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Die Brennnessel – ungeliebtes Wunderkraut und bekämpfter Heilbringer


Stark und unverwüstlich wächst die Brennnessel überall, weshalb sie auch gerne als “Pionierpflanze” bezeichnet wird. Für die einen ist sie das verhasste Unkraut aufgrund ihrer brennenden Eigenschaften – für die anderen aber zählt sie, wegen ihrer Inhaltsstoffe, zu den wertvollsten Heilkräutern überhaupt.

Wenn Sie die Brennnessel bisher gemieden und bekämpft haben, nehmen Sie sich bitte die Zeit und schauen sich die untenstehende Dokumentation an. Die Wahrscheinlichkeit liegt hoch, dass Sie hinterher ganz anders über dieses wunderbare Geschenk der Natur denken werden.

 

Gesundheitlicher Nutzen / zugesprochene Heilwirkungen: 

Die Brennnessel wirkt blutreinigend, blutbildend, blutstillend und Stoffwechsel-fördernd.

Sie kann angewandt werden bei Rheumatismus, Gicht, unterstützend bei Diabetes (Erhöhung der Enzymproduktion der Bauchspeicheldrüse und Senkung des Blutzuckerspiegels), unterstützend bei Krebs, Prostatabeschwerden, Nierenleiden, Harnwegserkrankungen, Leber- und Gallenleiden, Milzerkrankungen, Verschleimung des Magens und der Atmungsorgane, Magenschwäche, Magenkrämpfen, Magenbrennen, Sodbrennen, Magen- und Darmgeschwüren, Magenblutungen, Verdauungsstörungen, Durchfall, Verstopfung, Lungenerkrankungen, Lungentuberkulose, Bluthochdruck, Menstruationsbeschwerden, Frühjahrsmüdigkeit und Appetitlosigkeit.

Auch äußerlich kann die Brennnessel angewendet werden um Wunden auszuwaschen, bei eiternden Abszessen, Forunkel, Hautunreinheiten, bei starker Kopfschuppenbildung und fettigem Haar.

 

Nutzen in Garten und Landwirtschaft:

Als Wuchs und Jauche schützt die Brennnessel vor Blattläusen, stärkt die Pflanzen und bringt energiereiche Früchte. Die Brennnessel ersetzt giftige Chemikalien und hält (anders als diese Gifte) den Boden gesund und fruchtbar. Weil sie allen herkömmlichen chemischen Spritzmitteln weit überlegen ist, wird sie nun von der Industrie bekämpft (siehe Doku!).

 

Inhaltsstoffe: 

Die jungen Triebe sind reich an Flavonoiden (überwiegend Quercetin, Kämperol und Isorhamnetin), Enzyme und pflanzliche Hormonen (Phytohormone), Fett und Kohlenhydrate, viel Magnesium, Kalium, Eisen, Phosphor, Natrium, Schwefel und Silicium in form löslicher Kieselsäure, reich an Eiweiß (mehr als Sojabohnen!) und Vitamin A, Vitamin C (mehr als Orangen!) und Vitamin E. 

In den Samen etwa 30% fettes Öl (besonders Linolsäure), viel Vitamin E, Schleimstoffe und Carotinoide.

 

Verwendbare Pflanzenteile:

Blätter, Samen, Blütenknospen und Wurzel. Die Blätter und die jungen Triebe sammelt man im Frühjahr/Frühsommer, den Samen und die Wurzeln im Herbst. 

 

Der Kampf um die Brennnessel

Es ist kaum zu glauben, aber leider die Realität: In Frankreich ist derzeit ein echter “Brennnessel-Krieg” entfacht.

WeAreChangeAustria:

Seit September 2002 ist der Verkauf von Brennnesseljauche in Frankreich verboten. Und seit dem ersten Juli 2006 verbietet ein Gesetz, staatlich nicht genehmigte Pflanzenextrakte, die das Wachstum fördern oder dem Pflanzenschutz dienlich sind (wie zum Beispiel die seit Jahrhunderten benutzte Brennnesseljauche) zu verkaufen, zu besitzen und zu benützen. Sogar Werbung und Empfehlungen für diese Produkte sind nunmehr verboten. 75.000 Euro Strafandrohung für das Verbreiten von jahrhundertelang bekannten Informationen über die Jaucheherstellung, weil es “keine Marktzulassung” gäbe.

Am 31. August 2006 erhielt Eric Petiot, Mitverfasser des Buches “Purin d’ortie et Compagnie”, Besuch eines Agenten der DNECCRF (staatliche Kontrollbehörde für Steuerhinterziehung und andere Vergehen) und der SRPV (regionale Behörde für Pflanzenschutz). Sie beschlagnahmten Lehrbücher und Dokumente und untersagten ihm gleichzeitig, weiterhin Informationen über die Eigenschaften der Präparate und die inkriminierten Herstellungsverfahren zu verbreiten. Diese Maßnahmen kriminalisieren all jene, die biologische oder biodynamische Kulturen anlegen, wie auch Amateur-GärtnerInnen, die mit der Erde sorgfältig umgehen und Leute, die mit bewährten traditionellen Rezepten arbeiten, die nicht mit den Normen des Agrobusiness übereinstimmen.

ARTE-Doku: Brennnessel, die ungeliebte Pflanze:

Brennnessel, die ungeliebte Pflanze?  - Brennnessel-Krieg in Frankreich

Die Brennnessel ist eine ungeliebte Pflanze. Doch sie hat viele medizinische, kulinarische und ökologische Tugenden. So ist fermentiertes Brennnesselkonzentrat ein ausgezeichneter Dünger, der die Pflanzen stärkt und vor Blattläusen und anderem Ungeziefer schützt. Angesichts des Erfolgs dieser Brennnesseljauche wurden nun Bestimmungen erlassen, um ihre Verwendung zu regeln. In dem daraufhin entbrannten “Brennnesselkrieg” stehen sich die Befürworter und die Gegner der Vermarktung von lebenden Substanzen gegenüber.

Die Brennnessel ist zu einem Symbol für die Unabhängigkeit von der Agrochemie-Lobby geworden. Sie offenbart unser Verhältnis zur Natur und steht für einen vernünftigen Umgang mit der Artenvielfalt. Von den Pyrenäen über die Parkanlagen des Schlosses von Versailles und die Labore der Londoner Kew Gardens bis hin zu den australischen Regenwäldern geben Wissenschaftler, Landschaftsarchitekten und Ethnologen einen Überblick über die verschiedenen Lebensräume der Brennnessel.

 

Brennnessel, die ungeliebte Pflanze?

Videolink: http://youtu.be/IirOnfTSXqk
Quelle: ARTE: Brennnessel, die ungeliebte Pflanze

 

Eine kurze Brennnessel-Kunde

Kleine Kräuterkunde: Brennnessel
Mehr Kräuterkunde-Clips gibt es unter www.hope-channel.de

Videolink: http://youtu.be/u6cvU4YtS7Y

Kleine Kräuterkunde: Brennnessel (2)

Videolink: http://youtu.be/DMEYa_d5WAw

Wolf Dieter Storl: Die Brennessel

Videolink: http://youtu.be/in7KTcUA-qk

 

Weiterführende Links:



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3 Kommentare und 1 Trackback/Pingback

  1. 1. Anon Pflanzenliebhaber

    Kommentar vom 14. January 2012 um 08:21

    Zuerst mußte aus Profitgründen Hanf dem Rockefeller Öl weichen,jetzt die Brennesel dem Monasanto Genveränderten Pflanzen Müll.Der weiße Mann macht Gesetze um diese wieder zu brechen,denn diese Männer können kein Wort halten.

  2. 2. Sagarund

    Kommentar vom 15. January 2012 um 18:46

    Dann lasst uns endlich, lückenlos hinunter bis zum kleinsten Rädchen aus Finanzamt oder Polizei die Namen derer zusammentragen, welche bei der Zerstörung von Planet und Gesellschaft aktiv mitwirken. Lasst uns deren Namen regional, geordnet veröffentlichen. Die Menschen müssen ihre Todfeinde mit Namen und Adresse kennen! Wie sonst sollen wir uns gegen diese Teufel wehren.

  3. 3. Schneider Michael

    Kommentar vom 10. September 2012 um 16:35

    Habe die Brennesse, als Sojaersatzstoff in der Tierhaltung erkoren, möchte im nächsten Jahr damit Fütterungsversuche machen, mach bisher mit Grünland als Sojaersatzstoff, nur die Brennessel ist für die Tierkinderstube besser.
    So kann die Veredelungserzeugung in Deutschland bodenabhängig gemacht werden, um so Überproduktionen abzubauen, bei mehr Nachhaltigkeit Klima.-,Tier.- und Verbraucherschutz.

  4. [...] Gesundheitlicheaufklaerung.de [...]

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