Antibiotika: Pharmakonzern BAYER profitiert von Massentierhaltung

Baytril: BAYER profitiert von Massentierhaltung – 60% aller Antibiotika landen im Tierstall / immer mehr resistente Keime

Mehr als die Hälfte der weltweiten Antibiotika-Produktion landet im Viehstall. In der Folge entstehen massenhaft resistente Keime, die nach der Schlachtung im Schweine-, Rinder- oder Hähnchenfleisch nachweisbar sind. Eine mitunter tödliche Gefahr.

Zu den großen Profiteuren der Massentierhaltung gehört der Leverkusener BAYER-Konzern. Allein mit dem Tierantibiotikum Baytril machte BAYER im Jahr 2010 einen Umsatz von 166 Mio Euro, elf Prozent mehr als im Vorjahr. BAYER ist weltweit das viertgrößte Unternehmen im Bereich Veterinärmedizin.

Philipp Mimkes von der Coordination gegen BAYER-Gefahren:

„Ohne die Produkte von BAYER & Co. wäre die Haltung Tausender Tiere auf engstem Raum gar nicht möglich. BAYER profitiert von den katastrophalen Zuständen in der Massentierhaltung, bei der ständig neue Krankheiten auftreten, und ist daher für die Entstehung antibiotika-resistenter Keime mitverantwortlich.”

In vielen Zuchtbetrieben gehören Baytril-Spritzen zum Alltag. Das Präparat wird seit 1995 in großem Umfang zur Behandlung von Infektionskrankheiten von Hühnern, Kälbern, Rindern, Puten und Schweinen eingesetzt. Der Wirkstoff von Baytril (Enrofloxacin) gehört zu den Fluochinolonen – wie auch die von BAYER vertriebenen Humanantibiotika CIPROBAY (Ciprofloxacin) und AVALOX (Moxifloxacin). Der großflächige Einsatz von Baytril führt dazu, dass gängige Humanantibiotika immer häufiger unwirksam werden.

Die Coordination gegen BAYER-Gefahren fordert:

  • ein Verbot der quälerischen Massentierhaltung, die den exzessiven Einsatz von Bakteriziden erst notwendig macht;
  • eine lückenlose Dokumentation aller Antibiotika-Anwendungen im Tierstall (mit Mengenangaben);
  • ein Verbot der routinemäßigen Beigabe von Antibiotika in Tierfutter und diesbezügliche Kontrollen und Strafen;
  • Verwendung von Antibiotika nur unter strengster Indikation und nur durch Tierärzte/innen; Ziel muss eine antibiotikafreie Tierzucht sein;
  • Verbot der routinemäßigen Behandlung ganzer Tierbestände.

Die Coordination kritisiert zudem die zunehmende Belastung des Grundwassers durch Veterinärprodukte.

Jüngste Studien des BUND belegen, dass Hähnchenfleisch in deutschen Supermärkten größtenteils mit antibiotikaresistenten Keimen belastet ist. Die Verbraucher/innen können im Falle einer späteren Infektion nicht mehr mit gängigen Antibiotika behandelt werden. Im November hatte das Verbraucherministerium NRW eine Studie veröffentlicht, wonach 96 Prozent der Masthähnchen mit Antibiotika behandelt werden.

Auch eine Studie der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) war im Herbst zu dem Ergebnis gekommen, dass der Einsatz von Antibiotika in der Tiermast die Gefahr erhöht, dass diese bei Menschen nicht mehr wirken. Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert daher seit Jahren ein Verbot des massenhaften Einsatzes von Antibiotika in der Tierzucht. In der EU wurde der präventive Antitbiotika-Einsatz schon vor Jahren verboten, ohne dass die verwendeten Mengen dadurch sanken.

Unter dem Motto “Wir haben es satt! Bauernhöfe statt Agrarindustrie“, organisierte Die Coordination gegen BAYER-Gefahren am 21-01-2012 zusammen mit 90 weiteren Organisationen eine Demonstration in Berlin. Über 23.000 Menschen nahmen Teil für eine Neuausrichtung der Agrarpolitik.

weitere Infos:


Presse Info vom 19. Januar 2012

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)
eMail        CBGnetwork@aol.com
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Sascha René
Sascha Renéhttps://www.gesundheitsrebell.de
Sascha René Amolsch
Widmet sich seit über 20 Jahren der ganzheitlichen Gesundheit und der Erforschung verschiedener Heilmethoden.
Seine Leidenschaft: die Natur, körperliche wie geistige Grenzen erweitern und intensiv leben.
Seine feste Überzeugung: Gesundheit beginnt mit Selbstverantwortung und grundsätzlich ist nichts unheilbar. Alle Heilung liegt in der Natur und im Verstehen der natürlichen Lebensgesetze.

2 KOMMENTARE

  1. Nun ihr lieben Menschen von CBG, was ihr falsch macht ist, daß ihr gegen Bayer kämpft. Ihr könnt noch so viel Geld in diesen Kampf investieren, es wird nichts nutzen,die sitzen am längeren Ast. Es währe interessant zu wissen, wie viele Menschen in eurem Verein Fleisch(fr)esser sind. Und hier ist auch schon die Lösung: Sie sollten über Vegetarische Ernährung informieren. Aus gesundheitlichen und ethnischen Gründen. das bedeutet, in die andere Richtung gehen, nicht kämpfen. Solange der Mensch Tiere quält, schlachtet genau so das “BIOTIER (fri)
    ißt, solange wird es Konzerne wie Bayer Monsanto usw. geben. Solange Tiere von Menschenhand getötet werden, für irgendwelche Versuche verwendet werden, solange wird es Kriege geben. Wünsch einen schönen Tag.

  2. Ich bin der gleichen Meinung wie Johann,
    allerdings noch in eine andere Richtung.
    Wir sollten gemeinschaftlich dafür sorgen, dass die Menschheit über die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung informiert wird.
    Ärzte lernen in ihrem Studium wie man die Symtome von Krankheiten behandelt, Vitamine und Co stehen leider nur minimal auf dem Lehrplan.
    Du bist was Du isst…. Nahrungsergänzungen sollten auf jedem Fall die Ernährung unterstützen, da auch hier so einiges im argen liegt was die Lebensmittelindustrie betrifft.

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