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Ölzieh-Kur – eine Entgiftungstherapie für allerlei Krankheiten?


Drei grundlegende Beeinflussungen und Wirkungen entscheiden über die Entwicklung unserer Gesundheit:

  • was in unseren Körper und Geist hineingelangt
  • wie wir damit umgehen
  • was wir aus uns wieder entfernen

Letzteres spielt eine immer größere Rolle. Wir nehmen heute sehr viele belastende Stoffe aus unserer Nahrung, der Luft, der Kleidung, aus Kosmetika und der Umwelt allgemein auf, die der Körper so schnell wie möglich wieder loswerden möchte. Unsere Ausscheidungsorgane laufen deshalb auf Hochtouren und kommen oft trotzdem mit dem Entsorgen des krank machenden Mülls nicht mehr nach. Wir sollten also alle Möglichkeiten nutzen, mit denen wir unseren Körper bei seinen Bemühungen unterstützen können.

In diesem Zusammenhang kann uns eine sehr alte und wirkungsvolle Säuberungstechnik gute Dienste leisten. Man kennt ähnliche Ansätze im indischen Ayurveda ebenso wie in alten marokkanischen und russischen Naturheilsystemen. Russische Forscher, u.a. ein häufig zitierter Dr. med. Fedor Karach, haben sie untersucht und sind zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen. Es geht um das so genannte Ölziehen, bei dem Öl in der Mundhöhle auf eine bestimmte Art und Weise bewegt wird.

 

Anwendung und Durchführung der Ölzieh-Kur

  • Kalt gepresstes Sonnenblumenöl – maximal einen Suppenlöffel, mindestens jedoch einen Kaffeelöffel voll –  wird in die Mundhöhle eingeführt.
  • Das Öl wird dann während 15 bis 20 Minuten bei geschlossenen Lippen durch den Mund gezogen, durch die Zähne gesaugt; die ganze Mundhöhle wird auf diese Weise gründlich durchgespült.
  • Das Öl darf auf keinen Fall heruntergeschluckt werden!
  • Das Öl ist zuerst dickflüssig, dann aber wird es dünnflüssig.
  • Wenn es ausgespuckt wird, sollte es weißlich wie Milch sein. Ist die Flüssigkeit gelb, so ist das ein Zeichen dafür, dass die Therapie von zu kurzer Dauer war.
  • Nach dem Ausspucken sollte die ganze Mundhöhle mehrere Male mit Wasser gespült und die Zähne mit der Zahnbürste gereinigt werden.
  • Die ausgespuckte Flüssigkeit enthält eine große Menge an Bakterien und Krankheitserreger, sodass anschließend auch das Waschbecken gründlich gereinigt werden sollte.
  • Den ganzen Vorgang sollte man mindestens einmal am Tag, wenn möglich auch zwei- oder dreimal am Tag über einen Zeitraum von mindestens vier Wochen regelmäßig wiederholen, um einen echten Heileffekt erzielen zu können!
  • Wichtig ist dabei jeweils, dass dieses Procedere grundsätzlich vor den Mahlzeiten erfolgen sollte, um vor allem in der Früh die während der Nacht angesammelten Bakterien im Mundraum wirksam reduzieren zu können.

 

Heilsame Auswirkung auf unterschiedlichste Krankheitsbilder

Der bereits zitierte Dr. med. Fedor Karach soll der Ölzieh-Kur nachgesagt haben, dass sie nicht nur entgiftende Effekte im Rachenraum erziele, sondern auch bei einer Reihe von Krankheiten Linderung herbeiführen könne; u.a. bei…:

  • Arthrose und Arthritis
  • Herzkrankheiten, Lungenkrankheiten, Lebererkrankungen, Nierenkrankheiten und Blasenbeschwerden
  • Darmerkrankungen
  • Hautproblemen wie Schuppenflechte und Akne
  • Beschwerden im Kopfbereich wie Erkältungen mit Schnupfen, Husten oder Mandelentzündungen, Migräne, Zahnschmerzen und Parodontose, Augenleiden und Ohrenschmerzen
  • Schleimhautproblemen, Darmproblemen, Überreizung, Schlaflosigkeit, Depressionen und Chronischem Müdigkeitssyndrom
  • prämenstruellem Syndrom und Menopause-Beschwerden

 

Erklärungen für die Wirkmechanismen der Ölzieh-Kur

Für die Wirkweise der Ölzieh-Kur gibt es unterschiedliche Theorien, die allerdings nicht durch irgendwelche Doppelblindstudien oder andere Beweisverfahren belegt werden: Ein Erklärungsmodell besagt, dass das Schwenken des Sonnenblumenöls im Mund einen Reiz auf die Mundschleimhaut ausübt und diese so zur Absonderung von Giftstoffen oder krankheitserregenden Mikroorganismen anregt. Weil das Öl während des Schlürfens emulgiert, könnte das bedeuten, dass durch die Ölzieh-Kur sowohl öl-lösliche als auch wasserlösliche Giftstoffe ausgeschieden werden könnten.

 

Welche Öle sind für diese Kur geeignet?

Grundsätzlich eignen sich all jene Öle, die jeder von uns auch für die Zubereitung von Salaten verwendet. Allerdings sollte man doch einige Qualitätsforderungen an das in Frage kommende Speiseöl stellen:

  • Es sollte kaltgepresst sein und die für das Öl verwendeten Samen sollten aus Ökö-Anbau stammen
  • Das Öl sollte in kleineren Mengen bis max. 0,5 l gekauft werden, da es nach dem Öffnen des Verschlusses schnell altert, und es sollte grundsätzlich in dunklen Gläsern aufbewahrt werden
  • In Frage kommen vor allem Sonnenblumen-, Sesam-, Schwarzkümmel- und natürlich Olivenöl
  • Ebenso geeignet sind Kernöle, beispielsweise jene von Traubenkernen, schwarzen Johannisbeeren und vom Sanddorn

 

Autor dieses Artikels:

Alfred Goldbacher
Praxis für Naturheilkunde
Andriot & Goldbacher
Heilig-Blut-Weg 9
85435 Erding
Tel. 08122 9818238
www.gemeinschaftspraxis-erding.de

 

Weitergehende Literatur:

Weitere Quellen:
Hammelmann, Iris: Natürlich entgiften mit der Öl-Zieh-Kur. Falken-Verlag 1998, ISBN: 3-6356-0391-0
Messing, Norbert: Heilen mit Sonnenblumenöl. 10 Jahre Ölziehkur, Zwischenbilanz einer sensationellen Erfolgsgeschichte. Im Magazin: Natur und Heilen. Heft 11/2001, S. 12 – 21


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13 Kommentare

  1. 1. ikb

    Kommentar vom 23. March 2011 um 16:23

    kleiner verbesserungstip:
    anstatt so lange am stück öl ziehen, lieber 3 mal ca 5 minuten…
    so entgeht man dem risiko die gezogenen gifte wieder oral zu absorbieren !!

    und nicht nur die zähne sondern auch die zunge vom belag reinigen !

    mfg

  2. 2. Karina's

    Kommentar vom 5. April 2012 um 07:43

    hm, ich bin mir da nicht so sicher. Das Öl emulgiert im Mund und wird weisslich, das bedeutet soviel, dass durch das Ölziehen
    Giftstoffe aus dem Körper rausgezogen werden…. Wenn ich aber mit einem Rührgerät Öl aufschlage, emuliert dieses auch, und wird auch weisslich. Heisst es, das Öl hat Giftstoffe aus dem Behälter in dem ich es aufgeschlagen habe ausgezogen?

  3. 3. lina

    Kommentar vom 30. September 2012 um 12:35

    Ist diese Kur für Schwangere Frauen nützlich oder schädlich?

  4. 4. Alfred Goldbacher

    Kommentar vom 4. October 2012 um 01:05

    Diese Kur ist für jedermann/jedefrau von Nutzen! Bedenklich wäre es nur, wenn Sie das Öl nach 5 oder 10 Minuten Durchspülen im Mund ständig verschlucken anstelle es auszuspucken. Aber so unvernünftig wird hoffentlich niemand sein!

  5. 5. Erhard Bünting

    Kommentar vom 2. January 2013 um 16:41

    Hatte vor ca 3 Jahren einen Herzinfarkt
    Stent Implant.

    Durch das Ölziehen hatte ich mit Herzschmerzen
    und Bluthochdruck zu tun mußte ea abbrechen
    Warum ?

  6. 6. Lehmann

    Kommentar vom 12. February 2013 um 21:15

    Es gibt verschiedene Formen der Entgiftung. Eine davon ist das Ölziehen und sollte 2 – 3 mal im Jahr für jeweils 4 – 6 Wochen durchgeführt werden. Darüberhinaus gibt es weitere Methoden seinen Körper von all den Umweltgiften zu befreien. Einmal im Jahr eine Heilfasten Kur einzulegen tut dem Körper auch sehr gut.

  7. 7. Ursula Still

    Kommentar vom 2. May 2013 um 11:49

    Ich habe heute das erste Mal mit der Ölziehkur angefangen.Habe kaltgepresstes Olivenöl genommen.Nach 15 Minuten wurde das Öl bitter. Ist das normal? Die Zähne wurden auch stumpf. Das ausgespuckte Öl war aber noch gelb.
    Hat jemand ähnliche Erfahrung gemacht?

  8. 8. Alfred Goldbacher

    Kommentar vom 3. May 2013 um 09:21

    Niemand, der das Ölziehen für sich ausprobiert, sollte sich sklavisch an die 15 Minuten Behandlungszeit halten, nur weil es im Text als Vorschlag genannt worden ist. Wer sich damit nur 5 Minuten und das zwei Mal am Tag behandelt, hat damit auch schon viel Positives bewirkt.
    Wichtig ist, dass sich mit der Zeit die Konsistenz des Öls im Mund verändert, also vom Dickflüssigen ins Dünnflüssige übergeht. Dieser Wechsel ist für mich Gradmesser genug für eine gelungene Behandlung.
    Die Qualität des Öls hat zweifellos immensen Einfluss auf das Empfinden nach der Behandlung. Und auch bei kaltgepresstem Olivenöl gibt es leider riesige Qualitätsunterschiede!!! Suchen sie sich eine mildere Variante für das Ölziehen!

  9. 9. Ursula

    Kommentar vom 5. May 2013 um 13:41

    Sehr geerter Herr Goldbacher,
    danke für Ihre Antwort. Wie ich im Internet lesen konnte, soll man bei Zähnen mit Amalganfüllung keine Ölziehkur machen, da Quecksilber aus der Füllung freigesetzt wird.
    Ich habe somit sofort aufgehört, schade.
    Ich habe allerhand Amalgan im Mund.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ursula

  10. 10. Zauritz

    Kommentar vom 13. November 2013 um 07:53

    ich habe amalgamfüllungen die schon älter sind, trotzdem keine ölziehkur???

  11. 11. Peter

    Kommentar vom 13. November 2013 um 16:11

    Habe auch schon sehr lange Amalgamfüllungen, wobei man ja beim täglichem Essen oder Warme bzw. heiße Getränke zu sich nimmt und die ja auch über die Schleimhäute gehen da müsste man ja täglich vergiftet werden. Warum dann keine Sonnenblumenölkur???. Gibt es denn sonst eine Möglichkeit seinen Körper zu entgiften??

  12. 12. Alfred Goldbacher

    Kommentar vom 17. November 2013 um 23:35

    Auf die zuletzt gestellten Fragen gibt es keine allgemeingültige Antwort!!!
    Ich kann lediglich für meine Person sagen, dass auch ich Amalgamfüllungen habe und dennoch nie damit aufhörte, das Ölziehen zu praktizieren. Ich wüsste auch nicht warum? Natürlich werden vermutlich geringste Mengen an Quecksilber freigesetzt, wenn ich Ölziehe, aber das geschieht auch beim täglichen Kauen.
    Der Reinigungsprozess, den ich mit dem Ölziehen in Gang setze, läuft meiner Überzeugung nicht nur physiologisch ab sondern im selben Maße auch energetisch. Und deshalb werde ich persönlich trotz aller Mahnungen wegen diesem und jenem mit dem Ölziehen nicht aufhören.
    Genauso ist es mir wichtig darauf hinzuweisen, dass Ölziehen nicht für jeden/jede das RICHTIGE ist, weil es meines Wissens bis dato keine 100-Prozent-Erfolgstherapie gegeben hat, gibt und je geben wird.

  13. 13. tinka

    Kommentar vom 11. April 2014 um 13:53

    Hallo an Alle!

    meine Frage ist, ob es in Frage kommt wenn man stillt (nicht voll) ich wäre auch super dankbar fur eine Antwort… Gruß tinka

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