Hinweise auf Gesundheitsrisiken bei drei gentechnisch veränderten Mais-Varianten (MON810, MON863, NK603) der US-Firma Monsanto. Insbesondere die Blutwerte für Leber und Nieren – die Organe, die für das Ausscheiden giftiger Stoffe besonders wichtig sind – weisen signifikante Veränderungen auf.
Gentechnik bringt Pflanzengift ins Essen
Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat den Verbrauch von Spritzmitteln nicht, wie von den Agrarkonzernen versprochen, gesenkt. Stattdessen hat er – zumindest in den USA – zu einem deutlichen Anstieg der Verwendung von Unkrautvertilgern geführt.
Weltweites Ackerland-Monopoly
Bisher weckte nur russisches Öl und Gas das Interesse der großen Investoren. Aber seit kurzer Zeit und unbemerkt von den Weltmedien ist russisches Ackerland ein attraktiver Rohstoff in den Augen der globalen Großinvestoren geworden. Und nicht nur russisches Land. Nachdem im letzten Sommer die Getreidepreise in den Himmel schossen und Hungeraufstände in verschiedenen Ländern der Welt ausbrachen, machen sich die Zukunftsweisen Gedanken darüber, wie lange das Ackerland die wachsende Weltbevölkerung ernähren kann.
Bald Gentechnik-Reis aus China?
Setzt das grösste Reis-Land der Welt erstmals massenhaft Gentechnik in der wichtigsten Nahrungspflanze der Menschheit ein? Was zuerst wie ein gestreutes Gerücht klang, scheint jetzt amtlich: Das chinesische Landwirtschaftsministerium hat laut Bloomberg bekannt gegeben, dass 2 Gentechnikreis-Sorten und eine Maissorte auf ihre Sicherheit geprüft seien und in zwei bis drei Jahren in grossem Stile angebaut werden könnten, wenn die weitern Tests positiv verlaufen.
Die Leinsamen-Horrorstory namens Triffid
Kanadischen Farmern ist die Verunreinigung ihrer Ernte mit der gentechnisch veränderten Flachs-Sorte “Triffid”, die nirgends auf der Welt mehr zugelassen ist, in die Glieder gefahren. Ein Desaster: Die Preise für ihr Omega-3-Fettsäure-haltiges Gesundheitsprodukt brechen ein und ein 300-Millionen-Dollar Markt ist in Gefahr, wie die kanadische Globe and Mail berichtet. Triffid wurde mittlerweile in 36 Staaten rund um den Globus gefunden.
Greenpeace jetzt für Gentechnik?
“Neuer Greenpeace-Chef kündigt Strategiewechsel an” verkauft der Spiegel ein Interview mit dem frisch gebackenen Direktor von Greenpeace International, Kumi Naidoo, und treibt mich mit dieser Pressemitteilung zum Kiosk: “Skeptisch äußert sich Naidoo dagegen über die grundsätzlich ablehnende Haltung von Greenpeace gegenüber Techniken wie etwa der Abtrennung und Speicherung von Kohlendioxid in Kraftwerken oder der grünen Gentechnik. Angesichts von Entwicklungen wie dem Goldenen Reis, der unterernährte Kinder mit Vitamin A versorgen und vor der Erblindung bewahren könnte, wolle er prüfen, ob diese Positionen nicht revidiert werden müssten: “Wir müssen sichergehen, keine neue, richtige Entwicklung zu verpassen.”
Obama nominiert Gentechnik-Lobbyisten als Chef-Unterhändler für Agrarhandelsfragen
Die New York Times fragte sich, ob Islam A. Siddiqui wohl der Richtige für diesen job ist: Präsident Obama hat den Vize-Präsidenten von “CropLife“, dem Zusammenschluss von Monsanto, Syngenta, Bayer, BASF, Dow Chemical und anderen Pestizid- und Gentechnik-Multis als Chef-Unterhändler für Agrarhandelsfragen vorgeschlagen.
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