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Wie Kinder lernen und die Welt entdecken (Doku)

Eine gesunde Entwicklung kann nur mit Liebe stattfinden!

Kinder sind von Natur aus neugierig und lernen beinahe wie von selbst – vorausgesetzt sie wachsen in einer Umgebung auf, die sie dazu anregt und in der sie sich sicher fühlen. Dazu zählen vor allem Bezugspersonen, die sich für sie und ihre Lernfortschritte auch wirklich interessieren. Doch häufig fehlt Kindern eine solche sichere Bindung.

Englisch für Säuglinge, Schach-Training im Buggy, Rhetorik-Kurse für Zweijährige – die Lebenswelt von Kleinkindern hat sich in Deutschland seit dem Pisa-Schock drastisch verändert. Die Beschleunigung des Lebens und der Wettbewerb um die besten Startbedingungen machen auch vor dem Kinderzimmer nicht mehr halt. Je früher, desto besser, nur keine “Zeitfenster” verpassen – das ist der neue Bildungsimperativ für Eltern. Der Zwang zur Frühförderung setzt Eltern und Kinder gleichermaßen unter Druck und führt sie in eine Sackgasse.

Denn Lernen kommt vor allem durch Liebe. Das klingt zwar altmodisch, ist aber wissenschaftlich vielfach erwiesen. Zugleich ist diese Erkenntnis brisant, denn ein Drittel der deutschen Kinder bekommt nicht mehr das, was sie eigentlich bräuchten: eine “sichere Bindung”. Ihnen fehlen emotionale Nähe, Zuwendung und stabile soziale Beziehungen. Doch ohne persönliche Zuwendung lernen Kinder deutlich schlechter – darin sind sich Neurobiologen, Entwicklungspsychologen und Bildungsforscher einig.

In Beobachterposition: Noch sind Spielsachen für Simon interessanter, als das Gegenüber. Ohne Liebe fällt nicht nur das Lernen schwerer, auch die Entwicklung von Empathie und späterer Bindungsfähigkeit hängt sehr stark davon ab, welche Zuwendung Kinder besonders in frühen Jahren erfahren. Schon 2005 zeigte eine Studie von Forschern der Universität Wisconsin, dass sich der Hormonhaushalt im Gehirn von Babys dauerhaft verändert, wenn sie nicht genug Zuwendung bekommen. Dadurch kann es ihnen später dann selbst schwerer fallen, liebevolle Bindungen zu anderen Menschen aufzubauen.

Es ist erstaunlich, welch ungeheure Lernleistungen Kinder in ihren ersten drei bis vier Lebensjahren vollbringen können. Sie wollen die Welt erkunden und erobern, sie wollen mit ihrem Gegenüber in Kontakt treten – und zwar vom ersten Atemzug an. Lange dachte man, dass bewusstes Kommunizieren erst mit der Sprache beginnt. Doch die vorsprachliche Kontaktaufnahme ist der Anfang aller Kommunikation und allen Lernens. Bereits mit wenigen Monaten weiß ein Säugling sein herzzerreißendes Weinen gezielt einzusetzen. Er hat den Zusammenhang von Ursache und Wirkung verstanden.

Auch wenn Kinder bereits sprechen können, läuft immer noch ein Großteil des Austauschs mit den Bezugspersonen über nonverbale Kommunikation ab. Hier spielen die viel zitierten Spiegelneuronen eine zentrale Rolle, jene Nervenzellen, die dem Menschen das Lernen durch Beobachtung ermöglichen. An dieser Stelle kommen wieder die Eltern ins Spiel: Imitation ist nur möglich, wenn das Kind sich geborgen und sicher fühlt.

Der Film von Doris Metz erzählt in Alltagsbeobachtungen und kleinen Versuchsanordnungen die wichtigsten Stadien der kommunikativen Entwicklung hin zum Ich. Und die ist anrührend und ungeheuer spannend mitzuerleben – nicht nur für Eltern, sondern für alle, die mehr über sich wissen wollen. Erst wenn ein Kleinkind sich selbst erkennt und “Ich” sagen kann, kann es sich in andere Menschen hineinversetzen und Freundschaften schließen. Die Dokumentation kommt ohne Experten aus – ihre Stars sind ein knappes Dutzend Babys und Kleinkinder: alles kleine Eroberer einer großen Welt.

Kleine Eroberer: Wie Babys die Welt entdecken

(Dokumentation Phoenix 2011)

Teil 1: Gehen


Videolink: https://youtu.be/rC11aOxFvYM

Teil 2: Denken


Videolink: https://youtu.be/WXZEnIOUlgg

Teil 3: Sprechen


Videolink: https://youtu.be/eB_pr4lOAF4

Teil 4: Fühlen


Videolink: https://youtu.be/y1SXmaZR348

Teil 5: Angehören


Videolink: https://youtu.be/PTiQM8Xotf0

Teil 6: Verknüpfen


Videolink: https://youtu.be/giAYx2PjsAM

8 Kommentare zum Beitrag

  1. Ich weiss das vor einigen Wochen bereits ein ähnlicher Beitrag auf Spiegel zu finden war, doch leider konnte ich nur noch diesen hier finden:
    http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,792682,00.html
    Dabei fällt mir immer wieder auf das wir als Eltern wirklich sehr häufig über die STränge schlagen, insbesondere dann, wenn wir doch eigentlich nur das beste wollen.
    Es ist wohl einfach der Wille, insbesonders bei der Mittelschicht das es die Kinder mal besser haben sollen.
    Ich selber habe nun eine 3 Monate alte Tochter und verschlinge solches ‚Wissen‘ immer sofort und versuche es auch meiner Frau etwas näher zu bringen. Hier bei uns (Philippinen) hat man zwar schon ein anderes Verhältnis zu Kindern, aber dennoch sehe ich immer wieder wie sie mit mir gemeinsam solche Informationen liest und ihr Erkentnisse kommen über die sie vorher nicht einmal nachdachte.
    Auch wenn es mit der Übersetzung nicht immer ganz hin haut, aber wenn man es gemeinsam liest und darüber spricht ist es doch eine wirklich nützliche Hilfe.
    Daher vielen Dank für euren Beitrag. Einmal etwas mehr das ich mit meiner Frau gemeinsam ein zweites mal lesen werde.

  2. Hallo Gesundheitsapostel,

    ist alles OK bei dir?
    Denn Du hast schon länger keinen Beitrag mehr gemacht? :unsure:

    LG,
    Outside-Job

  3. Ich warte auch schon seit lang auf paar neue und interessante Artikel. Jede Woche Besuch ich deine Seite aber immer noch nichts. :cwy:
    Wie siehts den bei dir aus?

  4. Herzlichen Dank!
    Hier geht es jetzt die nächsten Tage wieder weiter mit neuen Artikeln! Es war in letzter Zeit nur etwas turbulent bei mir…

    Liebe Grüße
    Gesundheitsapostel 🙂

  5. Hallo Gesundheitsapostel,
    schön wieder von dir zu lesen. :w00t:

    Ja jeder braucht mal eine Auszeit.

    Ich hatte mal bei deiner Suchfunktion was nachgesucht, aber nocht nichts gefunden.

    „Schwarzer Hautkrebs“

    Hattest Du schon zu diesem Thema schon einen Beitrag gemacht?

    Hier noch ein Link welcher dich vielleicht interessieren könnte.

    http://www.patent-de.com/20061123/DE202006001133U1.html

    LG,
    Outside-Job

  6. schön, dass du wieder da bist, habe zwar bis jetzt immer still mitgelesen, aber zu dem beitrag „wie die pharmaindustrie ärzte korrumpiert“ musste ich dann doch mal meinen senf dazugeben, das regt mich immer mehr auf! 🙁

    was ich sagen wollte, mach weiter so, ich lese die artikel hier alle sehr gerne! 🙂

  7. Kinder entwickeln sich in frühen Jahren rasant schnell. Hierbei erfolgt die Kinderentwicklung in einzelnen Entwicklungsphasen.

    Besonders liebevolle Kindererziehung ist sehr fördernd.

    Vielen Dank für diesen guten Artikel.

    Liebe Grüße,

    Güngör

  8. Die Kinderentwicklung in frühen Jahren ist für die gesunde ENtwicklung des Kindes sehr wichtig.

    Um auch die folgenden Jahre mit Ihrem Kind gesund und glücklich zu verbringen, sollten Sie früh anfangen, Ihr Kind zu fördern.

    Kinder lernen schnell! Sie saugen viel auf und entdecken so die Welt.

    Mehr zum Thema Kinderentwicklung erhalten Sie unter:
    http://www.elternlebenleichter.com/

    Vielen herzlichen Dank für diesen tollen Artikel.

    Viele Grüße
    Eve

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