Giftige und radioaktive Paranüsse? [Ökotest 2023]

Der Test fängt mit einer Hiobsbotschaft an: Paranüsse seien von Natur aus radioaktiv! Daher könnte „Ökotest“ in der Ausgabe 3/2023 die Paranüsse nicht als gesunde Knabberei empfehlen, mit der sich vor allem vegetarisch ernährende Zeitgenossen in Sachen Selen-Zufuhr eindecken können. Denn die Kerne, die zumeist aus dem südamerikanischen Regenwald kommen, seien radioaktiv belastet.

Da fragt man sich natürlich sofort, woher kommt die Radioaktivität aus einem Bereich, der als weitestgehend „unberührt“ gilt?

Interessant ist auch die Information, dass es praktisch keine Paranuss-Plantagen gibt bzw. geben kann. Warum? Weil die Bäume ein intaktes Öko-System benötigen, welches auf Plantagen, die meist als Monokultur betrieben werden, nicht existiert.

Aber wie kommt die Radioaktivität in die Paranüsse?

Anscheinend sind die Bäume mit einem besonders großen Netzwerk an Wurzeln ausgestattet, die mehr radioaktive Substanzen, vor allem Radium, aufnehmen als jede andere Pflanze. Die Belastung der Paranüsse ist so hoch, dass „Ökotest“ nur zwei Paranüsse pro Tag empfehlen kann, um noch auf der sicheren Seite zu sein. Natürlich sind diese zwei Paranüsse täglich keine ergiebige Quelle für den Bedarf an Selen, vor allem wenn man sich vegetarisch oder vegan ernährt.

In meinem Beitrag zu Selen (Selen) erläutere ich, dass Paranüsse mit zwei Milligramm pro 100 Gramm an erster Stelle als Quelle für Selen in der Nahrung stehen. Grund hierfür ist, dass Paranüsse hohe Mengen an Selen für das eigene Gedeihen benötigen.

Wenn man aber aus den genannten Gründen auf Paranüsse verzichten muss, dann bleiben nur wenige Alternativen für Vegetarier übrig. Denn die anderen Nahrungsmittel mit einigermaßen ergiebigen Selen-Konzentrationen wären Fleisch, Fisch, Eier, Pilze, Krabben, Hummer etc. Damit wären Nahrungsergänzungsmittel eine besonders wichtige Alternative bei der Selenzufuhr.

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Was fand der Test von „Ökotest“?

Hier wurden 21 Produkte getestet. Acht Produkte davon waren als „Bio-Produkte“ ausgewiesen.

„Ökotest“ ließ dann die Kerne auf Radioaktivität untersuchen. Getestet wurde nicht nur auf Selen, sondern auch auf andere Inhaltsstoffe, wie Magnesium, Phosphor, Barium etc.

Die Labortests suchten auch nach Bromid, was ein Hinweis auf eine Begasung mit Methylbromid (Brommethan) sein kann. Die Substanz wird aufgrund seiner Giftigkeit zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt, meist zur Begasung von Containern und zur Bekämpfung von Holzschädlingen. Seit 2015 allerdings ist der Einsatz von Methylbromid weltweit verboten. Die Substanz scheint allerdings schwer abbaubar und damit relativ lange nachweisbar zu sein.

Weitere Substanzen, nach denen die Labors im Auftrag von „Ökotest“ suchten, waren Aflatoxine, also von Schimmelpilzen produzierte Giftstoffe. Und man suchte nach Perchlorat und anderen Rückständen.

Die Ergebnisse:

Die Bestnote war „befriedigend“. Allen 21 Produkten gemeinsam war eine „erhöhte Strahlenbelastung“ und das Herkunftsland Bolivien.

Sieben Produkte wurden mit „ungenügend“ bewertet. Der Grund hierfür lag an weiteren Belastungen mit Perchlorat, Mineralölrückständen (MOSH), Barium etc.

Die drei Produkte mit der „Bestnote“ waren „Gut & Günstig“ von Edeka, „Farmers Snack Bio-Paranuss“ von Farmers Snack und „Rapunzel Paranuss-Kerne“ von Rapunzel.

Die Preise für die drei Produkte gestalten sich sehr unterschiedlich. Edeka möchte 2,99 EUR für 200 Gramm haben. Die beiden anderen „Note 3“-Produkte sind mit über 6 EUR bzw. fast 8 EUR pro 200 Gramm deutlich teurer.

Fazit

Wenn ich den Test von „Ökotest“ richtig interpretiere, dann sind Paranüsse mittlerweile ein ernährungsphysiologisches Sammelbecken für Umwelttoxine der verschiedensten Art, Radioaktivität nicht nur inbegriffen, sondern an erster Stelle. Wenn selbst „Ökotest“ dazu rät, täglich maximal nur zwei Paranüsse zu verzehren, um die Zufuhr all dieser nachgewiesenen Toxine auf einem tolerierbaren Minimum zu halten, dann scheint es eher empfehlenswert zu sein, gänzlich auf Paranüsse zu verzichten.

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Beitragsbild: pixabay. com – GerDukes

René Gräber
René Gräberhttps://www.renegraeber.de
Seit 1998 bin ich in eigener Naturheilpraxis tätig und begleite seitdem Patienten mit den unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen. Der Name dieser Webseite ist dabei mein Motto: Gesundheitliche Aufklärung. Aber die "Gesundheitliche Aufklärung" braucht auch Sie! Ohne GEZ Gebühren und Steuermillionen kämpfen wir gegen Zensur und Abmahnungen. "Gesundheitliche Aufklärung" ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Wir investieren viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Wir freuen uns daher über jede Unterstützung! Helfen Sie bitte mit! Zum helfen klicken Sie bitte HIER.

2 Kommentare

  1. Interessant 👍 und für wie glaubwürdig halten sie die Firma Ökotest?
    Vielen Dank für die super Beiträge 🍀👍

    Antwort René Gräber:
    Nun, ich bin dankbar wenn jemand auf problematische Inhaltsstoffe testet. Ansonsten scheint es kaum jemand zu geben der die regelmäßig in größerem Stil tut.
    Indes bei der Bewertung von Vitaminen (Dosierung) oder Flouridierung von Zahnpasta sehe ich die Stellungnahmen von Ökotest sehr kritisch.
    Da lehnen diese sich an die „offiziellen“ Empfehlungen n Deutschland an.
    Aber in meinen Berichten gehe ich auf diese (für mich) unstimmigen Dinge ein…

  2. Lieber Herr Gräber, danke für ihre wertvollen Informationen. Jedoch – mein letzter Kommentar ist weg? Ich bin nun etwas ratlos als Veganerin. Wie kann ich mein Selen vernünftig stabil halten? 🥺 über einen Tip dazu wäre ich sehr dankbar.
    Viele Grüße!

    Antwort René Gräber:
    Der Kommentar ist nicht weg, der war nur noch nicht freigegeben…
    Tja… für mich stellt sich die gleiche Frage.
    Ich weiche derzeit auf Selenpräparate aus. Ich werde noch genauer berichten…

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