Paxlovid kann tödliche Blutgerinnsel verursachen?

Die Studie[1] wurde am 12. Oktober 2022 veröffentlicht; die „Daily Mail“[2] berichtete noch am gleichen Tag unter der Überschrift „Pfizers Covid-Medikament Paxlovid – das zur Behandlung von Biden eingesetzt wurde – kann tödliche Blutgerinnsel verursachen, warnt eine Studie.“

Zu Paxlovid: Pfizer’s Covid drug can cause deadly blood clots, study warns | Daily Mail Online  Paxlovid berichtete ich im August 2022:

Hier gehe ich auch auf das Nebenwirkungsprofil von Paxlovid ein, welches ein ellenlanges Register einnimmt.

Mit der neuen Studie scheinen ein paar neue, sehr spezifische Nebenwirkungen aufgrund von Interaktionen zwischen Paxlovid und anderen Substanzen hinzuzukommen. Und die sind nicht „von schlechten Eltern“.

Übersehene Interaktionen?

Wie stark beziehungsweise schwach medikamentöse Interaktionen im Bewusstsein der Schulmediziner verankert sind, das habe ich in diesen beiden Beiträgen diskutiert:

In Sachen Paxlovid liegen die Interaktionen sogar auf der Hand. Denn es handelt sich hier um ein Medikament, dessen Wirkung auf Interaktionen beruht.

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Die Autoren der neuen Studie erklären dies. Wie bereits in meinem Beitrag erklärt, Paxlovid besteht aus zwei Substanzen: Nirmatrelvir und Ritonavir. Die erste Substanz soll die antivirale Wirkung erzeugen, während die zweite Substanz den schnellen Abbau der Ersten bremst.

Dazu blockiert Ritonavir das Cytochrom 450 (CYP3A4), über welches der Abbau von Nirmatrelvir verläuft. Hier bei handelt es sich um eine klassische Interaktion von pharmakologischen Substanzen.

Oh Wunder, jetzt erst fällt den Experten auf, dass Cytochrom 450 auch noch andere Medikamente abbaut, die dann unter Paxlovid ebenfalls in ihrer Abbaugeschwindigkeit gehemmt werden? Ich finde dies im höchsten Maße erstaunlich. Denn dass das Cytochrom 450 diese Aufgabe wahrnimmt, das ist nicht erst seit Oktober 2022 bekannt.

Es gibt etliche Publikationen zu Nebenwirkungen und Interaktionen, die anscheinend wenig Beachtung von der Öffentlichkeit bekommen haben. Auch dies scheint sich jetzt etwas zu ändern.

Denn die Kombination von Paxlovid mit üblichen Medikamenten, wie zum Beispiel Statinen[3] und „blutverdünnenden Substanzen“ (Antikoagulantien), scheint dazu zu führen, dass der Abbau dieser Substanzen ebenfalls gebremst wird, was zu überhöhten Konzentrationen dieser Medikamente und damit zu entsprechenden Nebenwirkungen führt.

Die Interaktionen gehen sogar soweit, dass der Einsatz von Antikoagulantien zusammen mit Paxlovid angeblich genau das bewirkt, was Antikoagulantien verhindern sollen, nämlich die Entwicklung von Blutgerinnseln. Wie diese paradoxe Wirkung zustande kommt, das wird leider nicht erklärt, wäre aber besonders interessant.

Die Studie selbst liegt nur als Abstract vor. Wer mehr wissen möchte, der muss sie bei „Elsevier“ kaufen. Aus dem dem Leser zugänglichen Abstract und den „Absatz-Schnipseln“ lässt sich keine diesbezügliche Informationen entnehmen.

Es wird weiter ausgeführt, dass herzwirksame Medikamente plus Paxlovid zu Arrhythmien (unregelmäßiger Herzschlag) führen können und die Kombination mit Statinen die Leber schädigen kann.

Ein Blick auf die Webseite[4] von Drugs.com und den dort aufgezählten Interaktionen für Paxlovid ist fast wie eine Offenbarung. Die Liste der Substanzen, deren Abbau durch Ritonavir gehemmt wird, ist nahezu endlos.

Während die „Daily Mail“ davon spricht, dass Antikoagulantien unter Paxlovid zu Blutgerinnseln führen können, wird auf Drugs.com auch darauf hingewiesen, dass es durch den verzögerten Abbau zu tödlichen Blutungen kommen kann. Eine vermehrte Bildung von Gerinnseln wird hier nicht erwähnt.

Zu den Statinen vermerkt Drugs.com, dass eine gemeinsame Gabe kontraindiziert ist, da hier ein erhöhtes Risiko einer Myopathie einschließlich Rhabdomyolyse besteht.

Fazit

Ob Paxlovid im Zusammenhang mit Antikoagulantien Blutgerinnsel auslöst, darüber scheint es keine zuverlässigen Aussagen zu geben. Aber auch ohne diese spezielle Nebenwirkung ist das Profil von Paxlovid in Bezug auf Wechselwirkungen atemberaubend zu nennen.

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Quellen:

Dieser Beitrag wurde am 25.10.2022 erstellt.

René Gräber
René Gräberhttps://www.renegraeber.de
Seit 1998 bin ich in eigener Naturheilpraxis tätig und begleite seitdem Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen. Der Name dieser Webseite ist dabei mein Motto: Gesundheitliche Aufklärung. Aber die "Gesundheitliche Aufklärung" braucht auch Sie! Ohne GEZ Gebühren und Steuermillionen kämpfen wir gegen Zensur und Abmahnungen. "Gesundheitliche Aufklärung" ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Wir investieren viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Wir freuen uns daher über jede Unterstützung! Helfen Sie bitte mit! Zum helfen klicken Sie bitte HIER.

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