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Globales Bienensterben nimmt weiterhin zu – Zukünftige Ernährung gefährdet

In der letzten Zeit wird uns Menschen immer mehr bewusst, wie abhängig wir doch von der Natur sind und wie klein und machtlos gegen die Gewalten von Mutter Natur.

Wie das Umweltprogramm der Vereinte Nationen UNEP in einem Artikel veröffentlichte, gehen die weltweiten Bienenbestände immer drastischer zurück. Anders gesagt: Wenn diese dramatische Entwicklung so weiter geht, sterben die Bienen aus und dann haben wir ein sehr unangenehmes Problem.

Besonders industrialisierte Regionen verlieren jährlich große Teile ihrer Bienenvölker. Manche Regionen verzeichnen sogar einen Rückgang von 85 Prozent! Die Ursachen für dieses Massensterben könnten viele sein, die Forscher bringen jedoch keine eindeutigen Ergebnisse zustande. Wahrscheinlich deshalb, weil mehrere Missstände daran schuld sind, die zusammen eine synergetische zerstörerische Wirkungen entfalten.

  • Schädlinge wie Pilze und Milben: Die Bienen sind anfälliger für schädliche Mikroben geworden. Wahrscheinlich aufgrund der verschiedensten Giftstoffe mit denen sich die Bienen plagen müssen, wie Pestizide und Luftverschmutzung durch Industrie und Verkehr.
  • Chemikalien: Besonders die eingesetzten zahlreichen Pestizide in der Landwirtschaft, sowie die chemische Verschmutzung von Wasser und Luft durch Industrieabgase zerstören das Tier- und Insektenleben.
  • Elektrosmog / Mobilfunk: Einige Forscher gehen davon aus, dass elektromagnetische Felder das Verhalten der Bienen beeinflussen. Es wird z.B. das „Navigationssystem“ der Bienen gestört, so dass sie sich verirren und nicht mehr zum Nest finden.
  • Gentechnik: Bienen nehmen bei ihrer Arbeit wahrscheinlich die Bakteriengifte von genmanipulierte Pflanzen auf, die ihr Immunsystem schädigen und sie anfälliger für Pilze und Milben machen.
  • Biodiversitäts-Verlust: Die fortschreitende Zerstörung der biologischen Vielfalt nimmt den Bienen die wichtigsten Nahrungsquellen. Schuld daran sind Monokulturen, eingesetzte Pestizide, Abholzung von Wäldern, ausgelaugte Böden, …
  • Klimaerwärmung: Wird ja gerne von manchen „Experten“ angeführt. Wir mögen sicher einen KlimaWANDEL haben – aber diesen gab es im Laufe der Erdgeschichte wohl schon unzählige Male. Das Märchen von der Klima-Erwärmung durch das böse CO2 glauben Sie hoffentlich nicht (mehr)… !? Siehe Klima-Lüge! Wer profitiert?

Diese Dinge spielen alle zusammen. Letztlich ist die „moderne“ zerstörerische Landwirtschaft die von der Agrarindustrie abhängig ist das Hauptproblem. Wenn wir uns nicht um eine nachhaltige und naturfreundliche Bewirtschaftung bemühen, werden wir Menschen in Zukunft ein großes Problem mit der Nahrungsversorgung haben.

Schätzungen zufolge werden von den etwa 100 Pflanzen-ARTEN die über 90 Prozent unserer Ernährung sicherstellen, 71 von Bienen bestäubt. Dazu zählen in Europa 84 Prozent der 264 Getreidearten und 4.000 Gemüsearten.

Sind die Bienen erst einmal weg und werden diese Pflanzen nicht mehr bestäubt … ist ENDE.

Das Bienensterben findet nicht nur in Europa, sondern weltweit – in Amerika, in Asien und in Afrika statt. Überall da wo es Industrie und „moderne“ Landwirtschaft gibt.

UNEP-Chef Achim Steiner:

„Der Mensch hat den Irrglauben entwickelt, der technische Fortschritt habe ihn im 21. Jahrhundert von der Natur unabhängig gemacht. Die Bienen zeigen, dass wir in einer Welt mit sieben Milliarden Menschen in Wahrheit viel mehr statt weniger von Dienstleistungen der Natur abhängen“.

Wer übrigens schon einmal daran gedacht hat, sich selbst Bienen zu halten und damit auch etwas sehr Sinnvolles zu tun, dem sei das kostenlose aber besonders hochwertige Ebook „Bienenhaltung für alle – eine Anleitung von Émile Warré“ empfohlen.
Das Ebook gibt es unter www.warre-bienenhaltung.de und ist dort auch als Buch erhältlich.

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2 Kommentare zum Beitrag

  1. Danke für diese Zusammenfassung. Die UNEP legt es nun auf den Tisch. Bienensterben ist ein Problem für die Menschheit. Es braucht mehr Forschung zu dem Thema und zwar unabhängig. Das Beispiel deutsches Binenmonitoring, was sogar zur Rechfertigung von Pestizideinsatz herangezogen wird und zur Hälfte von der Chemieindustrie bezahlt wird ist ein besonders negatives Beispiel. das hat mit unabhängiger Forschung nichts zu tun. Deshalb fördern wir wissenschaftliche Projekte, sammeln Spenden und machen die Ergebnisse zugänglich.

    Jeder kann mitmachen. Zum Beispiel die Petition für einen Internationalen Tag zum Schutz der Bienen unterzeichnen. Danke.

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