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Vaginale Moorbehandlung bei Kinderwunsch und Sterilität – Eileiter Ursache

Nach den Teilen 1 bis 9 der Artikelserie zur vaginalen Moorbehandlung bei Kinderwunsch und Sterilität, folgen nun die Teile 10 und 11 zusammengefasst:

Die Tubare Ursache (Eileiter-Ursache)

Überblick zu den einzelnen Teilen dieser Artikelserie:

Einführung in die Methode der naturheilkundlichen vaginalen Moorbehandlung
Teil 1: “Die Geschichte der vaginalen Moorbehandlung
Teil 2: ”Die Bedingungen für eine Schwangerschaft
Teile 3-6 (zusammengefasst): “Schlechte Spermaqualität, Spermiopathie
Teil 7: “Die Lokale Neurovegetative Ursache
Teil 8: “Die Zervikale Ursache
Teil 9: “Die Uterus Ursache
Teil 10-11 (zusammengefasst): “Die Tubare Ursache
Teil 12: ”Die Hormonale Ursache, sekundäre Amenorrhoe, Anovulation
Teil 13: “Die Hypothalamo-Hypophysäre-Ursache
Teil 14: „Die Ovarielle Ursache
Teil 15: „Die sanfte Geburt

 

Eileiter-Ursache – Teil 1

Nun höre ich förmlich das Jubeln einiger meinen schulmedizinischen Fachkollegen:

„Es ist doch purer Unsinn, was der Mann von sich gibt! Denkt logisch! Wie kann eine schmutzige Moorbehandlung in der Vagina die Verwachsungen im Innern der weit entfernten Eileiter beseitigen, mit denen sie überhaupt keinen Kontakt hat. Wir selbst müssen sie so mühsam, so lange und so kompliziert operieren! Jetzt haben wir den Autor endlich als einen Scharlatan entpuppt!“

So ähnlich, mit der vermeintlichen Logik auf Grund seines eigenen Unwissens, argumentierte ihrer Zeit auch die Französische Akademie der Wissenschaft, als sie erstmalig die Erfahrungsberichte der Bauern über die auf ihren Feldern gefundenen Meteoriten beurteilen sollte. Sie hat damals folgende „wissenschaftliche“ Stellungnahme in diesem Sinne herausgegeben:

„Es ist ein Unsinn. Die Bauern spinnen. Sie machen sich nur wichtig. Man darf Ihnen keinen Glauben schenken. Es ist nämlich wissenschaftlich nachgewiesen, dass Gegenstände schwerer als Luft sich in der Luft nicht halten können. Folglich können keine Steine aus dem Himmel fallen.“

Heute wissen wir, wer Recht hatte. Trotz aller isolierten wissenschaftlichen Erkenntnisse dürfen wir den ganzheitlichen Blick nicht unterschätzen.

Es ist viel intelligenter die Naturvorgänge, die wir noch nicht voll verstehen, als eine Art Blackbox zu behandeln. Das gilt allgemein: Die Erfahrenen exakt nachahmen. Einfach vorne den empfohlenen Impuls einstecken. Hinten fällt dann die erwünschte Wirkung aus.

Bei der vaginalen Moorbehandlung sind wir glücklicherweise in einer besseren Position als bei einer Blackbox. Hier sind wir in der Lage die Hintergründe zu verstehen:

Wir wissen bereits, dass sowohl die Spermien als auch das befruchtete Ei in einer Flüssigkeit im Eileiter schwimmen müssen. Das ist klar.

Woher kommt diese Flüssigkeit?

Es ist die so genannte Endolymphe. Sie wird durch die zahlreichen sekretorischen Zellen direkt im Eileiter produziert.

Die kleinen Spermien haben alle ihren eigenen Motor und ihren eigenen Fortbewegungsschwanz. Sie können aktiv schwimmen. Das ungleich größere und schwerere Ei hat aber nichts dergleichen.

Wie kommt das schwere, unbewegliche Ei in die Gebärmutter?

Es wird passiv mit Hilfe von zweierlei Bewegungen im Eileiter transportiert:

Zuerst sind es die kleinen Haarzellen, die mit ihren Flimmern das Ei sanft in Richtung Gebärmutter tragen. Es funktioniert ähnlich wie bei den Staubkörnchen in den Bronchien, in denen sie mit dem Schleim des mikroskopischen Flimmerepithel-Teppichs nach oben zum Abhusten gebracht werden.

Für den Transport des schweren Eis reicht dies aber noch nicht ganz. Hier kommt noch der Schub von der Bewegung der glatten Muskulatur der Eileiterwand hinzu. Es ist eine ähnliche Peristaltik wie im Darm. Und was die kann, das ist hoffentlich jedem bekannt.

Der Eileiter ist auf beiden Seiten offen. Durch psychische oder schmerzhafte Einflüsse, kann sich seine glatte Muskulatur so verkrampfen, dass nicht einmal Spermien durchkommen. Unter den normalen Bedingungen fließt die Endolymphe ungehindert ab.

Die Flüssigkeit auf beiden Eileiter-Enden fließt aus. Was nun?

Die Flüssigkeit muss andauernd und in großen Mengen nachproduziert werden. Eine sekretorische Zelle kann nur eine kleine Menge Endolymphe freisetzen. Daher ist eine Unmenge an sekretorischen Zellen nötig. Sie passen nicht alle in die Eileiterwand, denn dort müssen noch die Haarzellen des Flimmerepithels Platz finden.

Die nötige Menge der sekretorischen und Haarzellen passt nicht an die Eileiterwand. Was nun?

Die Natur ist intelligent. Der Eileiter hat seine Schleimhaut einfach vergrößert. Sie ist jetzt so groß, dass sie sich in vielen feinen Falten in das Innere des Eileiters vorwölbt. Erst jetzt bietet sie genügend Platz den sekretorischen Zellen für die ausreichende Produktion der Flüssigkeit und auch den Haarzellen für den Eitransport. Diese inneren Falten sind sehr fein und sehr zahlreich. Sie liegen dicht aufeinander.

Dies hat jedoch einen Nachteil: Die kleinste Entzündung oder Verletzung des Eileiters führt leicht zu einer Verklebung (Verwachsung) der Schleimhautfalten. Die Verwachsungen der dichten, inneren Schleimhautfalten können so zahlreich werden, dass sie den Transportweg in beiden Richtungen sperren. Dann kommt keine Spermie durch, und wenn doch, kann wiederum das viel größere, befruchtete Ei die Gebärmutter nicht mehr erreichen. Es droht die lebensgefährliche Eileiterschwangerschaft.

In den Unikliniken werden diese Verbindungen der kleinsten Falten im Innern des Eileiters fein mikrochirurgisch in stundenlangen, sprich teueren Operationen voneinander getrennt. Das allerdings bedeutet eine weitere Verletzung der Eileiter, egal, wie operiert wird. Bei jeder Verletzung entsteht eine kleine Blutung, die mit Blutgerinnsel gestoppt werden muss. Bei jeder Elektro- oder Laserkoagulation entsteht ein kleiner, fester Schorf, der aufgeweicht und abgebaut werden muss. Sonst entsteht eine einengende Vernarbung. Gleichgültig der Operationsmethode entsteht immer die Gefahr der Fibrinfreisetzung, die zu erneuten Eileiter-Verwachsungen führen kann. Dieser Abbauprozess läuft im Prinzip immer wie eine kleine Entzündung, nur ohne Bakterien, ab.

Beim Kinderwunsch haben wir es oft mit folgenden Problemen im Bereich der Eileiter zu tun:

  1. Ungünstige lokale neurovegetative Lage
  2. Viel zu trockene Eileiter
  3. Verkrampfungen der Eileitermuskulatur
  4. Störungen der Eileiterperistaltik
  5. Innere Verwachsungen im Eileiter

Bei all diesen Problemen kann die preiswerte, angenehme und ungefährliche vaginale Moorbehandlung besser, schneller und nachhaltiger helfen, als jede teure, schmerzhafte und gefährliche mikrochirurgische Operation.

Gespannt wie?

 

Eileiter-Ursache – Teil 2


Lösung für Problem Nr. 1 – Ungünstige lokale neurovegetative Lage

Wird der heiße Moortampon richtig bis in das hintere Scheidengewölbe platziert (hier werden manchmal Fehler gemacht!), so erwärmt er die in unmittelbarer Nähe liegenden neurovegetativen Frankenhäuserschen Ganglien. Sie werden dann für eine bessere neurovegetative Lage und Mikrozirkulation sorgen.

Lösung für Problem Nr. 2 – Viel zu trockene Eileiter

Die heiße vaginale Moortamponade erwärmt auch die Arteria Uterina, die nur wenige Millimeter hinter dem hinteren Scheidengewölbe verläuft. Ihr warmes Blut wird nach oben entlang der Gebärmutter und der Eileiter bis zu den Eierstöcken transportiert. Unterwegs erreicht die Wärme tiefgründig alle Schichten dieser Organe.

Wir wissen bereits, dass die Erwärmung sowohl die Durchblutung als auch die Sekretion steigert. Auf diese Weise werden die sekretorischen Zellen zu einer Überproduktion der Endolymphe angeregt.

Lösung für Problem Nr. 3 und 4 – Verkrampfungen der Eileitermuskulatur und Störungen der Eileiterperistaltik

Das warme Blut und die trophotrope Umstellung der Frankenhäuserschen Ganglien entkrampft auch die Spasmen der glatten Muskulatur und steigert ihre normale Peristaltik. Das wurde mehrmals mit in Vitro Versuchen nachgewiesen.

Bleibt nur noch der Höhepunkt der vaginalen Moorbehandlung zu erklären:

Lösung für Problem Nr. 5 – Innere Verwachsungen im Eileiter

Wie werden die Eileiter-Verwachsungen ohne jede Operation beseitigt?

Zuerst müssen wir uns erneut klar machen, dass die Verwachsungen im Eileiter eigentlich nur Fibrinverklebungen sind. Unter ihnen bleiben die zahlreichen gesunden sekretorischen Zellen eingeschlossen. Sie sind nur mit dem Fibrin-Klebstoff bedeckt. Sie sind nicht krank und nicht tot. Sie werden weiter mit Nährstoffen und Sauerstoff aus dem Blut versorgt und funktionieren daher weiter. Wir können sie mit einem richtig platzierten(!) heißen vaginalen Moortampon zur Überproduktion der Flüssigkeit anregen, und das sogar auf Distanz, wie wir das schon kennen, mit dem warmen Blut der Arteria Uterina über ihr Ramus tubarius.

Während der Moortamponade-Kur kann ein erfahrener Frauenarzt den Erfolg kontrollieren: Die feuchteren und daher dickeren Eileiter lassen sich oft als schmerzfreie(!), weiche Stränge ertasten. Das plötzliche Verschwinden dieses Tastbefunds spricht für die wieder erreichte Eileiterdurchgängigkeit. Es ist sinnvoll die gute Eileiterdurchgängigkeit durch eine entsprechende Untersuchung zu verifizieren, bevor ein Schwangerschaftsversuch vorgenommen wird.

Fibrin ist ein Klebstoff. In der Gebrauchsanleitung der meisten Klebstoffe steht, dass die zu verklebenden Stellen trocken sein müssen, damit der Klebstoff an ihnen haften kann. Jetzt können Sie sich vorstellen, was passiert, wenn inmitten des Klebstoffs plötzlich viel Flüssigkeit erscheint, und sogar diffus.

Die Haftung eines jeden Klebstoffes wie Fibrin lässt mit der Befeuchtung schnell nach. Die Verwachsungen in den Eileitern lösen sich spontan und unblutig voneinander auf, ohne dass eine Verletzung entsteht und ohne dass eine neue Verwachsungsgefahr oder Vernarbung droht. Das frei gewordene Fibrin wird resorbiert.

Die durch Wärme ebenfalls angeregten peristaltischen Bewegungen der glatten Muskulatur der Eileiter helfen zusätzlich die zuvor verklebten Stellen voneinander zu trennen.


Ich kenne aus meiner Praxis noch zwei einfache Tricks für die Ärzte, um diesem sanften Trennungsprozess nachzuhelfen:

  1. Die verdickten Eileiter lassen sich einzeln ertasten. Diese können mit beiden Händen einzeln vorsichtig massiert werden. Mit einer Hand in der Scheide und der anderen oben auf dem Bauch wird der Druck in den Eileitern sanft erhöht. Die aufgeweichten Verklebungen halten dem nicht Stand und lösen sich.
  2. Es gibt handliche flache Vibrationsgeräte zu kaufen, die normalerweise zur Rückenbehandlung genutzt werden. In ihrer Gebrauchsanweisung wird oft davor gewarnt, das Gerät auf den Bauch zu setzen. Wenn Sie es auf den Unterleib setzen, droht überhaupt keine Gefahr. Wichtig ist: Die Harnblase musste immer voll sein. Die volle Harnblase wird bekanntlich zur Ultraschall-Untersuchung benötigt, weil die Flüssigkeit die mechanischen Ultraschallwellen bis an die Eileiter und darüber hinaus überträgt. Dasselbe Prinzip lässt sich auch bei der Unterbauch-Vibrations-Therapie nutzen, da es auch hier sich um mechanische Schwingungen handelt, die im Wasser gut weitergeleitet werden.

Die Vibrationen setzen kleinste Wasserquanten in Schwingung, die in den Eileiterverwachsungen noch eingeschlossenen sind. Die Flüssigkeit hat ein etwas anderes spezifische Gewicht als das festere Muskel- und Schleimhautgewebe. Daher kommt es zur unterschiedlichen Interferenz der Schwingung in all diesen Bereichen. Das Wasser wirkt hier wie eine Art des inneren Bollus, der hin und her gegen die Verklebung geworfen wird, bis diese nachgibt.

Mit der Lösung des letzten Problems steht der Schwangerschaft buchstäblich nichts mehr im Wege. Ich hoffe, der Sachverhalt ist Ihnen logisch und verständlich geworden?

Dazu wird eine längere Serie von heißen Moortamponaden angewandt. Je nach Schwere der Verwachsungen erstreckt sich die Behandlung manchmal über mehrere Zyklen nacheinander. Diese wärme-mechanische Therapie dürfen Sie unabhängig vom Zyklustag anwenden, mit Ausnahme der Periode, wo sie kontraindiziert ist (Endometriosegefahr!). Nach Möglichkeit soll die vaginale Wärmebehandlung immer anschließend mit der transabdominalen Vibrationstherapie kombiniert werden.


Zusätzliche Möglichkeiten für Zuhause

Die Wechselwirkung des Halb- und Vollbades hat therapeutische Auswirkungen durch die Einpendelung der gesunden Vasomotorik: Der hydrostatische Druck-Unterdruckwechsel macht sich bis auf das subzelluläre Niveau bemerkbar. Er begünstigt Transportmechanismen an allen Membranen. Dies wirkt organerholend. Die Versorgung einzelner Zellen mit Sauerstoff und Nährstoffen, sowie ihre Entschlackung werden durch den Druck-/Unterdruckwechsel optimiert.

Ein Perlbad bewirkt eine Mikromassagewirkung nachweislich noch in der Bauchhöhle. Das steigert die innere Lymphperistaltik, führt zur Entspannung, Muskeldetonisierung, Rezeptorenstimulation, Fazilitätswirkung, sexuelle Stimulierung, allgemeiner Anregung und neurovegetativer Umstimmung. Jedes Bad bewirkt eine reflektorische Spasmolyse der glatten Muskulatur bei Verkrampfungen.

 

In Kürze folgt Teil 12 der Artikelserie: Die Hormonelle Ursache

Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Fachbuch “Vaginale Moorbehandlung“ von Dr. Robert Kovarik. Damit mehr betroffene Frauen auf diese natürliche und sehr einfache Selbst-Behandlung aufmerksam gemacht werden können, darf dieser Artikel unter Angabe der Quelle mit Hinweis auf das Buch uneingeschränkt kopiert und verbreitet werden.

Die vaginale Moorbehandlung ist für Frauen mit Kinderwunsch und anderen Beschwerden ein echtes Geschenk aus der Natur!

12 Kommentare zum Beitrag

  1. Für alle interessierte Frauen:

    Ich selbst praktiziere nicht mehr. Die Moortamponade, ein fertiger Moortampon, eine Tube mit allen notwendigen Einführungsutensilien, heißt VAGIPET.

    Vielleicht wäre es Ihnen möglich Ihren Frauenarzt auf diesen Artikel aufmerksam zu machen und ihn zu dieser schonenden Behandlung durch Ihre Interesse zu motivieren. Es handelt sich ja um eine sehr einfache Behandlung, die jeder Frauenarzt in seine Praxis sofort einführen könnte. Er braucht dazu eigentlich gar keine technische Investitionen und geht auch kein Risiko an. Dann können Sie sich diese Behandlung von ihm ganz in Ihrer Nähe problemlos machen lassen.

    Oder, wenn Sie keinen aufgeschlossenen Frauenarzt finden sollten, was ich allerdings nicht glaube, so machen Sie sich die heißen Moortamponaden sicher und bequem doch zu Hause selber! Die Erwärmung der fertigen Vagipeat – Moortamponaden-Tuben können Sie zu Hause entweder im Wasser oder im Backoffen (50 Grad Celsius!) improvisieren. Zu Ihrem Arzt brauchen Sie dann nur zu Kontrolluntersuchungen der Eileiterdurchgängigkeit zu gehen. Zu der sicheren Hausbehandlung brauchen Sie aber unbedingt mein Buch „Vaginale Moorbehandlung“ mit ganz genauen Anleitungen zu lesen.

    Sowohl mein Buch als auch die versandfertigen Moortampons „VAGIPEAT“ können Sie auf der Homepage http://www.biotherik.com finden und bestellen. Die Lieferung erfolgt dann aus Deutschland.

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!
    Mit der richtig angewandten Moortamponade können Sie eine berechtigte Hoffnung schöpfen.

  2. beim Einführen der Moortamponade habe ich so
    stare Schmerzen, dass dies beim 1. Tampon nicht
    möglich war. Kann ich den Tampon mit Vaseline einreiben?
    Danke für Ihre Information

    Die erste Behandlung ging leider daneben.

    Mimi Schwarz

  3. Normalerweise gibt es beim Einführen des vaginalen Moortamponade keine Schmerzen. Entweder haben Sie eine akute Scheidenentzündung oder einen viel zu engen Scheideneingang (Verkrampfung?). In dem erstem Falle wäre die heiße vaginale Mooranwendung noch nicht ratsam. Sie eignet sich erst für die abklingende oder chronische Scheidenentzündung. Bei einem zu engen Scheideneingang oder bei Trockenheit, sollten sie es vielleicht zuerst mit der Befeuchtung des Scheide, respektive des Einführungsrohr-Säckchen versuchen und dann sehr,sehr langsam einführen.Sollte es trotzdem nicht gehen, reiben Sie etwas Vaseline in den Scheideneingang. In allen Fällen wäre eine gleichzeitige Dehnung des Scheideneingangs mit dem Finger zum Raumgewinnung des Versuchs wert. Solle auch das nicht gehen, so benutzen Sie ruhig die entsprechende Menge Vaseline auch über den Einführungs-Säckchen. In dem Falle wird die erste Behandlung zwar weniger chemisch und pH regulierend, allerdings doch gut wärmend wirken. Die nächste Anwendung wird dann wahrscheinlich schon problemlos und vollwertig sein. Viel Erfolg!

  4. Allen, die eine klassische Kinderwunschbehandlung (künstliche Befruchtung) bisher erfolglos absolvierten oder sie erst planen, empfehle ich, sich diesen meinen Vortrag über die Lösung der „Areaktivität des Endometriums“ anzuhören und auch ihren behandelten Ärzten diesen Link zur Verfügung zu stellen. Es kann ihnen viel Geld, Arbeit und Zeit sparen:

    https://www.youtube.com/watch?v=xfGiuFOtNLA

  5. Guten Tag ,
    Ich habe an beiden Seiten Tubenverschluss. zu dem bin ich noch low responder patientin. mittlerweile habe ich 6. künstliche befruchtungen hinter mir. ohne erfolg :((((
    es sollte gestern nummer 7 starten , doch die Follikel waren leer, was wohl ,,normal“ passieren kann. die eileiter durchgängigkeit wurde 2014 festgestellt ,laut ärzte kam keine flüssigkeit (tinte) an ,konnte also nicht abfließen. so langsam bin ich mit meinem latein am ende. achso 2009 hatte ich eine eileiterschwangerschaft. kann mir die moortamponade helfen?

    • Guten Tag!

      Ja, es gibt eine Möglichkeit Ihnen mit den heißen vaginalen Moortamponaden zu helfen, aber in Ihrem Falle wäre es besser es nicht als eine Selbstbehandung, sondern zusammen mit Ihrem Frauenarzt durchzuführen, dem ich gerne nähere Informationen dazu schreiben kann. Bei Ihnen sehe ich nämlich zwei Probleme:

      1. Das Offensichtlichste ist das Problem des beiderseitigen Verschlusses der Eileiter. Nach jeder Operation bleiben leider immer einige geringen Blutreste oder etwas nekrotisches, elektro- oder laserkoaguliertes Gewebe, was sich zu inneren Verwachsungen organisieren kann. Hier kann die lokale Wärmebehandlug die Fibrinablagerungen über das erwärmte Blut der Arteria uterina weicher machen und sie durch die wärme-angeregte Produktion der tubaren Endolymphe hydratieren. Mit der einfachen transabdominalen Vibrationstherapie unter der manuellen vaginalen Kontrolle gelingt es dann die Durchgängigkeit sanft und blutfrei zu erneuern. Ob es schon reicht, muss mann dann nachprüfen, eventuel wekitermachen.

      2. Das zweite Problem ist in den TReproduktionszentren noch meistens unbekannt, kann aber die wichtige Ursache von Misserfolgen der künstlichen Befruchtungen sein: Es ist das Problem des nichtreagierenden Endometriums, was die befruchtete Eizelle nicht akzeptiert. Wie eine gute Saat im schlechten Boden auch nicht aufgehen kann. Alle vorherigen Eingriffe am inneren Genitale hinterlassen nämlich eine sympathikotone Umstellung der lokalen neurovegetativen Ganglien mit einem presistierenden, ungünstigen algodystrophischen Syndrom. Lokale Wärmeumstellung der sog. Frankenhäuserschen Ganglien durch hoch bis an den Scheidengrund platzierte heiße Moortamponaden bewirken eine vorteilhafte lokale Trophotropie und verbessern die Qualität und auch höhe des Endometriums schnell.

      Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!

  6. Guten Tag,
    bei einer Bauchspiegelung wurde festgestellt, dass ich Hydrosactosalpinx beidseitig habe. Mir wird nun die Entfernung beider Eileiter empfohlen, da wir gern ein Kind haben wollen. Die Fimbrientrichter der Tuben sind nicht mehr zu erkennen, die Salpinx links ist isthmisch aufgequollen u enthält wasserhelle Flüssigkeit. Auf der rechten Seite ebenso, aber nicht so ausgeprägt. Die Salpingen sind beidseitig noch gut mobil.
    Kann mir ihre Moorbehandlung wirklich helfen? Ist es besser die Fimbrientrichter vorher öffnen zu lassen?
    Danke im Voraus für Ihre Antwort!
    Liebe Grüße!

    • Dr.Robert Kovarik

      Es ist ein weit fortgeschrittener Zustand. Nicht desto weniger bleibt die Hoffnung bestehen, weil die Verwachsungen im Prinzip nur Fibrinverklebungen (möglicherweise recht flächig) sind und unter ihnen die sekretorischen Zellen weiter funktionieren, wie auch ihr Produkt die wasserklare Flüssigkeit (Endolymphe) beweist. Eine wärmebedingte Hydratierung der Fibrinverklebungen ist daher noch möglich und auch die zusätzliche mechanotherapeutisch bedingte „Ausklebung“ der nicht mehr sichtbaren Fimbrien könnte man mit meiner folgenden Empfehlung noch vor der Operation versuchen. Für den sonst guten Funktionszustand der Tuben spricht auch ihre noch vorhandene Mobilität. Mit dem Versuch können Sie nichts verlieren, nur etwas Geld, falls die OP dann doch noch nötig sein sollte. Jede auch so schonende OP ist im Prinzip eine Mikroverletzung mit neuer, nachträglicher Verwachsungegefahr. Dazu noch jede Berührung am inneren Genitale bewirkt eine sympatikotonische Umstellung der lokalen neurovegetativen Ganglien und dies kann eine iatrogene Areaktivität des Endometrium mit Einnistugsproblem verursachen. Daher sollte man immer zuerst die nicht invasive Methode vor der invasiven versuchen. Eine Trübung hätte auf eine Infektion mit Eiter (Pyosalpinx) deuten, was hier nicht der Fall ist. Beim Pyosalpinx wäre meine folgende Empfehlung kontraindiziert, beim Hydrosalpinx kann mann es versuchen, unter der Voraussetzung, dass Sie einen dafür offenen Frauenarzt finden, der Sie diagnostisch und therapeutisch kontrolliert und unterstützt:
      1. Etwa 30 Anwendungen, oder auch mehr müssten Sie im Verlauf der nächsten Zyklen kontinuierlich am besten täglich (nicht während der Menstruation) so machen, dass das Moor auf 50 o C aufgewärmt ist und die ganze Scheide, insbesondere ihr oberen Drittel jeweils für mindestens 2 Stunden (auch über die Nacht oder 24 Stunden) ausfüllt. Am nächsten Tag die alten Moorreste mit dem warmen(!) Wasserstrahl oder Fingern entfernen und sofort einen neuen heißen Moortampon einführen. (Keine Angst vorm Leitungswasser: Das saure pH des Moores schützt sie dabei und danach unterstützt es die Laktobazillus-Regeneration). Ein Moortampon gibt Wärme aus seinem Kern nur sehr langsam binnen 2 Stunden an die Arteria uterina ab. Sie führt dann das warme Blut entlang der Tube hoch, wo der Stoffwechsel angeregt wird, inklusive der Überproduktion von Endolymphe und der Peristaltik. Der Hydrosalpinx kann sich dabei vergrößern, als Zeichen dieser Funktion.
      2. Ihr Frauenarzt sollte sie wenigstens 2-3-mal in der Woche untersuchen, weil er dabei den Hydrosalpix zwischen seinen Händen spürt und dies alleine einen sanften Druck von innen erhöht (Die Untersuchung ist hier gleichzeitig zu einer Mechanotherapie.) Ihr Arzt sollte seine einmalige Chance, den kranken Organ in seinen Händen von allen Seiten betasten zu dürfen, für etwa 5 Minuten ausnutzen und eine sehr schonende Massage des Hydrosalpinx dabei ausüben.
      3. Vorher würde ich eventuell auch eine transabdominale Vibrationstherapie auf den Unterleib anraten: Ein handelsüblichen Vibrationsgerät, das für den Rücken bestimmt ist, reicht dazu. Während der Arzt den Hydrosalpinx mit einer Hand zu der Bauchdecke annähert und so von innen einen Widerstand gibt, kann er mit der anderen Hand das Vibrationsgerät sanft an den Hydrosalpinx von außen bringen und ihn ausvibrieren, Die schwingende Endolymphe bahnt sich dabei sanft den Weg nach außen und ihre Vibrationen lösen die Verklebungen unblutig auseinander.
      Sie selbst könnten in den Zwischentagen diese Vibrationstherapie so unterstützen, dass Sie das Vibrationsgerät bei prall gefüllten Harnblase möglichst tief unten hinter ihr Schambein schräg eindrücken. Auch das übeträgt gewisse Schwingungen bis auf das innere Genitale.
      Falls sich die Endolympfe auf einmal in den Bauch entleeren sollte, gibt es möglicherweise ein kurzer heftiger Reizschmerz. Die Hydrosalpinx bedingte Ausdehnung der Eileitermuskulatur bräuchte dann etwa 2-3 Zyklen Ruhe, um sich zurückzubilden und den Eitransport zu meistern. Die ausgedehnten Eileiter brauchen weitere 2-3 Zyklen Ruhe, um sich zurückzubilden um den Transport des befruchteten Eis zu meistern. Die gute tubare Durchgängigkeit sollte vor dem Schwangerschaftsversuch kontrolliert werden.

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