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Mobilfunk, eine Gefahr für die Gesundheit

Artikel von Mut zur Wahrheit

beim Stammtisch Stuttgart am 10.12.2009 war das Thema „Mobilfunk“ angesagt. Da leider nicht gefilmt werden konnte, ist es nun angebracht, die wichtigsten Fakten, Argumente und Praxistipps hier noch einmal zusammenzustellen. Ich muss jedoch darauf hinweisen, dass die folgenden Informationen keinesfalls als vollständig angesehen werden können.

Studien

  • Eine Metastudie („Bio initiative working group NY“) beurteilt 2.000 Studien und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis.
  • Die Salford-Studie („Nerve Cell Damage in Mammalian Brain after Exposure to Microwaves from GSM Mobile Phones“) wurde an der Universität Lund durchgeführt. (Link)
  • Die Reflex-Studie wurde im Rahmen eines von der EU initiierten Programmes zum Thema Mobilfunk und Gesundheit gefördert. (Link)
  • Studien werden oft so anlegt, dass man gar nichts oder fast nichts negatives finden kann.

Auswirkungen

  • Langzeitauswirkungen: Lebensbedrohliche Folgen wie Krebserkrankungen, die bei Untersuchungen im Umfeld von Sendeanlagen teilweise massiv gehäuft auftraten.
  • Störungen des menschlichen Organismus sind auch weit unterhalb der Grenzwerte nachgewiesen.
  • Strahlungsdichte: Die heutige Strahlungsdichte birgt eine Vielzahl von Risiken für das sensible biologische System des menschlichen Organismus. Sie ist für unmittelbare Anwohner von Sendeanlagen besonders gefährlich.
  • Alltägliche Beschwerden: Viele alltägliche Beschwerden und Erkrankungen werden nachweislich mit der Mobilfunkstrahlung in Zusammenhang gebracht.
  • Trotzdem berufen sich Gesetzgeber, Politik und Industrie „auf die Einhaltung der Grenzwerte“.

Grenzwerte nutzlos

  • Die in Deutschland gültigen Grenzwerte sind, auch im Vergleich zu den Nachbarländern, viel zu hoch.
  • Die Grenzwerte für UMTS betragen ein Vielfaches der sonstigen Grenzwerte.
  • Die Grenzwerte sind nicht auf die gefährlichen athermischen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung ausgelegt.
  • Die Grenzwerte gelten nur für kurzfristige thermische Auswirkungen.
  • Langzeitwirkungen werden bei den Grenzwerten nicht berücksichtigt.

Keine Aufklärung

  • Eine objektive Aufklärung seitens des Gesetzgebers oder der Mobilfunkbetreiber findet nicht statt.

Praktische Beweislastumkehr

  • In manchen Studien konnte im Grenzbereich der Zusammenhang aus Ursache und Wirkung tatsächlich nicht vollständig hergestellt werden. Allerdings: Dieser Zusammenhang MUSS gar nicht zweifelsfrei hergestellt sein. Es genügt der Verdacht, um Vorsorge betreiben zu MÜSSEN.
  • Tatsächlich wird von Mobilfunkanbietern und Politik aber das Gegenteil praktiziert. Es wird behauptet, es seien keine negativen Auswirkungen feststellbar, also müsse auch nichts unternommen werden. Das ist sachlich nicht nur falsch, es bedeutet auch die Beweislastumkehr auf Kosten unserer Gesundheit.

Die größten Kritiker

  • Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) fordert eine Umkehr in der Mobilfunkpolitik und drastische Maßnahmen, um weitere Schäden von Mensch, Tier- und Planzenwelt abzuwenden. Unter anderem beharrt der BUND auf den sofortigen Ausbaustopp des Sendernetzes und die Senkung der in Deutschland weltweit höchsten Grenzwerte, und zwar eine Reduzierung um das Zehnmillionenfache!
  • Die an die Ärztekammer Wien angeschlossenen Ärzte machen mit 10 praktischen Tipps auf die Gefahren von Mobilfunkstrahlung aufmerksam.
  • Auch die Bundesärztekammer hat vor einer Verharmlosung der Gesundheitsrisiken durch die Mobilfunktechnik gewarnt.

Persönliches Resultat

  1. Von der Industrie selbst hätte ich im Leben keine Beteiligung an einer objektiven Aufklärung erwartet. Dass die Regierung(en) es ebenfalls nicht tun, lässt tief blicken. Lassen sich unsere Parlamentarier vielleicht durch die Drohung „…sonst müssen wir Arbeitsplätze abbauen.“ erpressen?
  2. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen eindeutig die Gefährlichkeit der Mobilfunkstrahlung. Ich komme zu dem Ergebnis, dass einmal mehr kritische Fakten lieber unter den Tisch gekehrt werden, als offen über Probleme und Lösungen zu debattieren.
  3. Interessant auch bei diesem Thema ist, wer was behauptet. Diejenigen, die mit der Technik Milliarden-Umsätze machen, wissen mal wieder von gar nichts.
  4. Die Industrie beantragt zurzeit ein Patent, das die gesundheitlichen Gefahren von DECT sogar selbst in der Patentschrift zitiert, um der technischen Neuerung Nachdruck zu verleihen, um gerade diese Gefahren zu mindern! Fazit: Sie wissen, dass die DECT-Technik die Menschen krank macht, können es aber nicht zugeben, weil sie sonst Regress- Forderungen bekämen.
  5. Als Student der Kommunikationstechnik (ehem. Nachrichtentechnik) kann ich ergänzen: Selbstverständlich schweigen sich auch alle Professoren und Dozenten über jede Art von Bedenken aus.
  6. Wie lange werden Verharmlosungs- und Verleugnungstaktiken noch Stand halten? Wann werden die Menschen aufstehen und die jedem zustehende offene und soziale Gesellschaft einfordern?

Doch nun zum hilfreichen Teil. Was kann jeder Einzelne tun, um sich und Mitmenschen zu schützen? Dazu noch ein Hinweis: Was oben unter der Überschrift „Mobilfunk“ behandelt wurde, trifft auch auf schnurlose Haustelefone (DECT), WLANs, Bluetooth und terrestrisches Digitalfernsehen (DVB-T) zu, da auch dort gepulste Mikrowellenstrahlung im Einsatz ist.

10 medizinische Handy-Regeln der Wiener Ärztekammer

  1. Prinzipiell so wenig und so kurz wie möglich telefonieren! – Festnetz oder VoIP verwenden. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren sollten Handys nur für den Notfall mitführen!
  2. Das Handy während des Gesprächaufbaus von Kopf und Körper fernhalten (Armabstand)!
  3. Nicht in Fahrzeugen (Auto, Bus, Bahn) telefonieren – die Strahlung ist höher!
  4. Beim Versenden von SMS das Handy generell so weit wie möglich vom Körper fernhalten!
  5. Beim Kauf von Handys auf einen möglichst geringen SAR-Wert sowie einen externen Antennenanschluss achten!
  6. Handys nicht in die Hosentasche stecken – die Strahlung kann möglicherweise die Fruchtbarkeit bei Männern beeinträchtigen!
  7. Zu Hause über das Festnetz telefonieren und das Handy ausschalten!
  8. Keine Spiele via Handy spielen!
  9. Bei Verwendung von Headsets oder integrierter Freisprecheinrichtung Handys möglichst weit weg vom Körper positionieren (z.B. äußere Rocktasche, Handtasche)!
  10. Besonders Wireless LAN bzw. UMTS führen zu einer hohen Dauerbelastung!

PDF-Downloads

Die Best Practice-Tipps von Mut zur Wahrheit

Solange die Lage derart unsicher (oder: klar – wie man will) ist, sollte man alles Überflüssige meiden. Praktisch heißt das:

  • Mobilfunk vermeiden. Wo möglich, Festnetztelefone oder Telefonzellen benutzen. Wenn das mal nicht möglich ist, kann und sollte man
    • prinzipiell so wenig und so kurz wie möglich telefonieren.
    • das Handy so weit wie möglich vom Körper entfernt verwenden.
    • ein Headset mit dem Handy verbinden, damit es beim Telefonieren nicht direkt am Kopf getragen werden muss.
    • vermeiden, in Autos, Bussen oder der Bahn zu telefonieren (die Sendeleistung ist hier höher).
    • öfter den Offline-Modus aktivieren, wenn man nur Musik hören oder das Gerät als Uhr verwenden will. Im Offline-Modus wird das Sende-/Empfangsteil abgeschaltet, als sei es ausgestellt.
    • beim Kauf von Handys auf einen möglichst geringen SAR-Wert achten (dieser ist aber wenig aussagekräftig).
  • DECT-Telefone und Basis-Stationen, die permanent mit voller Sendestärke strahlen, sind überflüssig.
  • Kauft ein schnurgebundenes Telefon. Oder, wer auf drahtlosen Komfort nicht verzichten will, verwendet ein DECT-Mobiltelefon, das full ECO bzw. ECO Plus unterstützt. Dies können einige Modelle von Swissvoice, Siemens Gigaset aber immer mehr andere. Achtung, man muss den ECO Plus Modus i.d.R. noch manuell am Gerät aktivieren.
  • WLAN-Netze (Wireless LAN, kabelloses Funknetz) sollten vermieden werden. Kauft stattdessen LAN-Kabel, das ist nicht zu teuer, eventuell muss man aber durch Wände bohren. Wo das nicht möglich ist, zu viel Aufwand bedeutet oder man auf Komfort nicht verzichten will, kann man
    • die WLAN-Sendeleistung des Access Point verringern (10 bis 25 Prozent reichen in mittelgroßen Wohnungen oft völlig, von Tür zu Tür reichen schon 6 Prozent) und/oder
    • wenigstens eine Nachtschaltung aktivieren. Diese sorgt dafür, dass in einem bestimmten Zeitraum (nachts), sobald keine PCs/Notebooks mehr eingeschaltet sind, das WLAN abgeschaltet und erst zum bestimmten Zeitpunkt wieder eingeschaltet wird. Abweichungen von dieser eingestellten Regel sind dann bei Bedarf möglich: Bei Speedport- und FRITZ!Box-Routern kann man über ein angeschlossenes Telefon durch eine Tastenkombination das WLAN auch manuell ein- und ausschalten.
  • Mikrowellenöfen zur Essensaufbereitung meiden. Hier treffen ähnliche Gründe zu. Schmeckt meist eh nicht, und ist nicht mit Liebe sondern in Eile und Hetze gemacht.
  • Kein DVB-T (digitales Fernsehen via Antenne) benutzen. Zugegeben: Ein Boykott erscheint zwecklos. Allerdings bedeutet die Nutzung eine wirtschaftliche Förderung für die DVB-T Anbieter. Wenn die Sendeanstalten irgendwann merken, dass nur noch Kabelfernsehen und DVB-S genutzt werden, kann DVB-T wegfallen.

Vielen Dank an Mut zur Wahrheit und an den Stuttgarter Stammtisch!

Eine weitere Studie aus Schweden:

Protein reagiert auf Mobilfunkstrahlung

Eine Studie aus Örebro in Schweden belegte jetzt, dass Mobiltelefone und andere schnurlose Telefone Auswirkungen auf das Gehirn haben.

Dafür untersuchten die Forscher Blutentnahmen von Erwachsenen auf so genannte Biomarker. Unter anderem wurde der Fokus auf ein Protein gelegt, das ein Teil der Blut-Liquor-Schranke ist. Diese schützt das Gehirn vor Stoffen aus dem Blutkreislauf, die dort Schaden anrichten könnten wie Krankheitserreger und Toxine und hält so die Homöostase im Gehirn aufrecht.

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